Dienstag, 28. Juli 2015

Herta und die Meditation

Da ein Mensch nicht ununterbrochen lesen kann. Man muss einem Buch ja manchmal auch das "nachwirken" zugestehen. Und sich selbst auch. Braucht der Mensch auch eine Betätigung, die den Körper betrifft. Eine Möglichkeit ist Sport. Eine andere Werken. Meine Meditation ist jetzt Handarbeiten. Und da entstehen doch die untragbaren Dinge, die mich auszeichnen ;-). Der Weg ist das Ziel.



Wie komme ich dazu? Natürlich über Bücher! Am 15.5. hatten wir den MachwasBuntes! Tag bei mir im Geschäft. Das ist ansteckend.








Manchmal mag man auch etwas mit den Händen machen. Etwas schaffen, das "sinnbefreit" ist. Einfach nur Freude am Tun zu haben. Selbst wenn das, was herauskommt eigentlich nicht nötig ist. Eine völlig entspannende Tätigkeit. Auch eine Möglichkeit, einfach im Hier und Jetzt zu sein. Beim Lesen ist das ja auch so. Nur dass man eintaucht und weg ist. In dieser Geschichte.


Zwei Seiten einer Medaille.

Lesen und Meditieren.




Samstag, 25. Juli 2015

Eva im Haus der Geschichten. Kinderbuch und Erwachsenenbuch.

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Eva im Haus der Geschichten.

Von Marjaleena Lembcke. Bilder von Elsa Klever.

Die Schönheit und Tiefe dieses Buches ist schwer zu erklären. Fangen wir so an. Ich kenne das Buch von Erzählungen. Ich kenne das Buch aus der Buchhandlung. Es hat ein sehr schönes Cover. Dieses Cover macht neugierig. Das Buch wird sehr gelobt. Ich hatte es noch nicht gelesen.

Dieses Wochenende ist mein Kinderbuch-Wochenende. Alle Kinderbücher, die ich schon lange lesen oder genauer anschauen wollte, sind in die Kiste gekommen. Mit der Kiste ins Auto, vom Auto in den 1. Stock. Vom 1. Stock an den Teich. Dort ist gut lesen. Gerade wenn man 34 Grad im Schatten hat, absolute Stille, keine Termine und kühles Wasser zum Eintauchen.

Eva im Haus der Geschichten ist nicht mehr so dünn, dass ich es in einem Blick (quasi) erfasse. Ich muss es schon ganz lesen. Was ich auch tue. Und mit Genuss.

Ein ganz gescheites Buch. Bitte auch an alle Erwachsenen! Lesen! Jegliche Beziehungsprobleme werden hier in so schönen Parabeln erklärt, dass es auch Erwachsene verstehen können.




Was ist das für eine Ferienaussicht! Niemand hat Zeit für Eva. Sie fühlt sich wie ein alter Sessel, der hin- und her gereicht wird. Nur der arbeitslose, nahezu unbekannte Bruder der Mutter hat Zeit. Und er hat noch etwas: einen Fundus an Geschichten. Sehr wunderschönes Buch zum Lesen ab 7. Auch für Erwachsene geeignet! :-)

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Eva im Haus der Geschichten

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2015
Hardcover
G & G Verlagsgesellschaft; Nilpferd 2014
Illustriert von Elsa Klever
152 Seiten; m. SW-Vign. v. Elsa Klever; 205 mm x 148 mm; ab 9 Jahre
Auflage: 1. Auflage
ISBN: 978-3-7074-5065-1


12.90 EUR
(inkl. USt.)

Mittwoch, 22. Juli 2015

Herr Lotti findet ein Paket. Kinderbuch.

http://www.buchwelten.at/list?back=c34741ca76927156366b05b88277860a&xid=1016322
Herr Lotti findet ein Paket
Von Martin Gülich. Gezeichnet von Amélie Jackowski

Was ist das doch für ein netter Herr Lotti! Wie seine Augen leuchten! Der Schal fliegt! Und hinten das Paket. Da schaut ein Schwanz heraus. Das muss ich sofort in die Hand nehmen und lesen!


Herr Lotti ist Briefträger aus Leidenschaft. Er hat 3 Arten von Briefträgeruniform. Eine leichte für den Sommer, eine warme für den Winter und einen großen gelben Umhang für Regentage. Da sieht man Herrn Lotti fast gar nicht mehr. (An dieser Stelle höre ich schon das vorgelesene Kind fragen: Warum?)

