Sonntag, 19. Juli 2015

Sarah spinnt Geschichten. Kinderbuch.

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Sarah spinnt Geschichten.
Von Renate Welsh. Gezeichnet von Suse Schweizer.

Sarah ist neu in der Stadt. Neu in der Schule. Sarah hat keine Freunde. Sarah ist die letzte, die im Turnunterricht aufgerufen wird. Sarah ist am liebsten bei ihrem Papa in der Buchhandlung. Papa ist toll. Er kann zwar nicht kochen, und oft riecht es schon beim reinkommen angebrannt. Aber Papa spielt auch gerne Mensch-ärgere-dich-nicht mit ihr.

Der große Goliath. Gustl heißt er. Vor dem haben alle Angst. Und Sarah auch. Er hat den gleichen Schulweg. Dort bedroht er sich gleich. Sarah erstarrt, wenn sie ihn sieht.

Wir sind ab dem ersten Tag mit Sarah in der neuen Schule. Die Schule ist sehr groß und verwirrend. Sarah findet nicht in die Klasse. Aber der Schulwart, der mit der Schulkatze, ist sehr nett und hilft ihr. Und die Klassenlehrerin ist auch sehr nett. "Das wird schon. Du wirst sehen, in ein paar Tagen sieht die Welt ganz anders aus.", sagt sie.

Sarah ist ein Kind ohne Mutter. Sie ist froh, dass sie aus der alten Stadt draußen ist, dort, wo sie immer bemitleidet wurde. Vater hat gerade eine Buchhandlung übernommen. Von seinem Onkel. Vater wollte das schon immer. Und Sarah wusste das. Deshalb hat sie ihm auch gesagt, er solle das tun. Es würde ihr nichts ausmachen in eine neue Stadt und in eine neue Schule zu kommen. Sarah ist ein sehr vernünftiges Mädchen.

Eines Tages holt Vater Gustl in die Buchhandlung herein. Es hat stark geregnet und der Ungustl ist völlig durchnässt. Vater wäscht seine Kleidung und gibt ihm einmal etwas zu essen. Sie sollen eine Geschichte schreiben. Der großkotzige Gustl blafft Sarah an. "Du musst mir eine Geschichte schreiben!".

Die fantasievolle Sarah diktiert Gustl Geschichten, auf dem Nachhauseweg passt er sie ab und will von ihr Geschichten hören. Sarah fällt immer etwas ein. Mit der Zeit taut Gustl auf. Er wird teil der Familie. Und Sarah. Die glänzt mit ihren Geschichten in der Klasse. Sie kann so tolle Aufsätze schreiben!

Und eines Tages läutet das Telefon. Aurelia ist dran. "Magst du heute mit mir spielen?"


Eine tolle Geschichte für alle Kinder, die sich mit neuen Situationen schwer tun. Kann man auch als KLassenlektüre lesen. Die Unterteilung in viele Kapitel ist übersichtlich. Sarahs ausgedachte Geschichten sind in einer anderen Schriftart geschrieben. Und ... ganz so ausgedacht sind sie nicht ... wenn wir genau lesen, sehen wir, wo sie ihre Ideen hernimmt...

Da könnten wir doch ganz viel darüber sprechen. :-) !

Hier gleich besorgen www.buchwelten.at oder/und im buchwelten-online-shop.

Lesealter. Jedes Schulalter von 6-10. Selberlesen ab 8

Sarah spinnt Geschichten

Hardcover
Obelisk 2014
Illustriert von Suse Schweizer
96 Seiten; m. zahlr. farb. Illustr.; 248 mm x 166 mm; ab 7 Jahre
Auflage: 1. Auflage
ISBN: 978-3-85197-749-3


Verfügbar oder lieferbar in 48 Stunden


12.30 EUR
(inkl. USt.)

Hunde muss man gar nicht mögen. Kinderbuch



http://www.buchwelten.at/list?back=59e8786566ce4e387fd34fa22ea44910&xid=9005145
Hunde muss man gar nicht mögen.
Von Martha Heesen, übersetzt von Rolf Erdorf.
Bilder von Maja Bohn.

Was ist das doch für ein schönes Cover! Und es stimmt auch.

Warum sollen alle Kinder Hunde mögen? Vor allem, wo ihr bester Freund jetzt diesen blöden Hund hat und sich nur mehr mit ihm beschäftigt. Und kein Baumhaus mit Nene baut. Es wäre doch viel besser, diesen Hund zu Coppes Großeltern zu bringen. Dann wäre alles wie früher. So wie es war zwischen Nene und Coppe. Vor allem. Vor dem Unfall und bevor Coppe Wolf bekommen hat.


