Sonntag, 8. März 2015

Als der Himmel uns gehörte. Von Charlotte Roth

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Als der Himmel uns gehörte.

Von Charlotte Roth.

Lange schon hat mich ein Buch nicht so in seinen Bann gezogen. Die Geschichte der ersten Frauen bei Olympia, am Beispiel einer Deutschen. Wie sich die Leben aufgrund der politischen Situation verwirren. Die junge Sportlerin wächst behütet in Berlin auf. Wir schreiben Anfang 20. Jahrhundert. Allein Sportlerin zu sein ist schon etwas außergewöhnliches. Doch ihr Vater ist es auch. Er ist Sportreporter und nimmt sie zu den olympischen Spielen nach Los Angeles mit. 1932. Hier der link zu wikipedia. Dort verliebt sie sich in den jungen Kunstspringer der deutschen Nationalmannschaft (der sehr mit seinem Pferd, einem Hengst, kämpft) .

In Los Angeles. Die Welt ist begeistert. Sport als Friedensbotschaft!

Sie lernt dort auch ihren lebenslangen Freund, einen englischen Springreiter, kennen.

Und dann schlagen die Wirren der Deutschen Entwicklung zu. Als erfolgreiche Sportler werden sie vom Naziregime für PR-Zwecke verwendet. Doch sie will nur einfach Sport machen. Sie ist Bogenschützin und Anwärterin für die Goldmedaille.

Doch das Buch beginnt ganz anders. Es beginnt im London der jetzigen Zeit, ein Jahr vor den olympischen Sommerspielen London 2012. 

Eine junge Läuferin kämpft mit Wettkampfproblemen und lernt in einem Park ihren zukünftigen Coach kernen. Der führt sie in die Vergangenheit zu ihrer Urgroßmutter, von der sie nichts weiß. Diese Frau hat die Paralympics gegründet. .... und dies ist die gleiche Frau, die Olympiagold 1936 gewonnen hat.

Beide Frauen verbindet die Liebe zum Sport und ein treuer Mann an ihrer Seite, den sie "nur" als Freund erkennen.

Aufgrund dieser Verbindung, langen Gesprächen und einer tiefen Liebe zwischen den beiden Frauen, werden seit London 2012 die paralympischen Spiele nicht mehr belächelt sondern sind fixer Bestandteil aller olympischen Spiele. Die Sommerparalympics 2012

Dies ist ein wunderbar erzählter Roman, voller dramatischer Wendungen, außergewöhnlich gut recherchiert und doch kein Sachbuch. Charlotte Roth hat ein Meisterwerk abgeliefert. Liebe, Leidenschaft, Politik, Krieg, persönliche Krisen. Eingepackt in einen wunderbaren Roman.

Lesen!


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