Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Januar, 2016 angezeigt.

Tagebuch einer Killerkatze. Von Anne Finde und Axel Scheffler

Tagebuch einer Killerkatze. Von Axel Scheffler und Anne Finde. Übersetzt von Barbara Heller.
Moritz Verlag

Ach was soll man sagen. Nachdem ich gerade für 2 Wochen echte Killerkatzen beherbergt habe, ist dieses Buch ein zahmer Abklatsch dessen, was eine Katze morden kann. Doch unser Star, erzählt von sich uns seinen Menschen, die doch tatsächlich glauben, er hätte ...

Was sind dieses Menschen doch für ein ahnungsloses Volk!

Hoch amüsiert begleiten wir unseren Kater, dem man tatsächlich unterstellt, er hätte den alten Hasen ... gemurkst. Er doch nicht.

Aber wer war es dann? Alle seine Menschen sind ihm böse.

Vom Leben einer Katze mit ihren Menschen.

E n t z ü c k e n d e s !!!! Vorlese und Erstlesebuch.
Der ganze Satz kommt einem Leseanfänger sehr entgegen.
Und für die VorleserInnen ist der große Zeilenabstand des nächtens im Bett sicherlich auch vorteilhaft.


Bob, der Streuner. Von James Bowen

Bob, der Streuner. Eine Katze, die mein Leben veränderte.
Von James Bowen.
Verlag Bastei Lübbe.

Nun habe ich ich dieses Buch gelesen. Ich hatte zu Weihnachten einen Gutschein für eine Katze bekommen. Von meinen Kindern. Die Katze müsse ich mir selbst aussuchen. Sie würden mich in der Haltung (Streicheln der Katze) unterstützen.

Welche Freude! Denn: frei nach Loriot "Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos."

Passend habe ich nun nach "Bob, der Streuner" zur Hand genommen. Das Buch liegt schon lange zuhause. Ich habe es irgendwanneinmal meiner Tochter geschenkt, im Glauben, es würde ihr gefallen. Hat es aus. Das Buch wird vielen Leuten gefallen. Was es ja schon ausgiebig bewiesen hat.

Ich habe es auch gerne gelesen. Es ist nicht Weltliteratur. Und sonst auch. Vorhersehbar. Aber lieb. Die Geschichte einer gescheiterten Esistenz, James Bowen, der durch die Aufgabe, sich um Bob zu kümmern, wieder Halt im Leben findet. Wahr und schön.

Kann man auch lesen, wenn ma…

Familienstellen als sichtbar gewordene Liebe. Von Angela Gangl

Familienstellen als sichtbar gewordene Liebe. Wirkung, Erfahrungen und Lösungen. Von Angela Gangl, Verlag novum pro.

Das ist so eine Sache, mit dem Familienstellen. Wer es noch nicht selbst erlebt hat, tut alle Erzählungen als Einbildung und Hokuspokus ab. Jede/r der/die schon einmal dabei war ist verblüfft, von dem was im Raum passiert.
Angela Gangl lebt in Purbach beim Neusiedlersee und betreibt dort ein Seminarzentrum.

Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet, mit Zentangles, ausgemalten Mandalas, freien Zeichnungen, alle in Buntstift, wie mir scheint.

Sie erklärt Familienstellen sehr einfach, bezieht sich stark auf persönliche Erfahrungen. Ich finde, ein gutes Einsteigerwerk für alle, die sich für die Arbeit mit ihrer Familiengeschichte interessieren (oder mit komischen Verhaltensweisen, die in der Familie immer wieder auftreten, oder, oder ...)

Persönlich oder im online-shop bei buchwelten besorgen.

Raunächte. Von Isabella Farkasch

Raunächte. Über Wünsche, Mythen und Bräuche - Märchen für Erwachsene.
Von Isabella Farkasch. Verlag Goldegg.

Jedes Jahr, wenn die Nächte länger werden und Weihnachten näher kommt, beginnt die Fragestellung zu "Was sind diese Raunächte eigentlich", "was bedeuten sie", "heidnisch?, römisch?, christlich?, volkstümlich?".

Dieses Buch ist eine fein gemachte Erzählung und Erklärungssammlung zu den 12 besonderen Nächten. Jedes Kapitel beginnt mit einem Märchen, das typisch ist für diese eine Raunacht, dann wird das Märchen erklärt, die Bedeutung dieses Tages dargelegt und mit Zahlenmystik abgeschmeckt.

Sehr fein zu lesen, vor allem die mystischen Märchen hatten es mir an diesen Abenden angetan.

Also: Die Raunächte, sind die verlorenen Tage zwischen Sonnen- und Mondkreislauf. Sie öffnen die Membran zu anderen Welten, machen uns durchlässiger.

... ist das nicht wunderschön?

Jedenfalls ist dieses Buch ansprechend für ganz viele, für die mystischen und fühlenden, u…

Träumen. Von Karl Ove Knausgard

Träumen. Von Karl Ove Knausgard.
Verlag Luchterhand.

Dies ist der fünfte von sechs Teilen. Nach Sterben, Lieben, Spielen und Leben wurde nun Träumen übersetzt. Karl Ove Knausgard beschreibt in diesen Büchern sein Leben.

Auf norwegisch heißt die Serie Min Kamp.

In Deutsch wurde es eben mit den Hauptthemen des jeweiligen Lebensabschnittes übersetzt.

Grundsätzliches zu Karl Ove Knausgard. Sein Schreibstil macht süchtig. In allen Büchern passiert nichts großartiges, nichts aufregendes, keine action. Nur das Leben an sich.

Und wie Knausgard in seiner Schlichtheit, mit seinem genauen Blick für Details, für das vermeintlich Unwichtige das Leben beschreibt - das ist es. Das macht die Faszination aus.

In Träumen geht es um seine Studentenjahre in Bergen. In Bergen regnet es viel. Es ist eine Studentenstadt. Es wird viel getrunken, viel ausgegangen. Die Studenten müssen Jobs machen, um sich ihr Leben finanzieren zu können, so auch Karl Ove. Karl Ove ist ein verschlossener Typ, der nur "au…

Charlotte. Von David Foenkinos

Charlotte. Von David Foenkinos.
Verlag DVA

Dieses Bild. Dieses Cover. Das Buch liegt in der Buchhandlung. Und schaut mich an.
Ich komme nicht an ihr vorbei. Das Leseexemplar. In meinem Bücherregal.Schon lange. Und dann schlage ich es auf. Und versinke.

In die Geschichte von Charlotte Salomon. Einem jungen Mädchen in Berlin. Und in David Foenkinos. Der sie gefunden hat. Nach langer Zeit. Und jetzt doch. Viele Jahre später. Sich entschließt, über sie zu schreiben. Aber wie?

Und er macht es großartig. Die Geschichte der Charlotte Salomon. Großes Maltalent im Deutschland der 30erJahre. Ein verschlossenes Kind. Sie wird auf die Akademie aufgenommen. Doch die Umstände. Die Zeiten sind schlecht.

Und dazwischen David Foenkinos persönliche Eindrücke der Orte, an denen sie gelebt, gemalt, gelitten, geliebt hat. Kunst.

Ja. In einem Zug. Schon so lange habe ich kein Buch in einem Zug durchgelesen. So hineingesunken in die Welt. So viel Freude an den Sätzen gehabt. Sie fotografiert. Ganze Seiten …