Dienstag, 13. Oktober 2015

Herta und die Hühner. Eine Geschichte vom Schönen Scheitern. Teil 2

Herta und die Hühner. Eine Geschichte vom schönen Scheitern. Teil 2

Im Jahr 2007 gab es die angekündigte Schneckenplage, aber unser natürlicher Feind - das Huhn - musste dem Spielkameraden Amanda weichen. (Siehe auch Herta und die Hühner Teil 1)

Das Thema Hühner wurde nicht nur, wie vorab überlegt, für ein Jahr ad acta gelegt. Es zogen viele Jahre ins Land.
2014 wagten wir einen Neubeginn.

Es kamen zwei wunderschöne weiße Hühner. Charlotte und Chantalle (Die Namensgebung, liebe Kinder!!!!, ist euch zu verdanken.)

Meine Kinder und ihre Freunde, mittlerweile alle überwuzelt, also "aus dem Gröbsten heraußen", fanden die Idee von Hühnern so entrisch, auch "spacig" genannt, dass sie beschlossen, wenn schon so etwas verrücktes, dann sollen sie wahrlich außergewöhnliche Namen haben. Und sie nannten sie Charlotte und Chantalle.

Beide lebten - noch völlig frei und ohne Hühnerzaun - ein glückliches, ruhiges Hühnerleben. Amanda hatte Gartenverbot. 2014 gab es keine Schnecken. Also sowieso nicht. Da mussten die beiden weißen Edelhühner gar nicht so viel mithelfen.

Was sie gerne taten: Frisch gesetzte Pflanzen ausgraben.
Was sie nicht so gerne taten: Schnecken fressen.

Weil sie so schön waren, beschlossen wir, sie brüten zu lassen. Also "WIR" ist vielleicht etwas übertrieben.




 So stellt sich frau das Paradies vor.
Viktor, mein geliebter Ehemann, besorgte befruchtete Hühnereier vom gewöhnlichen Landhuhn. Das ging aber alles ganz schön in die Hose.










 Zu dem Zeitpunkt hat noch Simba bei uns gelebt. Simba the cat. Ein begnadeter Jäger.



 So lebt man ein entspanntes Hühnerleben. Chantalle und Charlotte.(Die zur späteren Charlotte Ringlotte mutiert).


Chantalle begann zu brüten. Und weil Zwerg-Cochenille-Hühner das Brüten sehr ernst nehmen. Aß und trank sie in der Zeit nicht. Die Folge: Tod.

Welch degeneriertes Wesen! Seit wann ist ein Huhn zu blöd, während des Brütens aufzustehen und sich zu trinken und zu essen zu holen!

Wie auch immer. However.

 Chantalle hat das Zeitliche gesegnet. Viktor sie ehrenvoll begraben. So lebte Charlotte Ringlotte ihr einsames aber ruhiges und glückliches Hühnerleben. Des Morgens wurde sie von Viktor aus dem Stall gelassen, dann spazierte sie den ganzen Tag im Garten herum. Des Abends setzte sie sich in aller Ruhe auf ihr Stangerl, Viktor (oder ich) schlossen das Türchen. Ein beschauliches Leben.

Wenn ich nicht die Sorge gehabt hätte, so ein einsames Leben ist doch wohl nichts für ein Herdentier. Ich beschloss, also wir beschlossen, dass sie unglücklich und einsam ist. Wir werden ihr Kinder zukommen lassen. Deshalb besorgte ich spontan, unangemeldet und voller Vorfreude außerordentliche Hühnereier der verschiedensten Sorten. Dank an meine Lieben in Mjenovo!

Offenbar waren wohl zu viele, zu große, etc Eier von mir untergelegt worden. Denn als wir auch unserem wunderbaren Urlaub im Veneto zurückkamen, saßen bereits Fliegen auf Charlotte Ringlotte (sie war schon so zahm gewesen, dass sie sich streicheln hat lassen. Wobei Viktor - unser Bauernbua - immer wieder lapidar verkündete: Sie will gepuckt werden, da legt sich ein Hendl einfach hin.)

Wie auch immer, auch Charlotte Ringlotte ging den Weg alles endlichen.

Die Kinder auf uns Eltern böse. "Weil ihr auch immer züchten müsst". Die Eltern geknickt. Die Hühnergeschichte beendet.














































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