Ein  Briefträger findet natürlich immer wieder Dinge. Merkwürdige Dinge sind auch dabei. Die nimmt er dann mit nachhause. In seiner Garage sehen wir die Dinge, die er findet. Da können wir jetzt ganz genau schauen, wo die sind.


Eines Tages findet Herr Lotti ein rotes Paket mit vielen Löchern darin. Herr Lotti ist keiner, der sich etwas ausdenkt. Herr Lotti macht Rückschlüsse. Es faucht im Paket. Also ist in diesem Paket ein fauchendes Tier. Das ist klar. Das Tier wächst. Herr Lotti füttert das Tier. Er öffnet das Paket nicht, denn, das weiß ja jeder, man darf Pakete die einem nicht gehören, nicht öffnen.

Das Tier wächst und eines Tages sprengt es die Schachtel auf. Es ist ein kleiner Tiger. Das weiß aber Herr Lotti nicht. Für Herrn Lotti ist es ein liebes fauchendes Felltier. Er nimmt das Felltier mit. Das wird immer größer. So groß, dass es nicht mehr in Herrn Lottis Briefträgeranhänger passt. Eine große Katze ist es schon, meinen die Menschen auf der Straße.

Bis einmal ein Kind sagt: "Das ist ein Tiger". Und jetzt weiß Herr Lotti, dass das ein Tiger ist, ein waschechter Tiger sogar. Da muss Herr Lotti nachdenken. Er wusste, dass man mit einem Tiger nicht in einer Wohnung leben kann. Aber wo sollte er ihn hinbringen? Herr hatt ihn sehr lieb und wollte, dass es ihm auf jeden Fall gut geht. In dieser Nacht konnte Herr Lotti nicht schlafen.




Am nächsten Tag geht Herr Lotti mit seinem Tiger durch die Stadt. Herr Lotti ist sehr müde. Bei einem Reisebüro sieht er ein Plakat, auf dem steht "Indien, das Land der Tiger".

So zimmert Herr Lotti ein großes rotes Paket. Er macht viele Löcher hinein. Der Tiger wird im Paket verstaut. Herr Lotti gibt das Paket auf der Post auf. Indien steht auf dem Paket.

Am Abend sieht Herr Lotti das Flugzeug, in dem sein Tiger ist. Er winkt ihm nach. "Gute Reise, lieber Tiger", sagt Herr Lotti.



Dieses wunderschön illustrierte Bilderbuch ist in einer Art und Weise feinfühlig, liebevoll und im Detail so herzerwärmend. Die Illustrationen einfach und raffiniert. Ein besonderes Buch.

Ich habe es nun schon des öfteren gelesen. Und werde es noch viele Male tun.


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Herr Lotti findet ein Paket

Hardcover
Thienemann Verlag 2015
Illustriert von Amélie Jackowski
32 Seiten; 298 mm x 231 mm; ab 4 Jahre
ISBN: 978-3-522-43784-4

Dienstag, 21. Juli 2015

Zwei kleine Bären. Kinderbuch.

http://www.buchwelten.at/list?back=a7b8ae7a37222d11c621607d48fcbeca&xid=2694556Zwei kleine Bären.

Von Käthe Recheis. Bilder von Katrin Hornburg.

Zwei kleine Bären ist natürlich schon ein älteres Buch. Käthe Recheis ist ja auch schon älter. Hier ist die neue Version. Neue deutsche Rechtschreibung. Was aber bleibt ist die Zeitlosigkeit, die immerwährende Aktualität der Geschichte von Fremdheit und Kennenlernen.

Es war einmal ... Nein so fängt es nicht an.
Einmal .... so fängt es an.

Einmal lebten in einem Wald zwei Bären.

Vorlesen ab 3! Selber lesen ab Erstlestatus! Kaum können wir alle Buchstaben, können wir dieses Büchlein schon lesen. Von der Geschichte der zwei Bären. Des einen, der ein braunes, und des anderen, der ein scharzes Fell hatte. Und jeder baute ein Haus. Sie kannten sich nicht, sie bauten nur am gleichen Haus. Aber da der eine ein Morgenbär und der andere ein Abendbär war, trafen sie sich nicht.

Bis zu dem einen Tag ...

