Samstag, 14. November 2015

Herta und die Hühner. Eine Geschichte vom Schönen Scheitern. Teil 3


Im Frühling 2015 beschließen wir, neue Hühner zu bekommen. Viktor findet in einer Annonce Zwerghühner. 4 Stück sind es. Wir holen sie gleich. Vier entzückende kleine, schlanke, elegante Zwerghühner kommen zu uns.

Wir nennen sie: Die Daltons.

Nomen es omen!

Diese Zwerghühner entpuppen sich als "flugfreudig". Was das zu bedeuten hat? 

Sie fliegen. Wie Tauben. Wenn wir sie einsperren wollen - was man so mit Hühnern macht. Zum Schutz vor Marder und Fuchs - fliegen sie auf und setzen sich in die Bäume. Bitte selbst anschauen.


Alle vier sind unterschiedlich gefärbt. Ein ganz dunkles Huhn, zwei gestreifte, eines dunkler, eines heller und ein Weißes. Lauter Hennen. Also wertvolles Getier.

Wo sind die Hühner? Ratespiel.







Den haben wir erwischt. Sie fliegen nämlich nicht nur in die Bäume, sie fliegen auch ganz ungeniert über den Zaun, bewegen sich frei in der Landschaft. Doch: Es gibt Amanda. Den kleinen süßen Cockerspaniel, der jede Süße beim Jagen von Kleinfedervieh ablegt und seinen gezüchteten (Cockerspaniel sind für das Aufscheuchen von Federvieh gezüchtet) Jagdinstinkten voller Freude und Leidenschaft nachgibt. Pongo unser Labradormischling unterstützt kräftig.

Hier also, im Käfig ein Dalton, der von den Hunden ruhiggestellt wurde. Sprich: In den Mund genommen. Ich habe den Dalton dann rausgezogen (aus dem Hundemund) und in den Käfig gesperrt. Und hier geschah der entscheidende Fehler der Daltonaufzucht.

Das hätten wir mit allen tun sollen. Sie von den Hunden jagen, in den Käfig einsperren und dann: schnipp schnapp die Federn stutzen. Haben wir nicht. Da wussten wir auch noch nicht, wie hoch sie fliegen können. War uns nicht bewusst. Heute, nach umfangreicher und einschlägiger Lektüre: Das sind deutsche Hühner. Stolz, schlank. Flugbereit.

Tägliches "Wo sind die Hühner"? Tägliches Herumsuchen in unseren Bäumen und Sträuchern, wobei sie da ziemlich treu waren. Außer die Hunde - respektive Amanda - kam in ihre Nähe, da beschlossen sie, hoch aufzufliegen, in die große weite Welt, jedenfalls bis in Nachbars Garten. Nachbar war nicht erfreut.

Wir mit dem Casher in Nachbars Garten und auf geht die Hühnerjagd! Das waren Szenen! Ein gestürzter Ehemann, und verflogene Hühner. Des Nächtens sahen wir sie hoch in den Fichten.

Wir mussten sie abschreiben. Verflogene Hühner.





Oben ist leicht, aber im Bild darunter ...

Doch jetzt gibt es kein Zurück mehr. Das wäre ja noch schöner!
Mehr in Teil 4.
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