Nene und Coppe sind beste Freunde. Täglich treffen sie sich im großen Baum. Jeder hat seinen Platz, auch für Schweini ist Platz. Das ist Nenes Kuscheltier. Und dort oben planen sie. Ein Baumhaus. Das wäre toll. Coppe zeichnet gleich ein tolles Baumhaus und beide überlegen, wo sie die Materialien herbekommen. Coppe weiß ein Wellblech, gleich überm Deich hat er das Stück liegen gesehen. Nenes Vater ist Tischler, da gibt es Holz genug. Und Seile.

Das wird ein toller Sommer werden! Doch dann wird Coppe von einem Auto überfahren. Gerade, als er in der Nacht das Stück Wellblech für das Dach holen will. Heimlich. Immerhin will Coppe auch einen Teil zum Baumhaus beitragen. Coppe bleibt sehr lange im Krankenhaus. Da sieht man Nene gar nicht mehr im Baum sitzen. Vor lauter Blättern. Und als Coppe heimkommt ist er ganz anders. Nene will nicht mehr zu ihm hinübergehen. Er sagt immer, "weiß nicht", "will nicht", und ist langweilig.

Und dann ist plötzlich dieser Hund da. Ein Riesenvieh. Nene mag ihn nicht. Er stinkt und sabbert. Und Coppe? Coppe liebt ihn heiß. Sieht nur mehr den Hund. Streichelt ihn. Und in der Schule ist Coppe jetzt der Star. Alle umschwärmen ihn. Nene zieht sich zurück. Findet das alles blöd.

Coppes Mutter will, dass Nene öfter zu Coppe spielen kommt. Auch ihr Vater. Muss sie eben. Coppe und sie gehen mit Wolf spazieren. Als sie am äußersten erlaubten Punkt, bei der Pferdefrau, angelangt sind und es heiß und Sommer ist, überlegen sie, schwimmen zu gehen. Am Fluss, nur ein bißchen ins Wasser. Aber Coppe hat Angst um seinen Hund. Kann Wolf überhaupt schwimmen? "Sicher kann er das", sagt Nene, "jeder Hund kann schwimmen."

Sie haben wirklich Spaß im Wasser, aber als Coppe Wolf einen großen Stock wirft, Nein nicht so weit! Draußen ist die Strömung! Ist es auch schon zu spät. Wolf schwimmt dem Stock nach, die Kinder Wolf nach, Coppe geht unter, Nene zieht ihn raus, wenn doch nur Papa da wäre!, sie schreien laut, und dann zieht sie eine harte Hand aus dem Wasser. Die Pferdefrau. Nur Wolf ist weg.

Papa schimpft mit Nene, wie konnten sie nur! Sie wusste doch, dass sie nicht weiter weg gehen durften. Und alleine im Fluss baden! Was ist nur in sie gefahren! Nene geht in ihr Zimmer. Sie hört, wie draußen viele Leute Wolf suchen. Nene schläft schlecht, beim ersten Vogelgezwitscher ist sie munter. Sie hat eine Idee, wo es den Hund hingetrieben haben könnte. Dorthin, wo einmal das kleine Spielboot abgedriftet ist.

Nene geht durch die Sümpfe, es ist glitschig, sie muss sehr gut aufpassen, da hört sie ein Winseln. Wolf! Wolf ist so geschwächt, dass sie ihn tragen muss. Bis nach Hause. Ganz leise ruft sie Coppe und legt ihm den Hund hin.

Und dann werden sie wieder Freunde. Nene und Coppe. Und für Wolf werden sie einen Hundeaufzug bauen. Coppe hat den Plan schon gezeichnet.


Dieses Buch ist so toll, einfach geschrieben, unaufhörbar. Hat einen Zug und erinnert mich an die großen Buchhelden meiner Kindheit. Ich gebe einen römischen Einser. Sollte jedes Kind gelesen haben.

Empfehlung ab 9. Ich würde sagen, ab der 3. Klasse Volksschule bis 1. Klasse NMS/AHS. Das ist überhaupt so eine Altersgruppe. Die 9-11jährigen. Die splitten zwischen 4. Klasse VS und 1. Klasse AHS auf. Gehören aber vom Lese-Interesse zusammen.


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Hunde muss man gar nicht mögen

Hardcover
Gerstenberg Verlag 2014
Übersetzt von Rolf Erdorf; Illustriert von Maja Bohn
112 Seiten; m. Illustr.; 215 mm x 158 mm; ab 9 Jahre
Auflage: 2. Auflage
ISBN: 978-3-8369-5733-5

11.30 EUR
(inkl. USt.)