Das Cover verrät schon, dass die Geschichte gut ausgeht, aber bis dahin ... das braucht schon, bis man den anderen akzeptieren kann.


Der Schriftsatz kommt Leselernern sehr entgegen, da maximal 4 bis 5 Worte in einer Zeile sind. Große Schrift, schöner Zeilenabstand. Jede Seite mit einer Illustration versehen. Lieblichst!

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Zwei kleine Bären

Hardcover
Obelisk 2005
Illustriert von Katrin Hornburg
72 Seiten; m. farb. Illustr.; ab 5 Jahre
Auflage: 1., Aufl.
ISBN: 978-3-85197-498-0







Die große österreichische Kinderbuchautorin Käthe Recheis verstarb im Mai 2015 im Alter von 87 Jahren.  http://www.kaethe-recheis.at/

Montag, 20. Juli 2015

Kleines Afrika. Kinderbuch

http://www.buchwelten.at/list?back=a4beefc889ae976adc3921dc57d21ea4&xid=1064697
Kleines Afrika.
Von Antje Damm. geschrieben und illustriert.

Dieses Buch ist klein. Wie A5 so groß.
Vorlesen würde ich es ab 4. Und wenn man groß ist und schon selber lesen kann, dann ist es eine schöne Geschichte ab 7. Also eigentlich, ab dann, wann man schon selber gut lesen kann. Nur hat es keine Kapitel. Erstklässler mögen oft noch Kapitel. Das macht Bücher so übersichtlich und gut einteilbar. Also, ab der 2. Klasse. Aber: Vorlesen geht immer.

Kleines Afrika. Welch entzückendes Buch! Von der kleinen Frida, die die Welt schon kennt. Und das war so:

... und schon sind wir drinnen in der Welt von Frida, mit ihrem Nachbarn Herr Prömme, der ok ist, sagt Mama und dem Bild an der Wand, von Afrika, da hat Herr Prömme sehr glücklich ausgesehen. Frida will auch nach Afrika. Das liegt im Süden. Und sie geht los. Die wichtigsten Dinge für eine weite Reise sind eingepackt. Das Jausenbrot, die Zahnbürste, sonst schimpft Mama sicher und natürlich Lieselotte. Lieselotte ist ihr Affe. Den hat sie schon als Baby bekommen. Und einen Brief schreibt sie auch. Das gehört sich doch so, wenn man eine Reise macht und sich nicht ordentlich verabschiedet.

Frida geht durch die Stadt, sie kann nur keinen fragen, wo Süden ist. Auch nicht im Reisebüro. Die Frau redet und redet, da kann Frida gar nicht den Mund aufmachen. Und dann findet sie Afrika. Am Schild steht Little Africa. Da fragt sie jetzt. Die Frau dort ist ganz lieb und gibt ihr einmal etwas zu essen. Ganz anders schmeckt das. Und dann setzt sie sich hin und lässt sich alles von Frida erzählen. "Komm," sagt sie, "ich bring dich jetzt heim zu deiner Mama. Die macht sich bestimmt schon Sorgen". Und zum Abschied schenkt sie ihr einen kleinen schwarzen Elefanten.

Deshalb kennst sich Frida in der Welt aus. Sie war ja schon in Afrika.



Erstes Wort. Und wir sind schon drinnen.  Frida. Wie sie durch ihre Stadt geht. Natürlich weiß sie, dass es verboten ist und als sie ihre Mutter auf der anderen Seite der Straße sieht, duckt sie sich hinter Autos. Aber immerhin will sie wissen, wie es dort ist, wo Herr Pfrömme so glücklich ausgesehen hat. Auf dem Foto.

Die Illustrationen sind sehr klar. Die Farben Rot- und Schwarztöne. Entzückend! So stelle ich mir vor, denkt ein Kind.

So mag ich auch. Die Welt erleben.


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Kleines Afrika

Hardcover
Tulipan 2015
Illustriert von Antje Damm
64 Seiten; m. zweifarb. Illustr.; 197 mm x 133 mm; ab 7 Jahre
Auflage: 1. Auflage
ISBN: 978-3-86429-274-3




10.30 EUR
(inkl. USt.)


Sonntag, 19. Juli 2015

Sarah spinnt Geschichten. Kinderbuch.

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Sarah spinnt Geschichten.
Von Renate Welsh. Gezeichnet von Suse Schweizer.

