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Es werden Posts vom November 26, 2019 angezeigt.

Das Haus an der Moskwa. Jurij Trifonow

Das Haus an der Moskwa
von Jurij Trifonow
Roman, Serie Piper, 1990
Übersetzt von Alexander Kaempfe

Was für eine Weltliteratur! Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so in seinen Bann gezogen hat, und das auch von mir Konzentration einforderte. Einige Male - nach Pausen - musste ich zurückblättern, um die Szenen zu verstehen. Eine hohe Dichtheit zeichnet den Roman aus, dass mir Trifonow bis heute nicht in die Finger gekommen ist, ist mir ein Rätsel. Aber man lernt ja nie aus.
Der Roman beschreibt eine Kindheit während eines Regimes. Ein Mitläufer ist unser Hauptdarsteller, einer, der immer versucht, die Augen zu schließen, nicht aufzufallen, mit dem Strom zu schwimmen. Er gewinnt: eine Karriere und verliert: sein Leben.
Wie die Umstände dahinlaufen, die Trägheit gewinnt, die Angst im Nacken die Lenkung übernimmt und welche Auswirkungen dies auf seine Umgebung und seine Beziehungen hat beschreibt Jurij Trifonow dicht, leicht, flüssig, exakt - und doch lässt er uns am End…