Freitag, 6. Januar 2017

Supergene. Von Deepak Chopra und Rudolph E. Tanzi

Supergene. Die neuesten Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft für ein langes gesunes Leben. nymphenburger Verlag.
Von Deepak Chopra und Rudolph E. Tanzi

Chopra und Tanzi sind amerikanische Wissenschaftler. In diesem Ton ist auch das Buch geschrieben. Sehr (sehr!) populärwissenschaftlich. In unseren europäischen Gefilden ist das ja außerordentlich verpönt. Dass wissenschaftliche Erkenntnisse für Nicht-Wissenschaftler lesbar und verständlich dargestellt werden. Die Amerikane haben da nicht solche Standesdünkel.

Was für gewöhnliche Menschen wie mich ein Vorteil ist (nachdem ich meine Näschen etwas runtergenommen habe, war ich doch auch irritiert). Ich lese dann diese wissenschaftlichen Erkenntnisse, bilde mich weiter, erfreue mich der neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaften.

Die Erkenntisse der Wissenschaft zur Mächtigkeit unserer DNA sind so atemberaubend spannend, so grundsätzlich erkenntniserweiternd und revolutionär, dass man gar nicht aufhören kann.

Was sagt das Buch aus. Etwas, das wir in unserem Alltag kennen, empirisch beobachtet, kann jetzt gemessen werden. Kaum kann etwas gemessen werden, ist es reell und keine Phantasie von Esoterikern oder weisen alten Frauen.

Herz, was willst du mehr!

Wir können unsere Gene beeinflussen.

Welche Aussage!

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Das Amerika der Seele. Karl Ove Knausgard

Das Amerika der Seele.
Karl Ove Knausgard.
Luchterhand Literaturverlag

Üblicherweise kann man ziemlich blind lesen, was aus dem Luchterhand Literaturverlag kommt. Die AutorInnen, die hier gelistet sind haben alle etwas ganz besonderes an sich.

wie z. B. Karl Ove Knausgard. Von ihm habe ich seine vielschichtige Selbstportraitierung (min kammp in Norwegen), im Deutschen Bereich Sterben, Leben, Lieben, Spielen, Träumen, der letzte Teil fehlt noch - mit einer Entdeckerfreude gelesen, dass ich mich fast nicht einkriegen konnte, wenn ich den Menschen in der Buchhandlung Knausgard vorgestellt habe.

Für ihn bin ich sogar mitten im Schulbeginnsgeschäft, 2015, nach Wien gefahren, um ihn live zu erleben. (hysterische, romantische Fanin)

Jetzt bringt er in "Das Amerika der Seele" Reden, Essays heraus. Jede Rede, sammelt ein Thema ein, durchmixt es und klärt es wieder auf.

Meine liebsten Kapitel sind die über die Fotografin Francesca Woodman und der Essay über Breivik. Erschütternd, nachvollziehbar und dankbar, dass jemand solche Worte finden kann. Er ist ein mutiger.

Ich bin froh, dass wir einen Literaturkreis in Oberpullendorf installieren. Gründen ist wohl besser ;-)

Denn über gewisse Inhalte z. B. dieser Texte würde ich gerne Reflexion mit anderen Menschen halten. Diese Texte sind groß und beinhalten so grundsätzliche Eindrücke von Mensch-Sein (z. B. eben das Kapiel, was Kunst ist, und was den Mensch zum Menschen macht), dass es schade ist, es nur für sich allein gelesen zu haben. Hier wäre Teilen sehr bereichernd.

#LiteraturkreisOberpullendorf
#grenzenloslesen
#buchwelten

Das sind so die Spuren, die ich lege, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen ...

Knausgard gehört gelesen.
Das Amerika der Seele ist ein guter Einstieg (bitte nicht über das erste Kapitel erschrecken! Er fängt gerne mit grundsätzlichem an.)

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Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt. Paulo Coelho

Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt. Geschichten und Gedanken.

