Samstag, 14. Juli 2018

Die Schönheit der Nacht. Von Nina George

Die Schönheit der Nacht

Die Schönheit der Nacht.
Nina George.

Das ist mein BUCH DES JAHRES 2018!

Von der ersten Seite an bin ich hineingesunken in das Leben von Claire, die alles so gut eingerichtet hat in ihrer Welt. Doch diesen Sommer wird sie ihre Struktur nicht mehr durchhalten. Etwas bricht auf. Und das hat damit zu tun, dass ihr Sohn seine neue Freundin mit ins Sommerhaus nimmt.

Eine Geschichte, von Ehe und Zeit. Davon, dass man irgendwann gezwungen wird, sein eigenes Leben zu leben.


Besprechung:
Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt - auf des Lebens Rausch, auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu - und werden danach nie wieder dieselben sein.
In der "Schönheit der Nacht" erzählt Nina George, Autorin des Welt-Bestsellers "Das Lavendelzimmer", sinnlich, intensiv und präzise von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen.

"Sie ist eine Frau, die in die Seelen der Menschen schaut." Thalia Magazin "Stories"




Also: an diesem Buch sollten Sie nicht vorübergehen, wenn Sie gerne gute Frauengeschichten und Entwicklungsgeschichten lesen.

Eure/Ihre Herta Emmer

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Freitag, 13. Juli 2018

Die relative Unberechenbarkeit des Glücks

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Die relative Unberechenbarkeit des Glücks.
Antonia Hayes
blanvalet

Dieses Buch hat mit gefallen, weil es eine Kombination aus leichter Unterhaltung, Wissen über Astronomie, schwerer Schicksalsschlag, Australien und nie endender Liebe ist.

Ein ideales Sommerbuch.

Einfach hineinsinken, sich selbst und die Welt vergessen, dem zwölfjährigen Ethan folgen, seiner Mutter, dem wieder auftauchenden Vater. Der Leidenschaft zur Physik lauschen. Sterne beobachen. Abschließen. Wieder auftauchen.

Eure
Herta Emmer
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Besprechung
Mit leichter Hand zeigt Antonia Hayes in ihrem Debütroman, wie unser ganzes Lebens von physikalischen Kräften bestimmt wird." Emotion

Langtext
Alles, was geschehen kann, geschieht auch. Und genauso kann man alles vermasseln und trotzdem ein guter Mensch sein."

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang ...

Sonntag, 1. Juli 2018

Das Leben wartet nicht. Von Marco Balzano

Das Leben wartet nicht
Das Leben wartet nicht.
Marco Balzano.
Diogenes.

Eines der Bücher, die lange auf meinem SUB "Stoß ungelesener Bücher" gelegen sind. Dann gewandert. Der SUB wird von Zeit zu Zeit durchforstet. SNB "Stoß nichtgelesener Bücher" -> weiterschenken. Weiterhin auf SUB bleiben. oder beim Umsortieren wechseln in SAB. "Stoß angelesener Bücher".

Jedenfalls blieb Marco Balzano immer dabei. Im Spiel sozusagen.

Ich kannte den Autor nicht. Mich berührten die ersten Sätze. Ich wusste, es ist ein gutes Buch. Und die Zeit wird kommen, der richtige Moment, das Buch zur Hand zu nehmen und zu lesen. Ja, jetzt war es so weit. Ein Buch, das es verdient, langsam gelesen zu werden.

Der kleine Ninetto, Süditalien, Armut. Sardellen. Jeden Tag eine Sardelle. Schule, der Lehrer als Hoffnung, bis ins späte Alter kann er die gelernten Gedichte auswendig. Nur Lyrik hat einen Wert für ihn. Dann die Erkrankung der Mutter, er muss mitarbeiten. Aus und vorbei ist es mit der Schule. Sein Lehrer bleibt als prägende positive Figur.

Die Geschichte beginnt mit der Jugend und dann die Zeit im Gefängnis. Wir wissen lange nicht, was er denn getan hat, nur dass es etwas sehr schlimmes gewesen sein muss. Etwas, für das man büßen muss.

Marco Balzano erzählt in einer bildreichen Sprache die Geschichte vieler italienischer Kinder aus dem Süden, die schon sehr früh, mit 9, 10 Jahren alleine nach Norditalien geschickt wurden; sie sollten dort ihr Überleben sichern. Er selbst kommt aus so einer Familie und hat sich dieses Themas angenommen. Ninetto ist eine erfundene Figur, so hätten viele sein können. Er verschmelzt die vielen Geschichten, die ihm erzählt wurden - die Menschen leben ja noch - in diesen Roman hinein und schafft Literatur.

Viele, sehr beeindruckende Sätze finden sich, sie wären markierwürdig gewesen. Doch der Bleistift war nicht da. Ein Buch eines verlorenen Lebens. Der Rückblick eines Mannes in den fünfziger Jahren seines Lebens. Es hätte da ganz viel sein können. Er hätte Lehrer werden können oder Dichter. Ja, viele Geschichten sind in ihm, aber nie herausgekommen. Er hätte viele Kinder lieben können, aber da war nur eines, er hätte gerne so viel Zeit mit seiner Familie gehabt, aber da war immer die Existenzsicherung, stupide Arbeit in einer Fabrik. "... die einem das Hirn verblödet".

So viel "hätte", "wäre" und dann: ist nicht mehr drinnen. In diesem, seinem Leben. Es war nicht mehr möglich.
Und die Hoffnung: Die Kinder, die Enkelkinder, sie sollen es besser haben, sie sollen den sozialen Aufstieg schaffen.

Jetzt warte ich auf das nächste Buch von Marco Balzano.


Eure Herta Emmer

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