Sonntag, 26. April 2015

Der Löwensucher. Von Kenneth Bonert

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Kenneth Bonert. Der Löwensucher.

Ich habe mir ein Buch gewunschen, das mich so tief in seinen Bann zieht, dass ich auch bei Übermüdung, nächtens, entgegen jeder Vernunft, weiterlese.

Hier ist es.

Ein Roman über die Auswanderungen der litauischen Juden Anfang der 1920er-Jahre. Repressalien seitens der litauischen christlichen Bevölkerung, Pogrome, lange vor Hitler. Der kleine Isaac geht mit seiner Mutter uns seiner kleinen Schwester mit auf die Abenteuerreise nach Südafrika.

Südafrika. Zu ihrem Vater. Der ist schon länger dort. Sie landen dort, ziehen ins jüdische Viertel.

Der Junge wächst heran. Er soll das Leben seiner Mutter retten. Isaac, mein Guter, du wirst deiner Mame doch ein großes Haus bauen? Wir werden in einem schönen Haus leben?

Dass Isaac an diesen Erwartungen bricht, bzw. seinen Weg nicht gehen kann, die Ruhe zur Entwicklung niemals hat, diesen Weg begleiten wir hier. Und all die verschwiegenen Ereignisse "daham". Denn daham. Das war gut. Hier kränkeln alle Alten an ihrem Heimweh. Die Jugend ist vom Kommunismus begeistert.

Isaac ist alles egal. Er muss und will Geld verdienen. Er will glücklich sein. Ein Mädchen haben. Leben. Politik? Nicht seine Sache.

Dann bricht der 2. Weltkrieg aus. Südafrika weiß vorerst nicht, auf welcher Seite es steht. Dann gegen Hitler. Und Isaac? Von großen Schwierigkeiten verwirrt. Von immer wieder aufploppenden Familiengeheimnissen enttäuscht. Nein, nicht von den Geheimnissen. Von dessen Verschweigen.

Die Greyshirts, Nazis, werden auch in Südafrika immer stärker. Isaac bekommt dies leidlich zu spüren. Diese Ungerechtigkeit. Die Ungeriechtigkeit und Verlogenheit der Welt. Isaac zerbricht. Und meldet sich zum Militär. Er wird seine Familie "daham" retten. Er muss etwas gut machen.



Den Roman zeichnet eine besondere, sehr feinen Sprache aus. Ein Genuss. Ein Hineinsinken in den Roman, in diese Welt. Ein Verstehen, eine Erkenntnis, viele Erkenntnisse. Ein Blickwinkelwechsel.

Großartig.


Gleich lesen, hineinfallen, die Welt um sich versinken lassen.

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Montag, 6. April 2015

Gordon und Tapir. Kinderbuch.

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Gordon und Tapir. Von Sebastian Meschenmoser.
Verlag esslinger.

Das ist die entzückende ! Geschichte eines Zusammenlebens, wo einer - Gordon - sehr ordentlich und der andere - Tapir - sehr unordentlich ist.

Wie kann das funktionieren?

Gar nicht. Der ordentliche Gordon zieht aus. Nachdem er Tapir viele Ultimaten gestellt hat. Und keine eingehalten werden konnte.

Doch Freundschaft ist mehr, als die Art und Weise, durch den Alltag zu gehen. Und so finden sich die beiden wieder. Denn Gordons Leben ist ohne Tapir sehr langweilig und in Tapirs Leben fehlt sein bester Freund.

Dieses Kinderbuch lebt natürlich auch von den wunderbaren, witzigen, detailreichen Illustrationen, die die Unterschiede im Ordentlich/Unordentlich Zusammenleben mit viel Witz anschaulich machen.

Ein Buch für Kinder. Ein Buch für alle Beziehungen. Auch für Erwachsenenbeziehungen. Ein Buch zum Lachen, zum Wieder-Zusammenfinden. Zum Besprechen.

Für alle Altersstufen.


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Sonntag, 5. April 2015

Raben-Baby. Kinderbuch.

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Johna A. Rowe. Rabenbaby.

Wie grandios! Wie faszinierend! Wie echt!

Für große und kleine Leute.

Einfach ein schönes Buch. Einfach schön. Braucht man im Haus.


Hier gleich besorgen. www.buchwelten.at