Dass ich (fast) alles von Paulo Coelho gelesen habe, dürfte nicht verwundern. Man hat eben auch seine tiefsinnige, romantische, menschlichwachsen Seite.

Aber gerade dieses schon lange am Markt seiende Buch war noch nicht in meiner Sammlung. Warum nicht? Manche Fragen können nicht beantwortet werden...

An einem dieser späten Novemberabende, ich bin noch in der Buchhandlung, man geht noch ein bißchen herum, schaut den Büchern beim Einschlafen zu, nimmt die Ruhe an, die Gedanken, dieser ewige Strom der Millionen elektrischen Funken, verlangsamen sich. Was mitnehmen? Was heute noch durchlesen?

Ich streife von Regal zu Regal, nehme dies in die Hand, drehe dort um, ziehe meine Kreise durch alle Abteilungen. Man möchte sich aufbauen lassen, nichts frustrierendes heute, bitte, etwas zum Entspannen. Etwas, wo die Nacht kommen kann, Gedanken, die jemanden gut einschlafen lassen. Wo man keine verstörten Träume zu erwarten hat.

Aber blöd darfs auch nicht sein. Und nicht banal. Gnade.

Nun, der Diogenes-Ständer. Und da fällt mir dieses Buch in die Finger. Kenne ich noch nicht. hm. So was.

Die Entscheidung war getroffen.

Mit Coelho ins Bett. Aufschlagen, anlesen, einschlafen, am nächsten Tag wieder. Diesmal mehrere Episoden.

Er hat hier einfach Gedanken, die sicherlich schon lange auf seinem Schreibtisch herumgelegen sind, zusammengefasst. Nichts großartiges. Einfach sein Leben. Ein Alltag, gefüllt mit Erfahrungen und Gedanken.

Man findet sich. Manchmal auch nicht so sehr. Dann wieder. Ein bißchen zuschauen, mitdenken.


Auch schön zum Weiterschenken.

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Was ich dir schon immer sagen wollte. Alice Munro

Was ich dir schon immer sagen wollte.
Alice Munroe, Literaturnobelpreisträgerin, wieder einmal mit exzellenten Kurzgeschichten.

Dass ich ein großer Fan von Alice Munro bin, ist meinen LeserInnen wohl nicht entgangen. Jetzt, genauer im November 2016 habe ich mir wieder eine ihrer Kurzgeschichtensammlungen gegönnt.

Wobei "Kurzgeschichten".
Das, was wir im deutschsprachigen Raum landläufig unter Kurzgeschichten verstehen und das, was Alice Munro in ihren präzisen Romanen erschafft, sind mindestens zwei Paar Schuh.

Sie kann in einer unglaublich leichtgängigen Sprache, mit Mäandern in kleinste - unwichtige - Details auf kleinem Platz das ganze Universum der Alltäglichkeit, Unmöglichkeit und Tiefe des Menschen darstellen.

Eine geniale Künstlerin der Sprache.

Ihre Sammelbände sind ideal für Zeiten, wo man einen ganzen Roman, und derzeit schreiben die AutorInnen ja diese Riesendinger mit 700-1000 Seiten, nicht erfassen kann und will, sich nach längeren Pausen die Personen nicht gemerkt hat, nachblättern muss, warum dies oder jenes gerade so ein Problem darstellt.
Alice Munros Geschichten sind ideal für einen Abend. Abschalten, hinschauen, die Augen heben, nachwirken lassen.


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Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?

Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?
Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann erzählen und philosophieren sich durch die wichtigsten Grundwerte und Grundemotionen des Menschseins.

Dieses Buch ist sehr wohl geeignet, es in einem Zug durchzulesen, gleichzeitig aber, ist es ein Handbuch, das man - nomen est omen - bei der Hand hat, immer wieder zum erforschen, kleine Details wiederzuentdecken, Sich der schönen Sprache zu erfreuen.

Diese beiden großen Denker Östererichs haben ein leichtgängiges, tiefgründiges, wunderbares Werk geschaffen, das wert ist, von ganz vielen Menschen gelesen zu werden.

meint Herta Emmer

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