Sonntag, 24. September 2017

Lesen hilft. Immer.

 Lesen hilft. Immer.

Das steht auf einer Kette, die ich bekommen habe. Weil sie so zu mir passt. Ich finde ja, weil das immer passt.

Lesen ist kein Selbstzweck. Eine Kulturtechnik zu beherrschen, nur so.

Das macht wenig Sinn. Es geht darum, zu erkennen, warum man lesen kann (können muss).

Weil man eintauchen kann in andere Menschen, andere Gefühle. In Geschichten, die man selbst nie erlebt hat und auch nicht erleben wird. Weil sie in einer anderen Zeit, an einem anderen Ort spielen.


Und die Neugier? Ich will die Welt erfahren. Fragen tauchen in mir auf. Ich will sie auflösen.
Ein Buch hilft. Eine Zeitung. Eine Zeitschrift. Eine Meldung auf facebook.
Und was ich gar noch nicht wusste? Ich erfahre Dinge, von denen ich keine Ahnung hatte. Ich bilde mir einen kritischen Geist heraus. Diskutiere mit anderen.

Lesen hilft.
Wenn ich etwas noch nicht weiß.
Wenn ich mehr wissen will.
Wenn ich traurig bin, verlassen, liebesbedürftig.

Wenn ich die Welt draußen lassen will.
Wenn ich glücklich, lustig, blitzend bin
Wenn ich die Welt herein lassen will.

Lesen hilft.
An den regnerischen Tagen. An den Tagen, an denen es zu heiß für irgendwas ist. An den kalten Wintertagen. In den Nächten.

Wenn ich mir unsicher bin. Wenn ich mir ganz sicher bin. Wenn ich eine Lösung suche. Wenn ich in meinem Problem versinken will.

Lesen hilft.
Wenn ich an der Welt teilnehmen will. Wenn ich nicht an der Welt teilnehmen will.

Lesen hilft immer.









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