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Es werden Posts vom Februar, 2014 angezeigt.

Der See. Von Banana Yoshimoto

Banana Yoshimoto. Der See.

Davor hat sie geschrieben (u.a.) "Mein Körper weiß alles".

Wir sind in Japan. Alles ist sehr vorsichtig. Der Umgang mit anderen ist geprägt von der Angst, sich unmöglich, lächerlich zu machen. Etikette ist unglaublich wichtig. Nur ja nicht aufdringlich wirken.

In dieser Welt begegnen wir unserer Protagonistin. Sie erzählt uns von dem jungen Mann vom Fenster gegenüber. Nakajima. Wie vorsichtig sie sich kennengelernt haben. Wie rohe Eier begegnen sie sich. Sie hat vor einiger Zeit ihre Mutter verloren, ihn umgibt ein tragisches Geheimnis. Sie wagt nicht, ihn darauf anzusprechen, zu groß ist ihre Sorge, ihn zu vertreiben.

Überhaupt ist sie geprägt davon, niemanden zu verschrecken, niemanden zu beleidigen, sie ist immer unglaublich zurückhaltend, vorsichtig, vorauseilend besorgt um den anderen. Vor allem um Nakajima. Ob sie ihn schon liebt? Ob das Liebe ist? Sie weiß nur, dass es gut ist, wenn er da ist.

Wir begnen der aufkeimenden Liebe zweier junger…

Mit Haut und Haaren. Von Arnon Grünberg

Arnon Grünberg. Mit Haut und Haaren.

Hätte ich gewusst, wie dick das Buch in Wirklichkeit ist, ich hätte es wahrscheinlich nicht in die Hand genommen. Aber ich wusste es nicht. Ich hatte ein wie ein Buch aussehendes Leseexemplar in der Hand (also man weiß schon, dass es ein Leseexemplar ist und in der Regel sind sie mit dem echten Buch identisch). In diesem Fall aber: Ich habe diesen Arnon Grünberg schon sehr lange am Nachtkastl liegen. Und gerade jetzt ist die Zeit, die Bücher, die ich schon sehr lange liegen habe (so Monate) durchzuforsten und einer Prüfung zu unterziehen: lies ich noch, geb ich weg, lies ich noch, zeig ich jemand anders...

Mit Haut und Haaren wechselte zum Stoß "Lese ich noch" - und dann war ich auch schon drinnen. Leseexemplar 270 Seiten, ein Wochenendokkassion inklusive - schnellerlesenzumnochsonntagabendfertigwerden - und dann: es geht noch weiter....  Und somit las ich dann doch das Buch, auch wenn es in echt umfangreicher ist.

Man fällt in eine komi…

Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

Delly ist ein unmögliches Mädchen. Sie ist wirklich schlimm. Sie bereitet ihrer Mutter große Sorgen. Sie wird von der Polizistin der Ortes immer wieder aufgelesen und zurück gebracht. Zurück in die Schule, in den Unterricht.

Delly macht Unfug. Delly passt nicht auf. Delly muss bald in die Schule für schlimme Kinder. Delly muss in der Pause in Sibirien hocken. Ganz allein in einem eingeschränkten Feld.

Delly rauft mit den Buben. Delly lässt die Hühner aus dem Stall. Alles, was Delly lustig, richtig und wichtig findet, finden andere schlimm.

Delly hat ihre eigene Sprache entwickelt. Delly muss eine anDelly werden. Sie verstrickt sich in BreDellyes. Sie freut sich über ein tolles Dellyschenk und bekommt sehr oft Dellystrafungen.

Wer sie nicht verlieren will ist ihr kleiner Bruder. Er rät ihr, immer zu zählen, bevor sie dem blöden Buben in der Klasse eine reinschmiert, zu zählen, bevor sie ihrer seckanten großen Schwester die Haare büschelweise ausreißt. Delly zählt. Delly möchte ihrer M…