Dienstag, 5. Januar 2016

Charlotte. Von David Foenkinos

Charlotte. Von David Foenkinos.
Verlag DVA

Dieses Bild. Dieses Cover. Das Buch liegt in der Buchhandlung. Und schaut mich an.
Ich komme nicht an ihr vorbei. Das Leseexemplar. In meinem Bücherregal.Schon lange. Und dann schlage ich es auf. Und versinke.

In die Geschichte von Charlotte Salomon. Einem jungen Mädchen in Berlin. Und in David Foenkinos. Der sie gefunden hat. Nach langer Zeit. Und jetzt doch. Viele Jahre später. Sich entschließt, über sie zu schreiben. Aber wie?

Und er macht es großartig. Die Geschichte der Charlotte Salomon. Großes Maltalent im Deutschland der 30erJahre. Ein verschlossenes Kind. Sie wird auf die Akademie aufgenommen. Doch die Umstände. Die Zeiten sind schlecht.

Und dazwischen David Foenkinos persönliche Eindrücke der Orte, an denen sie gelebt, gemalt, gelitten, geliebt hat. Kunst.

Ja. In einem Zug. Schon so lange habe ich kein Buch in einem Zug durchgelesen. So hineingesunken in die Welt. So viel Freude an den Sätzen gehabt. Sie fotografiert. Ganze Seiten nochmals gelesen.

Die Zeiten.

Ich werde mir ihr Werk ansehen. Im jüdischen Museum von Amsterdam.

Ein Grund mehr, nach Amsterdam zu reisen.

Charlotte, David Foenkinos, Seite 59


Charlotte, David Foenkinos, Seite 74

Nie wieder. Nie wieder Ausgrenzung von Menschen aufgrund Glaube oder Herkunft!

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Hannah Arendt war auch in einem Lager, in dem Charlotte Salomon war. Charlotte kam dort raus, zurück nach Südfrankreich, Hannah Arendt überlebte.

Was hier noch so ein ganz schreckliches Detail ist: Hannah Arendt hat bei Heidegger studiert. Das war 1924, Hannah Arendt war 18 Jahre alt. Heidegger hat dann schon 1933 zur Wahl Hitlers aufgerufen. Hannah Arendt war Jüdin und sie und Heidegger hatten ein Verhältnis gehabt. Gut, sie hat nur ein Jahr bei ihm studiert. Aber was passierte mit ihr?
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