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Es werden Posts vom April, 2011 angezeigt.

Das lässt sich ändern

Birgit Vanderbeke, Das lässt sich ändern.

Zwei Welten treffen sich in Deutschland. Sie, aus gutbürgerlichen (reichen) Kreisen stammend und er, aus ärmlicher (verwahrloster) Familie. Sie gehen durch die 80er und 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als alle, die etwas auf sich hielten, ein bißchen links waren.

Bis in die jetzige Zeit, wo niemand mehr, der etwas auf sich hält, ein bißchen links sein will.

Ein kritischer Roman über die Erfrierung unserer Gesellschaft, die Hilflosigkeit der Erwachsenen durch Verwöhnung und Konsumverwahrlosung. Der Weg, ein Selbstbestimmtes, linkes, aufrechtes Leben zu führen, wo man sich auch noch selbst ernähren kann, sich selbst etwas Schaffen kann. Der Widerspruch zwischen den Familien, "wo man Personal hat und selbst keinen Hammer halten kann" und der anderen "wo man für dies und das doch kein Geld ausgeben wird, man kann doch altes wieder sanieren".


Gut lesbare Sozialkritik über unsere Gesellschaft, die immer ignoranter und gleichze…

Die Klatschmohnfrau

Die Verpackung: In Leinen gebundenes kleines Geschenkbuch. Freude zwischen den Fingern. Dieses Buch ist Teil einer Serie so schöner Handtaschen-(Geschenk)-Bücher. Zum einfach dabeihaben, für diesen Nachmittag in der Liege, auf der Reise nach irgendwohin.

Eine schöne, leichte, liebenswerte Geschicht einer großen, vorsichtigen Liebe. Wie eine alte Frau wieder begehrt wird und ein gemeinsames Glück mit einem alten Mann findet. Voller Poesie und Zärtlichkeit. Zum einfach mal reinfallen, entspannen, lächeln.

Das Labyrinth der Wörter

Das Labyrinth der Wörter. Selten - noch nie - habe ich ein Buch gelesen, das die Lust am Bücherlesen so treffend vermittelt.

Wie diese besondere Freude, den einen
Satz gefunden zu haben, gerade diesen einen, der so gut passt, wie diese besondere Freude auch im Buch auftaucht. Diese alte, zierliche Frau, die dem ungebildeten großen Mann diese Liebe vermittelt. Diese beiden unterschiedlichen Seelen, die sich treffen, aneinander Gefallen finden, wo etwas passiert.

Marie-Sabine Roger erklärt uns die Freude an den Worten. Der Analphabet, der die verschiedenen Synonyme zu Begriffen - gleich auch miterklärt. Der aufwacht und erkennt, dass durch Wörter und Sprache Gefühle und Emotionen reicher werden. Dadurch, dass man auch sich selbt die eigenen Zustände erklären kann.


Ein einfacher Mann, ungebildet, Arbeiter, mit Macken lernt eine alte zierliche Frau kennen - Liebe auf den ersten Blick. (aber nicht so, wie sie jetzt denken, würde er jetzt sagen.) Und dann verändert sich sein Leben. und ihre…

Fragen von Max Frisch

Die Fragen von Max Frisch sind in diesem Notizbuch - mit Platz für eigene Gedanken - zusammengefasst.

Da Max Frisch im Mai seinen 100. Geburtstag feiert, habe ich ihn mir nun wieder ins Gedächtnis gerufen - und seine Bücher durch meine Hände gehen lassen. Beim Notizbuch bin ich nun als erstes hängengeblieben. Und zwar wirklich.

Ein kleines, feines Büchlein, mit Fragen, in einer Tiefe, die schmerzt (?) aufrüttelt (?) schockiert (?)

SEHR empfehlenswert, für kurze Augenblicke, aufschlagen, und denken.
für lange Abende, durchblättern, sinnieren. Zurückgeworfen werden.


Hier einige Kostproben

I, 6.
Möchten Sie das absolute Gedächtnis?


I, 17.
Was meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie sich selber übel, und wenn es nicht dieselbe Sache ist: wofür bitten Sie eher um Verzeihung?


I, 24.
Wofür sind Sie dankbar?


II, 19.
Wenn Ihre derzeitige Ehe als glücklich zu bezeichnen ist: worauf führen Sie das zurück? (Stichworte genügen)

III, 10.
Haben Sie hinreichende Beweise dafür, dass sich Frau…