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Es werden Posts vom Februar 13, 2012 angezeigt.

Was uns bleibt.

Ein junger Mann, Lehrer, entdeckt bei einem Schulausflug eine Leiche. Vielmehr entdecken die Kinder die Leiche. Die Frau ist sehr verstümmelt. Er schaudert zurück, wird taub - gefühllos - und kann nichts mehr. Sich nicht mehr professionell verhalten. Sich nicht mehr um die Kinder kümmern. Sich nicht mehr der Situation stellen.

Sein Leben bricht mit diesem Ereignis auseinander. Anfangs ist gar nicht zu verstehen, warum er so ablehnend ist, warum er sein Versagen in diesem ersten Schockzustand für so unverzeihlich hält. Begegnet man ihm doch zuvor als außerordentlich engagierten Klassenlehrer.

Seine Freundin ist schwanger, bietet ihm jegliche Unterstützung, doch er haut ab, dazwischen flashen Szenen auf. Ein Begräbnis, jemand, der es für selbstverständlich hält, dass er da ist. Der Zeitrahmen ist nicht feststellbar. Erklärungen. null.

Feinsinnig brutal lässt Katie Arnold-Ratliff die Leserin allein in diesem Gefühlsdurcheinander, in dieser Unsicherheit und Unmöglichkeit, eine Richtigkeit f…

Sieben verdammt lange Tage

Wer amerikanische Literatur liebt - bittesehr!

Satirisch, bitterheiter, jüdisch, skurill, zum Tränen lachen, zum Kopfschütteln, unterhaltsam, und dann "oh Amerika!" ein bißchen doch diese belehrende Endstimmungsweisheit.

Der Protagonist: Jung, getrennt, unglücklich, gehörnt muss nun sieben Tage Shiwa sitzen. Vater hätte es sich gewünscht. Eine Familie, die nichts mehr miteinander zu tun hat muss sich nun für sieben Tage zusammenfinden.

Da der Kulturkreis der Juden einen wunderbar trockenen Humor hervorgebracht hat, entwickelt sich hier eine dramatisch-skurille Geschichte.

Trotz allem: ich habs fertig gelesen und im Mittelteil tatsächlich - also ich musste dann wirklich Tränen lachen, wie dieser Ich-erzähler Judd Foxman mit seinem Leben oder viel mehr dieses mit ihm umgeht.

Unterhaltung!
und so viel Wahrheit.

www.buchwelten.at

Alfred Komarek. Anstiftung zum Innehalten

Ein ruhiges Buch. Kurze Kapitel, die wie ein Vor-sich-hin-denken daherspazieren. Über Grundsätzliches, Trauriges, Schönes. Ein wunderschönes Buch, begleitet von Bildern, die Komarek selbst gewählt hat. Schwarz-weiß-Bilder, statisch.

Die Sprache - gewählt.

Und immer ein bißchen gewürzt mit Selbstironie.

Entspannend. Schön. Tief. Leicht.

Typisch Seiten 134/135.

Welche Liebe zum Leben! Welch Lächeln in den Augenwinkeln.


Für alle, die einmal lauschen mögen, hier in Kombination mit einem Lebenslaufrückblick eines Österreichers, der feine Sprache lebt.


www.buchwelten.at