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Es werden Posts vom April 8, 2010 angezeigt.

Donna Milner, Der Tag an dem Marilyn starb

Ein Familienepos aus Kanada. Die Sprache einfach, jedoch lässt sich von Anfang an erahnen, dass da etwas lauert.

Marilyn, eine großartige Frau, die - und das bleibt doch bis zum Ende ungelöst - (un)freiwillig bei einem Gasunfall stirbt. Ihr Mann, traumatisiert zurückgekehrt aus dem 2. Weltkrieg, kann seine Erlebnisse und schrecklichen Erfahrungen aus der japanischen Lagerhaft in Hongkong niemals mit ihr teilen.

Die Ehe ist vordergründig stabil, die Liebe zwischen beiden stark. Doch als die alten Geschichten vor Ort lebendig werden, bricht etwas in Marilyn. Wir erfahren trotzdem nie, wie genau dies vor sich gegangen ist. Aber wir erfahren den Schmerz des Mannes, der seine Albtraumerlebnisse seiner Frau nicht mitteilen konnte. Am Schluss gibts große Versöhnung der Hinterbliebenen, wobei ich doch das Gefühl nicht loswerden konnte, dass die Autorin hier ganz schnell fertigschreiben musste. Schade, der showdown bildet den Hinkefuß dieses sonst ergreifenden und wissenserweiternden Romans.

Wied…