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Es werden Posts vom Juni, 2014 angezeigt.

6 Uhr 41

6 Uhr 41. Von Jean-Philippe Blondel.

Was für ein Ereignis! Welches Eintauchen!

Sie und er. Vor vielen Jahren, als sie noch jung waren, waren sie beisammen, haben sich unglücklich getrennt. Und jetzt. Sitzen sie im Zug zusammen. Nach ... 27 (ja 27!) Jahren. Und? Hat er sie erkannt? Hat sie ihn erkannt? Ein kurzes Nicken. Ist der Platz noch frei? Was jetzt? Ansprechen. Nicht ansprechen?

Im Frühzug nach Paris. Um 6.41 sitzen ein Mann und eine Frau nebeneinander. Jeder spielt in Gedanken die gemeinsame Liebesgeschichte durch.

Ein Buch, getragen von inneren Monologen. Welches Leben! Was ist damals passiert. Warum so. Jetzt Mitte 40. Er. Sie.


Ich bin ganz gepackt, hingerissen, hineingeglitten in diese beiden Erwachsenen mit den Kindern, die am Flügge werden sind.

LESEN!!!!! EINTAUCHEN!!! ERLEBEN!!!

Ein wunderbares Buch. Für alle, die die leise Stimme auch gerne hören.

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Die Gottespartitur. Von Edgar Rai

Die Gottespartitur. Von Edgar Rai.

Von Edgar Rai habe ich schon etwas gelesen, das mich sehr berührt hat: Wenn nicht, dann jetzt. Die Rezension finden Sie weiter unten.

Und jetzt wieder. "Die Gottespartitur". Der Titel hat mich am Anfang nicht so angesprochen, wie "Wenn nicht, dann jetzt".Aber nachdem ich einer lieben Kundin Edgar Rai wirklich ans Herz gelegt hatte und ich selbst es gar noch nicht gelesen hatte, übermannte mich das schlechte Gewissen und ich fing an zu lesen.

Nichts von dem, was ich so geliebt habe bei "Wenn nicht, dann jetzt" findet sich hier. Die feine Sprache, die Stille, alles weg. Stattdessen ein schnoddriger Literaturagent in Zeiten der Frankfurter Buchmesse, eine sehr bemühte "Stütze des Unternehmens". Weltuntergangsstimmung. Häme, Zynismus, "gemachte Typen". Er nach einem Herzinfarkt frustriert, weiß nicht, was er mit sich anfangen soll, hat keinen Halt. Sie, seine Assistentin, besorgt um sein Wohl und Wehe un…

Der Eisdrache. Kinderbuch.

Der Eisdrache. Von Troon Harrison und Andrea Offermann.

Ein Märchen.

Ein wunderschönes Märchen, das davon handelt, dass Mitgefühl die Welt verändert.

Doch vorher hasst unser kleines Mädchen den Eisdrachen, der sich auf dem Dach ihres Elternhauses festgesetzt hat und die Kälte damit eingeschlossen hat. Der harte Winter macht der ganzen Familie zu schaffen.

Sie will nur, dass er weggeht, schreit ihn an. Zuhause ist der Vater schon krank, sie muss sich um alles kümmern. jagen gehen. Doch sie kann es noch nicht.

Der Eisdrache ist aber krank. Verletzt fleht er sie an, ihr zu helfen. Warum soll sie dem Feind helfen?

Doch im Ende siegt ihr Mitgefühl, auch in einer Anwandlung von Hoffnungslosigkeit, steigt sie zum Drachen hinauf, holt verzweifelt Drachenhilfe und ist ihm gut.

Genesen von ihrer Liebe und Zuneigung kann der Drache mit seinen Drachenfreunden wieder aufsteigen. Der Frühling kehrt ein.


Ein herzerwärmendes Märchen, kurz erzählt, mit wunderschönen Illustrationen zum Vor- und Selber…

Mörderische Schärennächte. Der vierte Fall von Thomas Andreasson

Mörderische Schärennächte. Der vierte Fall für Thomas Andreasson.

Nora bewältigt ihr neues Leben an und für sich sehr gut. Ein tiefer Schmerz im Inneren ihres Herzens ist aber nicht wegzuleugnen. Auf der anderen Seite ihr Freund Thomas. Ihm scheint ein neues Glück gegönnt.

