Dienstag, 11. September 2018

Schulbeginn - Maschinenstart.

An den Tagen rund um Schulbeginn steht die Welt der Eltern, Schüler und Lehrer Kopf. Von 0 auf 100 geht es los. Jedes Jahr aufs Neue. Jedes Jahr aufs Neue beginnt sich die Schulwelt neu zu drehen.

Langfristige Vorbereitung und Organisation ist angesagt. Würde für alle Beteiligten dringend benötigt werden. Warum aber ist das System so hartnäckig? Wo sind die Rädchenzacken, die da nicht vorhanden sind, so dass die Systeme ineinander greifen können.

Wo ist der Anfang? Der Anfang des Systems ist sicher die Schulverwaltung. Ein Moloch an Regeln, Vorschriften, Rücksichtln und Vorsichtln, Bevorzugungen, Benachteiligungen, politischen Spielchen. In diesem bürokratischen Moloch müssen sich Menschen flexibel bewegen (was per se etwas unmöglich erscheint), geht es doch um die Verwaltung von jungen Menschen; Kindern. Und dann noch diese Aussenwelt. Die Welt außerhalb der Schule. Die nach völlig anderen Gesetzen organisiert ist. Die Welt der Eltern. SGA (Schulgemeinschaftsausschuss) hin oder her. Da knallen Interessen aufeinander.

Die Schule ist aber das stabilere und mächtigere System. Nach ihren Regeln läuft dieses Spiel ab. Anfang - klar definiert. Ende - klar definiert. Dazwischen: Regeln, Normen, Anforderungen, Zwischenschritte. Pausen - klar definiert.

Und dann: große Ferien. Aufatmen, loslassen, auslassen. Vergessen, verdrängen, wegschalten. Pause. Große Großpause für alle. Nur nicht an das Ende denken. Und dann kommt es. Schneller als erwartet. Bumm. Raketenstart.

Bildergebnis für industriemaschineErschöpfung nach einer Woche. Frust. Durcheinander. Hin- und herjonglieren. Retten. Bis die Maschine wieder ihr Funktionstempo hat. Da muss stark angetreten werden, viel Kraft schnell und plötzlich hineininvestiert werden. Und dann läuft sie wieder. Rattert, schnauft,verarbeitet, stößt aus.

Bis zur nächsten großen Pause.