Mittwoch, 24. Dezember 2014

Buch-Adventkalender Heiliger Abend

Meine Buchempfehlung zum 24. Dezember ist:

"Es begab sich aber zu der Zeit"
Die Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zu der Zeit

Dieses wunderbar prächtige Werk, fein und detailverliebt illustriert schreibt auf vielen Seiten, Absatz für Absatz Das Original Weihnachtsevangelium

Verheißung durch den Propheten Jesaja 7,14
Lukas 1, 26-38
Matthäus 2, 1-12

Dieses Buch ist ein Familienbuch. Hier können wir zur Bescherung den Originaltext vorlesen. Gold, Ornamente, jede Seite zum Versinken.

Aufnahme in die Hausbibliothek. Jetzt können wir jedes Jahr ohne Suchen und Blättern den Bibeltext lesen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern 
ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest. 

Herta Emmer



Dienstag, 23. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Meine Empfehlung zum 23. Dezember ist: 

"Ein Pinguin tanzt aus der Reihe"
von Steve Smallman. Aus dem Englischen übersetzt von Tatjana Kröll

im Original heißt das Buch "The Not-So-Perfect Penguin"





Percy ist anders als die andern Pinguine.

Die anderen Pinguine gehen brav ihren Weg entlang, Percy rutscht. Die anderen tauchen brav nach Fisch, Percy spielt hochspringen, die anderen .... Percy.

Irgendwann schimpfen sie Percy und er geht traurig von der Gruppe weg. Percy lehnt sich an einen Schneemann und schließt die Augen.

Die anderen Pinguine vermissen Percy. Ohne Percy ist es nicht so lustig. Percy soll auch bei ihnen sein. Dann gehen sie ihn suchen und finden ihn halb erfroren und zugeschneit. Sie stellen sich rund um ihn herum und wärmen ihn wieder auf.

Kaum ist er munter, treibt er schon wieder Schabernack.

Ein Buch, das zeigt, dass viele verschiedene in eine Gemeinschaft gehören. Und das Anderssein dazugehört.

Ab 3.

Montag, 22. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Meine Empfehlung zum 22. Dezember ist: 

"Alles, was ich kenne! Weihnachten"

Alles, was ich kenne! Weihnachten

Alles was ich schon kenne. Jetzt noch ein Buch für die ganz kleinen. Da gibt es die Vogerl im Futterhäuschen, den dicken Pullover, der Schlitten im Schnee, das Knusperhäuschen.

Viele Bilder, viele Worte, viele Eindrücke, die die kleinen schon erlebt haben oder jetzt zum ersten Mal (bewusst) erleben.

Schön quadratisch, in Hartpappe, das Cover in Schneegeglitzer. Abschließend mit backenden Engeln und dem Kind in der Krippe

Alter: 0-3

Sonntag, 21. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 21. Dezember ist.

"Weihnachten im Stall"
von Astrid Lindgren
mit Bildern von Harald Wiberg

Weihnachten im Stall

Weihnachten im Stall. Diese Weihnachtserzählung von Astrid Lindgren gehört zu den feinfühligsten und leichtverständlichsten Weihnachtsgeschichten, die ich kenne. Die Bilder von harald Wiberg sind wirklichkeitsnah und strahlen eine große Ruhe aus.

Es beginnt so: 
"Ein Kind saß auf dem Schoß seiner Mutter und wollte etwas von Weihnachten hören. Da erzählte die Mutter vom Weihnachten im Stall. ..."

Das ist so schön zu lesen, dass es sowohl für Kinder ab 3 vorzulesen ist, Volksschulkinder können es selber lesen und vorgelesen bekommen. Und bei der Adventandacht für die Erwachsenen kann ich diese Geschichte noch einmal vorlesen. Weil sie das Herz berührt. Ohne Kummer und Harm. Sondern die einfache Geschichte sein lässt. Im Schutz der Tiere im Stall.

Ein Geheimnis. 


Samstag, 20. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 20. Dezember ist.

"Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch"
von Sven Nordqvist


Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch
Ich liebe Pettersson und Findus!

In diesen Geschichten finden wir so viel Verständnis, Liebe, Abenteuer, einen gelebten gemeinsamen Alltag und das alles gespickt mit undglaublich bewegten Bildern, diesem Wurli-Kater, dem gemütlichen und gutmütigen alten Pettersson. 

Hier die Weihnachtsgeschichte. Allein das Cover. Haben Sie die Kerze auf Petterssons verletztem Fuß gesehen?

Jedes Kind sollte den kleinen Findus kennenlernen. Den ganzen Text vorlesen kann man sicherlich erst ab 4 1/2, 5 Jahren. Aber anschauen kann man das Buch ab jedem Alter!



(Eine Hommage an meine Mutter, die alle lustigen Figuren geliebt hat und sich ein kindliches Gemüt bewahrt hatte.)


Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 19. Dezember ist.

"WEIHNACHTSLIEDER"
Die schönsten deutschen Weihnachtslieder
Mit CD zum Mitsingen
Nach einer Idee von Cornelius Hauptmann


Weihnachtslieder

Es wird Zeit, sich auf den heiligen Abend einzustellen.

Und was macht man unter dem Christbaum? Man singt Weihnachtslieder.

Das Buch "Weihnachtslieder" ist eine einfache, klare, gut illustrierte Auswahl der bekanntesten Weihnachtslieder. Auch manch im verborgenen blühendes Lied ist hier aufgenommen worden. Begleitet wird das Buch mit einer Instrumental-CD, die zum Mitsingen einlädt.

Der Satz ist so gewählt, dass auch ungeübte Sänger die Lieder gut singen können.

Eine mir persönlich sehr nahegehende Vertonung von Dietrich Bonhoeffers Gedicht "Von guten Mächten". In diesem Buch in zwei Fassungen vorgestellt.