Sarah ist neu in der Stadt. Neu in der Schule. Sarah hat keine Freunde. Sarah ist die letzte, die im Turnunterricht aufgerufen wird. Sarah ist am liebsten bei ihrem Papa in der Buchhandlung. Papa ist toll. Er kann zwar nicht kochen, und oft riecht es schon beim reinkommen angebrannt. Aber Papa spielt auch gerne Mensch-ärgere-dich-nicht mit ihr.

Der große Goliath. Gustl heißt er. Vor dem haben alle Angst. Und Sarah auch. Er hat den gleichen Schulweg. Dort bedroht er sich gleich. Sarah erstarrt, wenn sie ihn sieht.

Wir sind ab dem ersten Tag mit Sarah in der neuen Schule. Die Schule ist sehr groß und verwirrend. Sarah findet nicht in die Klasse. Aber der Schulwart, der mit der Schulkatze, ist sehr nett und hilft ihr. Und die Klassenlehrerin ist auch sehr nett. "Das wird schon. Du wirst sehen, in ein paar Tagen sieht die Welt ganz anders aus.", sagt sie.

Sarah ist ein Kind ohne Mutter. Sie ist froh, dass sie aus der alten Stadt draußen ist, dort, wo sie immer bemitleidet wurde. Vater hat gerade eine Buchhandlung übernommen. Von seinem Onkel. Vater wollte das schon immer. Und Sarah wusste das. Deshalb hat sie ihm auch gesagt, er solle das tun. Es würde ihr nichts ausmachen in eine neue Stadt und in eine neue Schule zu kommen. Sarah ist ein sehr vernünftiges Mädchen.

Eines Tages holt Vater Gustl in die Buchhandlung herein. Es hat stark geregnet und der Ungustl ist völlig durchnässt. Vater wäscht seine Kleidung und gibt ihm einmal etwas zu essen. Sie sollen eine Geschichte schreiben. Der großkotzige Gustl blafft Sarah an. "Du musst mir eine Geschichte schreiben!".

Die fantasievolle Sarah diktiert Gustl Geschichten, auf dem Nachhauseweg passt er sie ab und will von ihr Geschichten hören. Sarah fällt immer etwas ein. Mit der Zeit taut Gustl auf. Er wird teil der Familie. Und Sarah. Die glänzt mit ihren Geschichten in der Klasse. Sie kann so tolle Aufsätze schreiben!

Und eines Tages läutet das Telefon. Aurelia ist dran. "Magst du heute mit mir spielen?"


Eine tolle Geschichte für alle Kinder, die sich mit neuen Situationen schwer tun. Kann man auch als KLassenlektüre lesen. Die Unterteilung in viele Kapitel ist übersichtlich. Sarahs ausgedachte Geschichten sind in einer anderen Schriftart geschrieben. Und ... ganz so ausgedacht sind sie nicht ... wenn wir genau lesen, sehen wir, wo sie ihre Ideen hernimmt...

Da könnten wir doch ganz viel darüber sprechen. :-) !

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Lesealter. Jedes Schulalter von 6-10. Selberlesen ab 8

Sarah spinnt Geschichten

Hardcover
Obelisk 2014
Illustriert von Suse Schweizer
96 Seiten; m. zahlr. farb. Illustr.; 248 mm x 166 mm; ab 7 Jahre
Auflage: 1. Auflage
ISBN: 978-3-85197-749-3


Verfügbar oder lieferbar in 48 Stunden


12.30 EUR
(inkl. USt.)

Hunde muss man gar nicht mögen. Kinderbuch



http://www.buchwelten.at/list?back=59e8786566ce4e387fd34fa22ea44910&xid=9005145
Hunde muss man gar nicht mögen.
Von Martha Heesen, übersetzt von Rolf Erdorf.
Bilder von Maja Bohn.

Was ist das doch für ein schönes Cover! Und es stimmt auch.

Warum sollen alle Kinder Hunde mögen? Vor allem, wo ihr bester Freund jetzt diesen blöden Hund hat und sich nur mehr mit ihm beschäftigt. Und kein Baumhaus mit Nene baut. Es wäre doch viel besser, diesen Hund zu Coppes Großeltern zu bringen. Dann wäre alles wie früher. So wie es war zwischen Nene und Coppe. Vor allem. Vor dem Unfall und bevor Coppe Wolf bekommen hat.


