Samstag, 12. März 2016

Der Name Gottes ist Barmherzigkeit. Von Papst Franziskus.

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Der Name Gottes ist Barmherzigkeit.
Von Papst Franziskus
Erschienen im Verlag Kösel

Ein Gespräch zwischen Andrea Tornielli und Papst Franziskus.

Und genau das ist, was dieses Buch so besonders macht. Einfach Fragen des Herrn Tornielli, einfache Antworten von Papst Franziskus. Andrea Tornielli fragt Papst Franziskus zu seinen Beweggründen, er kennt ihn sehr gut, fragt zu Details der Aussagen des Papstes und dieser antwortet in einer sehr lesbaren, klaren Sprache.

Ein Buch zum Von-Vorne-nach-Hinten-Lesen. Zum Aufschlagen, und die zufällig erwischte Seite lesen, zum von Hinten-nach-Vorne-Lesen. Zum Nachwirken. Zum Nachdenken. Für AHA-Erlebnisse.

Dieser Papst ist radikal.

Erfrischende Lektüre auch für jene, die mit "der Kirche" so nichts "am Hut" haben.

Und: sehr geeignet als Geschenkbuch für vielseitig Interessierte, für Spirituelle, Gläubige, Ungläubige, Abgewandte, Zugewandte, kritische Geister.

Hier gleich besorgen. www.buchwelten.at und im buchwelten-online-shop.
Es ist übrigens lagernd. Ob in alle Ewigkeit kann ich nicht versprechen. Aber sicher sehr lange.

Enigma. Von Eric-Emmanuel Schmitt


An einem Sonntag. Ich krame in meinen Regalen herum. Sortiere (was ich sehr liebe), schaue, gustiere, probiere aus. Im CD-Player läuft gute Musik. Die Welt steht still. Ein perfekter Sonntag.

Ich sortiere meine Hörbücher. Sortierkriterium. Schon gehört - noch nicht gehört. Da fällt mir Enigma in die Hände. Das habe ich mir noch nie angehört! Einmal reinhören.

Man muss grundsätzlich sagen, dass ich Erich-Emmanuel Schmitt sehr gerne lese.
z. B. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Nun mache ich etwas, das man als Buchhändlerin wahrscheinlich nicht machen sollte. Ich spreche über ein Hörbuch, das nur mehr antiquarisch zu besorgen ist. Aber was soll man machen? Die Geschichte, dieses Hörspiel ist zu gut, als dass man sie nicht erwähnten dürfte.

Enigma. Ein Journalist und ein Autor/Schriftsteller. Interview. Sehr distanziert. Der Autor unmöglich unfreundlich. Der Journalist bemüht sachlich. Unterhalten sich. Und in dieser feinen Sprache, in dieser verkrampften Szenerie schälen sie die Leben der beiden ab. Sie schälen sich Schicht um Schicht aus. Der Journalist lässt sich nicht vertreiben und treibt den Schriftsteller vor sich her.

Doch all das ist erst sehr viel später, im Laufe der Geschichte erfahrbar. Eine Spannung baut sich auf, ein Fragezeichen auf der Stirn. Was ist da los? Worum geht es? Woher diese Heftigkeiten? Warum geben beide nicht auf? Und dann doch. Abbruch. Weitermachen. Eine Lebensbeichte. Beide zeigen ihr wahres Gesicht. Niederschmetternd. Erleichternd. Kehrtwendungen.

Beide Männer lieben ein ganzes Leben die gleiche Frau. Der eine als Ehemann, der andere als heimlicher Geliebter. Doch die Wahrheit. (Kann leider nicht verraten werden, da sonst die Spannung aus der Geschichte weicht.)

Ich sitze jedenfalls gebannt vor dem Radio. Höre zu und versinke. Atemlos bin ich Szene für Szene dabei. Selten so gutes Hörspiel gehört. Gratulation an die beiden Sprecher Jürgen Hentsch und Winfried Glatzeder. GRANDIOS!!! Burgtheaterniveau! Dauer: 77 min.

Alain Delon sagt: "Eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe."

 Eric-Emmanuel Schmitt ist übrigens Franzose.

Ich besorge es gerne, für alle jene, denen jetzt das Wasser im Mund zusammengelaufen ist.
email an: office@buchwelten.at

H wie Habicht. Von Helen Macdonald.

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H wie Habicht.
Von Helen Machdonald.
Verlag Allegria.

H wie Habicht hat lange Zeit die Bestsellerlisten im Sachbuch angeführt. Ich hatte das Buch in der Belletristik liegen. Warum Sachbuch? Mir erschien das immer wie ein Roman. Und überhaupt. Dieses Cover. Und was interessieren mich Habichte? Warum soll ich ein Buch über einen Habicht lesen?

Ja warum denn?

Weil es eine magische Anziehungskraft hat. H wie Habicht ist so gut, dass ich mich diesem Sog nicht entziehen konnte. Für dieses Buch mussten einige andere weichen, sind im Stoß nach unten gerutscht. H wie Habicht war ganz oben.

Die Geschichte. Sie, alleinstehende Frau. Papakind. Wissenschaftlerin. Erfolgreich. Und dann der Knick. Der Vater stirbt. Sie, fällt. Und beschließt, einen Habicht zu zähmen.

Das kommt nicht von ungefähr. Seit ihrer Kindheit ist sie die Stille, die Beobachterin. Sie war schon früh mit ihrem Vater in der Natur. Still halten, still. Dann kommen die Tiere. Dann kannst du fotografieren. Ihr Vater war Fotograf. Schon in der Volksschulzeit liest sie - völlig altersungerecht - Riesenschmöker aus einer anderen Zeit. Über das Zähmen von Vögeln. Von Falken im Speziellen. Was sie auch schon bald gemacht hat. Aber ein Habicht. Das ist die Königsklasse.

Sie zieht sich zurück.

Ein Jahr begleiten wir sie. Ein Jahr der Trauer, des Abschieds, der Einsamkeit. Und der großen Aufgabe. Die völlige Selbstaufgabe für jemanden anderen. Für einen Habicht. Vertrauen schaffen, Bekanntheit. Die gleicht Sprache verstehen. Sich einlassen.


Ein grandioser Roman! Eine wahre Geschichte. So viele unterstrichene Zeilen. So viel Wahres. So viel Tiefe.

Jedem Menschen möchte ich dieses Buch in die Hand drücken. Den Tierfreunden, den Trauernden, den Anderen. Den Stillen, den Lauten.


Gibts natürlich bei mir in der Buchhandlung www.buchwelten.at und im Buchhandlungs-online-shop. Das können wir ja schon alles, wir wilden kleinen Buchhandlungen.

Ich wünsche sehr viel Freude, tiefes Lächeln, ergriffen sein.