Der Fall. Ein Selbstmord. Ein junger Student wird aufgehängt in seinem Studentenzimmer gefunden. Kein Anzeichen von Fremdverschulden. Nur seine Mutter will das nicht glauben. In den Besprechungen wird der Meinung einer Mutter, deren Sohn gerade tot - erhängt - gefunden wurde auf Fremdverschulden wenig Glauben geschenkt.

Sie fleht Thomas Andreasson an. Und er verspricht ihr, sich den Fall genauer anzusehen. Was sich dann auftut, liest sich wie ein Agententhriller. Die handelnden Personen: Junge Männer, die in den 1970er Jahren eine Ausbildung in einer Schwedischen Eliteeinheit "genossen". Von einem sadistischen Unteroffizier gequält halten die jungen Männer durch. Bis ... etwas passiert, was sie alle bis z…

Die Toten von Sandhamn. Thomas Andreassons dritter Fall.

Ja, der Suchtfaktor.

Ich kann nicht mehr loslassen von Nora Lind und Inspektor Thomas Andreasson.

Die Kombination von heutigem Privatleben in den Schärengärten - übrigens, mein Verlangen nach einem Urlaub in Schweden steigt... - und gut aufgearbeiteten Mordfällen ist ausgezeichnet und verleitet mich - verleitet mich, verleitet mich - andere Bücher nachrangig zu behandeln.

Ja, eben. Der Suchtfaktor.

In "Die Toten von Sandhamn" geschieht ein grausiger Fund. Noras Sohn findet in einem Waldstück eine abgetrennte Hand. Sehr grauslich. Das Kind verstört, Nora in Sorge. (Über Noras Privatleben möchte ich weniger berichten. Da sich ihre Geschichte mit jedem Teil weiterentwickelt würde ich zu viel vorwegnehmen, falls jemand erst bei früheren Teilen ist.)

Thomas Andreasson (auch in seinem Privatleben entwickeln sich die Dinge. Auch hier gilt: Schweigen.) muss diesen Fund aufklären. Mord, Selbstmord, Mann, Frau, Kind? Und bei uns?

Viveca Sten arbeitet hier mit akribischer Feinarbeit d…

Helga Bansch. In der Nacht.

In der Nacht. Von Helga Bansch.

Was tun die Tiere in der Nacht?
Wo schlafen die Tiere in der Nacht?

Diese Frage stellen sich kleine Kinder. Und in diesem Buch werden die Geheimnisse gelüftet.

Das Besondere an diesem Buch:

- ganz kurze Texte. Ein- bis Zweizeiler
- einfache, kunstvolle Illustrationen (die auch noch das eine oder andere Detail verstecken)
- und einen Kniff: Das Buch kann von vorne und hinten gelesen werden.

-- von vorne - ganz ordentlich. Die Tiere schlafen dort, wo sie sollen
-- von hinten - alles durcheinander. Die Tiere schlafen an Orten, wo sie nicht hingehören.


Lieblich.

Eignet sich auch wunderbar, mit den Kindern ein Verwechslungsspiel zu machen. Schläft der Hase wirklich ... ?

Und wie gut man Träumen kann, nach der Lektüre dieses Buches. Mit einem Lächeln im Gesicht.

Ab jeden Alters.


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Mélodie d'amour

Wie ist das eigentlich, wenn man kontemplativ vor sich hin liegt, seinen Gedanken nachhängt, dazwischen Kapitel um Kapitel liest und jede Figur, die dargestellt wird, die ihre Geschichte der Geschichte erzählt, besser wird?

Haben Sie schon ihre Favoritin?

Bei Mélodie d'amour von Margriet de Moor gibt es eine Frau, Rosalynde, bei der ich, während sie mir ihre Geschichte erzählte, immer wieder Szenen vor mir hatte, wo ich Textteile vorlas, jemandem mitgab, ihn hungrig machte auf die Geschichte. Nur mit einzelnen Sätzen. Und davon so viele.

Am Anfang war es ein bißchen schwer für mich. Ich habe Margriet de Moor persönlich erleben dürfen. Vor langer Zeit in Leipzig. Das war im März diesen Jahres. Ewigkeiten. Das Buch war mir sowieso schon aufgefallen. Was für ein Cover! Und: auf die Seite für leichte Unterhaltung oder auf die Seite Belletristik?

Belletristik.
Literatur?

Ist Literatur nur das, was schwer zu lesen ist?
Dann nicht Literatur.

Das Buch ist ausnehmend leicht zu lesen. Wenn…