Mittwoch, 26. Oktober 2016

Maulina Schmitt. Von Finn-Ole Heinrich.

Die erstaunlichen Abenteuer der einzigartigen, ungewöhnlich spektakulären, grenzenlos mirakulösen Maulina Schmitt.
Geschrieben von Finn-Ole Heinrich. (Finn-Ole ist ein Männername)
Gemalt von Rán Flygenring. (Rán ist ein Fraunname)
Erschienen bei Hanser.

Zu Maulina Schmitt. Maulina Schmitt ist mir vor einigen Jahren in einer Buchempfehlung aufgefallen. Niemand wusste, welchem Kind man dieses Buch empfehlen soll, da es um Trennung und Krankheit geht. Ein bißchen viel für ein Kinderbuch, sagt man.

Das Buch habe ich nur sehr ausgewählt empfohlen, noch hatte ich es selbst nicht gelesen, kannte nur das Buch selbst, hatte reingeblättert, die Rezensionen gehört und gelesen.

Doch ich habe es nie aus dem Sortiment genommen. Dann kam schon der zweite Teil. Der erste ist hellblau, der zweite grün. Wieder Maulina Schmitt. Ich sollte sie doch lesen. Ein Jahr später der dritte Teil. Ich habe sie noch immer nicht aus dem Sortiment genommen, zu wertvoll und einzigartig erscheint es mir (so wie "Die Welt, wie Delly sie sieht".

Und jetzt musste es einmal sein. Ich nehme mir Teil 1 mit nach Hause (der hellblaue Teil). Fange an und kann mich überhaupt nicht mehr entziehen. Maulina ist so durch und durch stark als Person, so wunderbar zornig, so fantasievoll in ihrer Rache, und ein Kind. Sie muss noch 71/2 Jahre warten, bis sie erwachsen ist und endlich tun kann, was sie will.

Am nächsten Tag nehme ich gleich Teil 2 (Warten auf Wunder) mit nach Hause - auch hier. Ins Bett, Welt aus, Maulina rein, durchgelesen. Keine Minute unterbrochen.

Für Teil 3 muss ich suchen gehen - es hatte sich in den Regalen verreiht, war von den 10jährigen zu den 12jährigen gerutscht (was in meiner Buchhandlung ein völlig anderes Regal ist - einmal umdrehen bitte!) Und dann Teil 3. Ende des Universums.

Ich möchte die Maulina Serie vorlesen, gemeinsam mit Kindern lesen. Es ist so echt. Kindern wird so oft das Leben vorenthalten. Doch das dürfen wir nicht. Sie sind im echten Leben mit all den Themen konfrontiert, uns hier ist eine Protagonistin, der es auch so geht. Sie wird mit Problemen konfrontiert, die die Erwachsenen, ihre Eltern haben. Und sie muss da mit. Ob sie will oder nicht.

Das Buch ist nicht melancholisch, es ist einfach so, wie das Leben so ist. Zorn, Trauer, neue Umgebung, hasse alle, Mutterliebe, verloren sein und aufgehoben sein. Neue Freunde finden, alte Freunde behalten, eine neue Frau in Papas Leben (Eindringling!), Mama hat "Die Krankheit". Umzug. Opa ist witzig, große Aufgaben mit den Freunden. Im letzten Teil stirbt Mama an "der Krankheit". Papa ist da, auch wenn Maulina "die Neue" nicht mag, ihre zwei kleinen Brüder liebt sie sehr, sie kommt zurück nach Hause, in ihr Paradies, Mauldawien, aber auch hier verändert. Es wird gut weitergehen, vieles hat sich verändert. Sie ist eine starke Persönlichkeit geblieben, der Maul hat sich in den letzten drei Jahren etwas zähmen lassen (Zornausbrüche), sie ist älter geworden.

BITTE LESEN SIE DIESES BUCH MIT IHREN KINDERN!!!
LIEBE LEHRERINNEN: BITTE LEST DIESES BUCH IN DER KLASSE!!!

Es geht um Umgang mit Veränderungen, mit neuen Lebensumständen, aber auch darum, sich selbst treu zu bleiben.


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Dass die Zeichnungen herausragend, das Spiel mit versteckten (Such-)Bildern fantasievoll, die Einschübe in Grafiken abwechslungsreich sind - dass dies auch den besonderen Ton unterstützt, das wollte ich noch gesagt haben.


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