Nene und Coppe sind beste Freunde. Täglich treffen sie sich im großen Baum. Jeder hat seinen Platz, auch für Schweini ist Platz. Das ist Nenes Kuscheltier. Und dort oben planen sie. Ein Baumhaus. Das wäre toll. Coppe zeichnet gleich ein tolles Baumhaus und beide überlegen, wo sie die Materialien herbekommen. Coppe weiß ein Wellblech, gleich überm Deich hat er das Stück liegen gesehen. Nenes Vater ist Tischler, da gibt es Holz genug. Und Seile.

Das wird ein toller Sommer werden! Doch dann wird Coppe von einem Auto überfahren. Gerade, als er in der Nacht das Stück Wellblech für das Dach holen will. Heimlich. Immerhin will Coppe auch einen Teil zum Baumhaus beitragen. Coppe bleibt sehr lange im Krankenhaus. Da sieht man Nene gar nicht mehr im Baum sitzen. Vor lauter Blättern. Und als Coppe heimkommt ist er ganz anders. Nene will nicht mehr zu ihm hinübergehen. Er sagt immer, "weiß nicht", "will nicht", und ist langweilig.

Und dann ist plötzlich dieser Hund da. Ein Riesenvieh. Nene mag ihn nicht. Er stinkt und sabbert. Und Coppe? Coppe liebt ihn heiß. Sieht nur mehr den Hund. Streichelt ihn. Und in der Schule ist Coppe jetzt der Star. Alle umschwärmen ihn. Nene zieht sich zurück. Findet das alles blöd.

Coppes Mutter will, dass Nene öfter zu Coppe spielen kommt. Auch ihr Vater. Muss sie eben. Coppe und sie gehen mit Wolf spazieren. Als sie am äußersten erlaubten Punkt, bei der Pferdefrau, angelangt sind und es heiß und Sommer ist, überlegen sie, schwimmen zu gehen. Am Fluss, nur ein bißchen ins Wasser. Aber Coppe hat Angst um seinen Hund. Kann Wolf überhaupt schwimmen? "Sicher kann er das", sagt Nene, "jeder Hund kann schwimmen."

Sie haben wirklich Spaß im Wasser, aber als Coppe Wolf einen großen Stock wirft, Nein nicht so weit! Draußen ist die Strömung! Ist es auch schon zu spät. Wolf schwimmt dem Stock nach, die Kinder Wolf nach, Coppe geht unter, Nene zieht ihn raus, wenn doch nur Papa da wäre!, sie schreien laut, und dann zieht sie eine harte Hand aus dem Wasser. Die Pferdefrau. Nur Wolf ist weg.

Papa schimpft mit Nene, wie konnten sie nur! Sie wusste doch, dass sie nicht weiter weg gehen durften. Und alleine im Fluss baden! Was ist nur in sie gefahren! Nene geht in ihr Zimmer. Sie hört, wie draußen viele Leute Wolf suchen. Nene schläft schlecht, beim ersten Vogelgezwitscher ist sie munter. Sie hat eine Idee, wo es den Hund hingetrieben haben könnte. Dorthin, wo einmal das kleine Spielboot abgedriftet ist.

Nene geht durch die Sümpfe, es ist glitschig, sie muss sehr gut aufpassen, da hört sie ein Winseln. Wolf! Wolf ist so geschwächt, dass sie ihn tragen muss. Bis nach Hause. Ganz leise ruft sie Coppe und legt ihm den Hund hin.

Und dann werden sie wieder Freunde. Nene und Coppe. Und für Wolf werden sie einen Hundeaufzug bauen. Coppe hat den Plan schon gezeichnet.


Dieses Buch ist so toll, einfach geschrieben, unaufhörbar. Hat einen Zug und erinnert mich an die großen Buchhelden meiner Kindheit. Ich gebe einen römischen Einser. Sollte jedes Kind gelesen haben.

Empfehlung ab 9. Ich würde sagen, ab der 3. Klasse Volksschule bis 1. Klasse NMS/AHS. Das ist überhaupt so eine Altersgruppe. Die 9-11jährigen. Die splitten zwischen 4. Klasse VS und 1. Klasse AHS auf. Gehören aber vom Lese-Interesse zusammen.


Hier gleich besorgen. www.buchwelten.at und im buchwelten-online-shop.

