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Es werden Posts vom Februar, 2011 angezeigt.

Die Einsamkeit der Primzahlen

Für mich ein Erwachsenenroman. Nichtsdestotrotz nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Ich habs normal bei Belletristik liegen. Weil ein Roman für alle Menschen.

Es beginnt sehr verwirrend. Eine Geschichte über ein kleines Mädchen. Nächstes Kapitel. Eine Geschichte über einen kleinen Jungen. alles in inneren Monologen gehalten. Was ist los? Warum sind die Kinder so einsam? In ihrer Not so allein gelassen?

Wärend des Lesens musste ich immer die Seitenzahl gegenchecken, da es schon so spät war und ich die größte Angst hatte, ich schaffe es nicht mehr in dieser Nacht fertig zu lesen, da ich schon so müde war. Aber eine Seite geht noch. Ich will nicht aufhören, will wissen, wie es mit Alice und Mattia weiter geht. Gut. nach 272 Seiten musste ich meinem Schlafbedürfnis nachgeben. - und das bedeutet, einen weiteren Tag auf die Fortsetzung warten müssen! Erst am Abend kann ich mir wieder das Buch zur Hand nehmen.

Das Ende entlässt einen nicht mit einem glücklichen Lächeln. Sie komm…

Alles falsch gemacht

Nun einmal zu einem grundsätzlichen Thema. Stellung der Frau in der Gesellschaft. Kolumnen von Elfriede Hammerl, 25 Jahre profil. Dieses Buch ist eine Sammlung der besten.

Zitat aus ihrem Buch "Alles falsch gemacht".
Erstes Kapitel. "Und wieder lockt der Push-up"

Damals, lang, lang ist´s her, in den siebziger Jahren, riefen junge Frauen die Emanzipation aus. Unter anderm deswegen, weil sie nicht so enden wollten wie ihre Mütter: so brav, so bieder, so eingeschränkt, so langweilig, so abgestrudelt, so alt.

... Wir wollten Wunschkinder zum erwünschten Zeitpunkt und wir wollten, dass sich die Männer an ihrer Betreuung zu gleichen Teilen beteiligten. (Wenn wir Glück hatten, beteiligten sich unsere Mütter.) Wir wollten eine qualifizierte Ausbildung und berufliche Aufstiegschancen, und wir waren sicher, dass beides erreichbar war. Erstens waren wir smarter als unsere Mütter. Zweitens waren die Männer unsere Genossen. Unsere Feinde waren nicht die Männer, unser Feind war da…

Sommer in Norwegen Ein Junge im Jahr 1961

Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte.

Die Geschichte eines gewöhnlichen kleinen Jungen, der in einer gewöhnlichen kleinen Welt glücklich mit seiner Mutter lebt. Ein Herz und eine Seele. Bis - bis die modernen Zeiten mit Trends und Moden sie überkommen, renoviert werden muss. Er ist der größte Helfer seiner Mutter. Alles ist in Ordnung. Bis - bis ein Untermieter gefunden werden muss, um die Miete weiter bezahlen zu können. Auch das stört den Fluss der Liebe und Voll-Angenommenheit nicht.

Bis - bis dieses kleine Mädchen auftaucht, das seine Halbschwester sein soll.

Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte erzählt eine schaurige Geschichte eines Jungen, der zuerst die Perfektion seiner Mutter-Sohn-Beziehung zerbröseln erlebt, der mit dem Eindringen von immer mehr Personen in sein Leben vordergründig gut zureckt kommt, aber dann zutiefst entäuscht und verletzt wird. Und - vor dem Eintritt in die nächste Entwicklungsphase - sein (Ur)-Vertrauen verliert.

Linda, seine Halbschwester kommt …

Anständig essen.

Anständig essen.
1.) das Cover ist super
2.) unmoralisierend, schnelle Sprache, spannend
3.) alles drin, was über Ernährung, Klimawandel und Ethik Thema ist
4.) KURZWEILIG

Karen Duve probiert es also selber. Anständig essen. Auch weil sie von Jiminy Grille - ihrer moralisierenden Mitbewohnerin - gequält wird. Also, warum nicht. Sie überlegt hin und her und wenn dann schon gleich ganz konsequent. Also, 2 Monate Bio, 2 Monate vegetarisch, 2 Monate vegan, 2 Monate frutarisch, und weil das noch kein Jahr macht, wird vegan verlängert.

Hier ist alles drin, erstens wie es einem Menschen bei radikaler Ernährungsumstellung wirklich geht, die Zerrissenheit zwischen Lust auf Steak und Bildern von Massentötung von Rindern, etc etc.

Warum es lesbar ist: Karen Duve beschreibt ihren Alltag, dazwischen eingeflickt ganz viel Wissenswertes (sie muss sich natürlich für ihr Projekt einlesen), sehr schnelle Sprache, und dann auch die Entwicklung, die sie selbst mitmacht. Bis sie sogar so weit geht, dass Jiminy …