Montag, 12. September 2016

Die Älteste. Von Thomas Sautner

Die Älteste
von Thomas Sautner
Roman Picus

Die Älteste.

Das Buch liegt seit Feber 2015 (!) in meinem Bücherregal. Unberührt. Niemals wieder zurückgegeben. D.h. in die Buchhandlung zurückgebracht. Immerhin trage ich viele Bücher von hier nach dort und wieder zurück. Dazwischen sortiere ich welche aus, reihe um. Dieses ist immer an seinem Platz geblieben. Im Wissen, dass ich es lesen werde.

Und diesen Sonntag war es soweit. Ich habe totale Lust auf ein neues Buch. Eines, das ich noch nicht angelesen habe, eines, das mich sofort in seinen Bann zieht und mich nicht mehr auslässt.

Die Älteste.

Ja, nehmen, aufschlagen, verschlingen, langsam, genussvoll, vertieft, selbstvergessen. Jede Störung von außen - eine Zumutung.
Dazwischen mache ich gute Miene zum bösen Spiel. Ich unterbreche die Lektüre widerwillig, aber natürlich rational verständig gegenüber meinen Mitmenschen. Ich will einfach nur weiterlesen. Wissen, wie es weitergeht. Hineinversinken in die Geschichte dieser Kopftumorfrau, die ins Waldviertel zu einer weisen Alten fährt, in den Wald, tief in den Wald und dort einige Tage bei ihr lebt.

Viel innerer Monolog, viel praktischer Pragmatismus der Alten, viel Verkopftheit unserer hochgebildeten Frau, in Top-Position, 2 liebe Kinder, eine gute Partnerschaft; und nur mehr einige Monate zu leben. Von den Ärzten aufgegeben. Die Freundin reicht einen letzten Strohhalm. Dort gibt es eine. Eine Bekannte einer Bekannten hat gehört... Sie reist dorthin. Nützt nichts, schadts nichts.

Beeindruckend, tiefgängig, für Rationalisten ein Graus, für Fühlende bereichernd, für Zweifler eine Herausforderung.

Dank an Thomas Sautner für den Roman.


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sowie in der Buchhandlung www.buchwelten.at

Tony Soprano stirbt nicht.

Antonia Baum. Tony Soprano stirbt nicht.

Hoffmann und Campe

Tony Soprano stirbt nicht wurde mir bei einer Buchempfehlungs-Veranstaltung vorgestellt. Neben zig anderen. Viele kommen dann auf die Liste "Will ich jedenfalls lesen". Viele davon sind körperlich in die Buchhandlung gekommen (auch dieses), manche körperlich zu mir nach Hause, davon einige aufs Nachtkastl, und Tony Soprano stirbt nicht wurde in einem Zug gelesen.

Mich begeistern einfach Geschichten, die so aus dem "ich" kommen. Antonia Baum beschreibt den schweren Unfall des Vaters, der unverletzlich, stark und unnahbar ist. In diesen Stunden und Tagen, Fahrt zum Unfallkrankenhaus, stehen vor dem Bett, warten, in all dieser Zeit durchlebt unsere Protagonistin das Leben mit ihm, dem Vater.

Und der Frage, was ist ein angemessenes Verhalten, wie würden sich die Sopranos verhalten, inwieweit haben wir noch Zugang zu uns, und inwiefern haben wir Verhalten über Serien gelernt? Wie ist es richtig? Was können wir erwarten? Wie sollen wir uns verhalten? Im Angesicht des Dramas.

Ihre Gedanken ziehen sich durch diese Zeit, bis die Lösung (Erlösung) kommt.


Von dem Buch war/bin ich begeistert wie selten. Es ist ganz dünn, aber unglaublich dicht geschrieben, gleichzeitig in einer sehr leichten, persönlichen Sprache, geerdet und in Träumen sich verlierend. Selbstbeobachtend und niemals im jetzt. Immer mit dieser speziellen Distanz.

Sehr genussvoll. Antonia Baum werden wir uns merken.


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Mach dich unbeliebt und glücklich







Mach dich unbeliebt und glücklich
und nimm dir vom Leben, was du willst

Diane Dreeßen.

dtv.




Das Buch kommt etwas schreierisch daher. Und entpuppt sich dann als wirklich professioneles Coaching-Buch. Diana Dreeßen ist Management Coach und weit entfernt von jeglicher weicher Esoterik.

Sehr annehmbare Tipps, mit viel Humor vorgetragen, eine wirkliche Überraschung für mich!

Vom Klappentext:
Viel Feind, viel Ehr: Wer Konfliktsituationen nicht meidet, sondern meistert, verschafft sich Respekt; wer beherzt und couragiert für sich und seine Überzeugungen eintritt, bestimmt den Platz, der er im Leben einnimmt.

Wer nun meint, das Buch würde aggressives Verhalten promoten, irrt gewaltig. Es geht vielmehr um Klarheit und respektieren der eigenen Position.

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Alles im Griff. Eine Business Soap

Martin Suter. Alles im Griff. Eine Business Soap
Verlag Diogenes

Wie immer bei Diogenes, man kann ein Buch blind nehmen und es ist gut.

Steigerunsstufe: Martin Suter.
Dann ist für gute Unterhaltung gesorgt.

Bei dieser kleinen Soap habe ich mich wirklich köstlich amüsiert, diese Möchtegern-Karrieristen, mit all ihren Fettnäpfchen. Pur aus dem Leben gegriffen!

Sehr gut, Kurzweilig, spiegelbildlich.


Man kann es auch gleich bei mir kaufen. buchwelten-online-shop und/oder direkt in der Buchhandlung www.buchwelten.at