Hunde muss man gar nicht mögen

Hardcover
Gerstenberg Verlag 2014
Übersetzt von Rolf Erdorf; Illustriert von Maja Bohn
112 Seiten; m. Illustr.; 215 mm x 158 mm; ab 9 Jahre
Auflage: 2. Auflage
ISBN: 978-3-8369-5733-5

11.30 EUR
(inkl. USt.)
 


Mittwoch, 1. Juli 2015

Weggepustet. Von Rob Biddulph. Kinderbuch.

http://www.buchwelten.at/list?back=ea822cc5708a7022cdcbaa201d70d89f&xid=1065701
Weggepustet. Von Rob Biddulph. Diogenes-Verlag
Aus dem Englischen übersetzt von Steffen Jacobs.

Was ist das doch für ein schönes Buch!

Komplett durchgereimt, wunderschön zum Vorlesen, gemeinsam Anschauen, auch unter Erwachsenen. Ich liebe es!

Ich habe es schon x-Mal durchgelesen, angeschaut, bin von den Zeichnungen begeistert. Es erinnert mich an die Liebe, die ich zu "Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär" habe. Wobei die beiden Bücher nur dadurch vergleichbar sind, dass sie diese spezielle Feinheit haben.Die Sorgfalt am Detail.

Die Geschichte. Der kleine Pinguin lebt am Südpol und bekommt einen Drachen geschenkt, der fliegt aber einfach los, mit Pinguin und seinen Freunden an der Leine, selbst der Eisbär, der zu retten versucht, wird mitgezerrt. Die Freunde landen auf einer Südseeinsel im Dschungel. Bald schon vermissen Sie Heimat und Mutter. Eine Idee muss her. Pinguin Blau entwickelt aus Palmblättern mit Hilfe alle Tiere (natürlich, das muss schon sein) ein Schiff, Wind machen die Elefanten, ab gehts in die Heimat. Doch da gibt es noch einen munteren Gesellen, der sich reingeschummelt hat. Findest du ihn? Dieser jedenfalls friert unsäglich am Südpol. Als wieder ein Drache als Geschenk auftaucht, wird der von Pinguin wirklich von Herzen abgelehnt. Dieses Abenteuer hatten wir schon. Aber unser blinder Passagier, das kleine Äffchen, kann ihn gut gebrauchen. So ist die Welt wieder in Ordnung.

Ein großes Abenteuer, lieblichst erzählt. Wie schon gesagt, durchgereimt! Ein Buch zum So-Lange-Vorlesen-bis-man-es-auswendig-aufsagen-kann. Wären meine Kinder noch klein, dieses Buch läge auf dem Nachtkastl. ... aber vielleicht beglücke ich sie heute noch ...


Gibts natürlich in den buchwelten mit online-shop. Aber auch live. Wir haben noch so viele schöne Bücher, fein ausgewählt.

Wie gesagt, ich werde meine Liebe zum Kinderbuch jetzt nicht mehr nur mündlich, live und im direkten Gespräch weitergeben, sondern auch schriftlich, bloggend. Immerhin ist dieser Bereich der Literatur mir ein Herzensanliegen. Eine große Liebe.

Wie viele Augenblicke der Freude, gemeinsame Erinnerungen, Kindheit, Adoleszenz, eigene Familie, gibt es mit den Geschichten aus (Kinder-)Büchern! Welche Emotionen tauchen auf. Ein ganzes Leben wird auch geprägt von den Erlebnissen beim gemeinsamen Lesen. Vorlesen, vorgelesen bekommen, Spannung und Angst, eingekuschelt in eine vertraute Person, Sicherheit, Nestwärme. Sprache. Dann ausgedachte Geschichten an den Erlebnissen des heutigen Tages. Erschöpfte Eltern, die zum tausendsten Mal das gleiche Lieblingsbuch vorlesen. Mit geschlossenen Augen ;-) Eine ganze Welt tut sich auf! Welten!

Tun Sie sich und Ihren Kindern etwas Gutes. Lesen Sie Bücher vor. Viele. Schauen Sie voller Erstaunen das erste Bilderbuch an. Hier die Ente. Ganz gelb. Und dort ein Vogel. So bunt. Was ist bunt? Ein Kind, wie ein Schwamm. Lassen Sie es die Welt aufsaugen.