Sonntag, 9. April 2017

Unsere Seelen bei Nacht. Kent Haruf

Unsere Seelen bei Nacht.
Kent Haruf.
Diogenes.

Lange Zeit schon habe ich kein so berührendes Buch gelesen. Eine Frau, 70, klopft bei der Tür ihres Nachbarn, ersucht, eingelassen zu werden, und eröffnet ein ungewöhnliches Angebot: wenn er möchte, sie würde sich sehr freuen, könne er jede Nacht bei ihr übernachten. Die Nächte seien das Schlimmste, wenn man so allein ist.

Er, 70, .... ?!

Er packt sich dann zusammen, Zahnbürste, Pyjama. Und kommt zu ihr. Sie liegen im Bett, schauen an die Decke, wie ist das? So nach vielen Jahren des Witwen/Witwerdaseins neben jemandem zu liegen?

Alles ein bißchen - peinlich? Komisch jedenfalls.

Daraus entwickelt sich eine zuerst verborgene, dann öffentliche Beziehung.

Dürfen die das? In diesem Alter? Was sagen die Kinder dazu? Skandal!?

Kent Haruf beschreibt in diesem Roman in einer ganz einfachen, alltäglichen Sprache, genau das. Zwei Alleinstehende, die sich annähern. Langsam, nebenbei, wächst ein zartes Pflänzchen der Vertrautheit, der Annäherung.

Dieses Buch hat mich ganz in seinen Bann gezogen, ich habe es auch gleich beim #Literaturkreis vorgestellt, der Anfang - vorgelesen - beeindruckend.


Nehmen. Lesen. Versinken.
Ärgern. Schmunzeln.

Ihre/Eure
Herta Emmer

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