Dienstag, 23. Januar 2018

Mörderisches Ufer. Ein Fall für Thomas Andreasson.

Mörderisches Ufer
Mörderisches Ufer. Der achte Fall von Thomas Andreasson.
Geschrieben von Viveca Sten. Verlag Kiepenheuer & Witsch.


Wie immer bei Viveca Sten ist es außerordentlich gefährlich mit einem Krimi anzufangen. Denn man hört nicht mehr auf. Was in Zeiten von hunderttausend Verpflichtungen und sonstigen Arbeiten, die man sich vorgenommen hat, nicht ideal ist. Denn alles bleibt unerledigt und unaufgearbeitet.

Ich habe Teile 1, 2, 3 und 4 gelesen, dann keines mehr angegriffen, aus oben genannten Gründen. Und auch, weil ich mir dachte, ich kann ja nicht nur über eine Autorin die ganze Zeit schreiben, weil ich sonst nichts gelesen habe.

Der ORF hat mich gebeten bei Guten Morgen Österreich drei Bücher zu beschreiben, eines davon sollte ein schöner Krimi sein. Nun, was macht Herta da? Sie greift zum neuesten Band von Viveca Sten. Das kann nur gut sein, beginnt zu lesen - und beendet das Buch nach einigen Stunden. In der Zeit ist Herta für die Umgebung nur bedingt ansprechbar. Man ist froh, dass es die Nacht gibt.

In diesem Band geht es um Kindesentführung und um Geldhinterziehung. Das bewährte Freundespaar Nora und Thomas begegnet uns wieder, in den letzten Jahren haben sich einige Änderungen ergeben. Kinder sind dazugekommen, Scheidungen wurden verarbeitet, Jobs gewechselt. Aber es macht gar nichts, dass man ein paar Bände ausgelassen hat, Viveca Sten erklärt schön in Nebensätzen, was passiert ist und wir sind voll im Bilde.

Ich bin natürlich ziemlich irregeführt worden. Dachte bei der Entführung an ganz andere Täter und Gefahren, als diejenigen, die es dann gewesen sind. Die Geschichte hat mich gefesselt, gehalten, und sie hat sich nicht ganz so schrecklich aufgelöst, wie ich vermutet habe, aber schrecklich genug.

Mehr kann ich vom Krimi leider nicht erzählen, da ich sonst die Spannung zerstöre.

Es ist ganz einfach. Hinsetzen, Buch aufschlagen, zu lesen beginnen, auf der letzten Seite aufhören, Buch zuschlagen, aufstehen, weiter machen.

Eure Herta Emmer

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Mittwoch, 3. Januar 2018

Raunächte

Raunächte
Raunächte.
Über Wünsche, Mythen und Bräuche - Märchen für Erwachsene
Von Isabella Farkasch. Verlag Goldegg

Schön erzählt sie die Geschichten über die Raunächte, die am 25. Dezember beginnen und am 6. Jänner enden.

Aber es gibt auch schon Weisungsnächte davor, der 21. Dezember als Wendetag und der 24. Dezember, die 0. Raunacht, Heilig Abend.

Mit diesem Buch durch diese Zeit "zwischen den Jahren" zu gehen, beruhigt, besinnt, gibt ihnen einen mystischen Anstrich, etwas, wonach wir in dieser Nicht-Zeit schon Sehnsucht haben. Rückschau, Vorausschau, Abschließen und Neu Beginnen sind die Themen von 25. Dezember bis 6. Jänner.

Wir wünschen uns doch gegenseitig alles Mögliche. Glück, Segen, Gesundheit, Erfolg. Wir schenken uns Glücksbringer; Kleeblätter, Sparschweine, Rauchfangkehrer, Hufeisen, Pilze. Und da sage mir einer etwas von Aberglaube!

Jedenfalls zahlt es sich aus, die Geschichten zu lesen, etwas abzusinken in die Märchenwelt, sich mit der Anderswelt auseinanderzusetzen. Wie lieben wir doch die Sagen von Merlin und den nordischen Göttern, die Geschichten von Tolkien, Herr der Ringe, von den Hobbits und Elfen, den Zwergen und Magiern, wie erfolgreich waren die Harry Potter-Bände, wo alles, was wir an mythischem Glauben haben schön verpackt wurde.

Da können wir uns doch auch dieses Buch zur Hand nehmen und die Geschichten von der Frau Holle, von Glück und Unglück, von alten Bräuchen und Erzählungen, genießen.

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