Sonntag, 1. April 2018

Lied der Weite. Von Kent Haruf

Lied der Weite
Lied der Weite. Von Kent Haruf.
Verlag Diogenes

Kent Haruf habe ich mit dem Roman "Unsere Seelen bei Nacht" kennen- und lieben gelernt. Leider ist er schon verstorben, deshalb können wir ihn nicht mehr live erleben. Diogenes hat ihn entdeckt und ins deutsche übersetzt.

Sein Tonfall, seine stille Betrachtung der Landbevölkerung, sein ungeschminkter Blick auf die nicht so sichtbaren, die einsamen, die ausgestoßenen, die merkwürdigen, die verlassenen, die brutalen ist deutlich, die Sprache klar und einfach, doch niemals zeigt der Zeigefinger nach oben, niemals moralisiert er.

Lied der Weite handelt von drei parallelen Geschichten; das Mädchen, das plötzlich schwanger ist, die zwei kleinen Buben, deren Mutter an Depressionen leidet, die schrulligen Bauernsöhne, die alleine die Landwirtschaft führen. Alle wohnen im selben Dorf. Sie haben  - noch - nichts miteinander zu tun. Ja, und die Lehrerin. Sie verwebt die Netze.

Ich finde, man sollte sich Kent Haruf nicht entgehen lassen. Er ist so schön zu lesen. So still und episch, so fein und gelassen.


Gleich besorgen im online-shop oder persönlich in den buchwelten.

Eure / Ihre Herta Emmer
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