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Es werden Posts vom April, 2010 angezeigt.

Ich geh dann mal heim

Gestern also, da musste ich noch ganz schnell ein paar Bücher einpacken. Weil ich auf Reisen ging. Und ohne Bücher in der Tasche (oder wenigstens einem Buch in der Tasche) kann frau nicht auf Reisen gehen.

Wie schwierig! Hektik, schon fast zu spät für die Abfahrt - welches nehm ich. Will ich jetzt noch einen Roman, oder solls was kurzes lustiges sein - und da, weil ich schon so oft vorbei gehe und es mich immer wieder anlacht (habe ich mich doch schon auf dem Gebiet interessiert)- ok ich nehms mit; die Erzählung zum Österreichischen Weitwanderweg Bregenz - Wien.

Schon voriges Jahr habe ich medial die blog-Variante und den Start eines ganz-normalen-Menschen für diese Wanderung Bregenz - Wien verfolgt. Die Karte zu den österreichischen Weitwanderwegen liegt schon länger zuhause, aber wann denn soll ich das angehen.


Also jetzt: zurück zu gestern. Ich glücklich mit dem Buch in der Tasche starte die Zugreise nach Wels. Und fange einmal ganz kurz an. Das Buch ist so schön bequem gegliedert. J…

Dr. Hope - Deutschlands erste Ärztin

Für alle, die wiedereinmal ein Buch über eine starke Frau gebrauchen können. Unglaublich, wie ein junges Mädchen 1870 (!) das Unmögliche möglich macht. Sie studiert, ohne dass Frauen ein Abitur anerkannt bekommen, ohne dass Frauen als ordentliche Hörerinnen zugelassen sind, Medizin. Und sie schafft es, die Anerkennung als ordentliche Ärztin zu bekommen.

Auch privat lebt sie ein selbstbestimmtes Leben.

Da können wir Frauen im 21. Jahrhundert uns ein Scheibchen abschneiden.

Gleichzeitig ist die Geschichte der Ich-Erzählerin so flüssig und leicht geschrieben, dass ich einfach am Samstag Nachmittag hineingesunken bin und erst aufgehört habe, als - leider - nach 285 Seiten Schluss war.

Ich würde das Buch ab 14 Jahren empfehlen. Und zwar allen Menschen.

Donna Milner, Der Tag an dem Marilyn starb

Ein Familienepos aus Kanada. Die Sprache einfach, jedoch lässt sich von Anfang an erahnen, dass da etwas lauert.

Marilyn, eine großartige Frau, die - und das bleibt doch bis zum Ende ungelöst - (un)freiwillig bei einem Gasunfall stirbt. Ihr Mann, traumatisiert zurückgekehrt aus dem 2. Weltkrieg, kann seine Erlebnisse und schrecklichen Erfahrungen aus der japanischen Lagerhaft in Hongkong niemals mit ihr teilen.

Die Ehe ist vordergründig stabil, die Liebe zwischen beiden stark. Doch als die alten Geschichten vor Ort lebendig werden, bricht etwas in Marilyn. Wir erfahren trotzdem nie, wie genau dies vor sich gegangen ist. Aber wir erfahren den Schmerz des Mannes, der seine Albtraumerlebnisse seiner Frau nicht mitteilen konnte. Am Schluss gibts große Versöhnung der Hinterbliebenen, wobei ich doch das Gefühl nicht loswerden konnte, dass die Autorin hier ganz schnell fertigschreiben musste. Schade, der showdown bildet den Hinkefuß dieses sonst ergreifenden und wissenserweiternden Romans.

Wied…