Klaus Brecht ist seit 1989 Akademiedozent der Landesmusikakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg, Chorleiter und Herausgeber verschiedener Lieder- und Chorbücher.

"WEIHNACHTSLIEDER FÜR KINDER"
Alte und neue Lieder zu Winter, Advent und Weihnachten.
Mit CD zum Mitsingen.
Nach einer Idee von Cornelius Hauptmann

Weihnachtslieder für Kinder

 Und hier die entzückende, lieblich illustrierte Ausgabe der

Weihnachtslieder für Kinder.

Dieses Buch ist auch mit einer Instrumental-CD ausgestattet, hier finden wir eine umfangreiche Sammlung an Advent, Nikolaus und Weihnachtsliedern. Sehr schön und einfach gesetzt. Und für alle, die noch mehr wollen gibt es noch die Ausgabe bietet der Klavier- und Musizierband alle Lieder in einem Arrangement für ein bis zwei Singstimmen, Klavier sowie instrumentale Oberstimme ad libitum.

Da fast alle Lieder mit einer einfachen zweiten Singstimme ausgestattet sind, eignet sich der Band ideal für das Singen mit dem Kinderchor. Neben den Liedern aus dem Liederbuch "Weihnachtslieder für Kinder" enthält der Musizierband 20 weitere Weihnachtslied-Klassiker.

Weihnachtslieder für Kinder, Klavier- und Musizierband, m. beiliegender Melodie- u. Bassstimme

  Weihnachtslieder für Kinder, Klavier- und Musizierband

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 18. Dezember ist.

"Fisch schwimmt nicht mehr"
Judith Koppens, Eline van Lindenhuizen, übersetzt von Brigitte Durst
Fisch schwimmt nicht mehr

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 17. Dezember ist.

"Von sagenhaften Katzen und tollühnen Bären". 77 Gute-Nacht-Geschichten
Von Erwin Moser.


Von sagenhaften Katzen und tollkühnen Bären

Meine Lieblingsgeschichte: Der alte Papagei.

Die passt sehr gut zu Weihnachten. Zur Herbergssuche. Zum Verlassensein und Aufgenommenwerden.

Dazu finde ich noch viele Geschichten. Die vom Siebenschläfer, und die von der Bärenfrau, die eine Familie findet, mit der sie Weihnachten feiern kann. Oder von Felix Pandabär.

Für alle, die Erwin Moser noch nicht kennen. Erwin Mosers Bücher bestechen durch die Schlichtheit, ja geradezu schreiende Einfachheit. Die großartigen kunstvollen, detailreichen Zeichnungen, die wunderbar mit den Geschichten harmonieren.

Ich würde diese sehr einfachen, feinen Geschichten schon ab ganz klein (ab 2?) im Bett vorlesen. Und dann auf das Bild schauen und entdecken. Jede Geschichte ist eine bis eineinhalb Seiten lang. Also wirklich kurz.

Übrigens: Erwin Moser eignet sich auch ganz wunderbar für Erstleser.


Dienstag, 16. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 16. Dezember ist.

"Vom Wolf, der lieb sein wollte"
Von Mei Matsuoka


Vom Wolf, der lieb sein wollte

Das Cover ist schon einmal sehr gut. Der Wolf folgt der Spur.

Seite 1. Ein Bücherreagl. In dem sich interessante Dinge verbergen. Ein sehr großes Bücherregal. Mit vielen Wolfgeschichten.

Michael Stehle hat eine Meisterleistung bei der Übersetzung erbracht. Das Buch ist in Englisch erschienen. "Footprints in the Snow".

Vom Wolf, der lieb sein wollte. Unser Wolf liest am Abend in seinen Büchern. Da gibt es nur Bücher von bösen Wölfen, gemeinen Wölfen, hinterhältigen Wölfen. Er beschließt, ein Buch über einen lieben Wolf zu schreiben. Sein Wolf heißt: Lieber-Wolf.

Und er wandert durch den Wald, einer Spur folgend. Doch kein Waldtier glaubt ihm, dass er einen Freund finden will. Alle unterstellen ihm List und die Suche nach einem feinen Fressen.

Er wollte aber wirklich einen Freund finden. Und so folgte er weiterhin der Spur und kam so an einen See. Dort schwamm eine Ente. "Diese Fußspuren müssen von Ihnen stammen!", sagte er. Und als er die Ente so ansah, bemerkte er, dass sie sehr wohlgenährt aussah und plötzlich lief ihm das Wasser im Munde zusammen .....

..... da erwacht er aus seinem Traum, sitzend in der Badewanne.

Nun wäre doch fast aus seinem Lieben-Wolf ein böser Wolf geworden. Und da klopft es an der Tür, er öffnet und sieht Fußspuren. Von wem die wohl sein mögen?


Was ist das besondere an diesem Buch?
- Wir erleben zwei verschiedene Wirklichkeiten. Den gewöhnlichen, lesenden Wolf in seinem Haus, der eine Geschichte zu schreiben beginnt
- Die Geschichte
- Die Rückkehr in die Realität, in der die Geschichte weitergeht.

So gut gemacht. Und wie wird es wohl enden? Darüber können wir gemeinsam nachdenken, rätseln und selbst die Geschichte weiter und fertig schreiben.

Was ist noch besonders an diesem Buch?
Die Grafiken sind völlig unterschiedlich aufgebaut. Jedes Stückchen Text hat sein eigenes Bild. Nur manchmal ist das Bild eine Seite groß, manchmal wie ein Comiclauf. Mehrere Bilder mit Text im Bild auf einer Seite, dann wieder wandert die Schrift durch das Bild, dreht und wendet sich, wir müssen ihr mit Kopfdrehungen folgen. Sie wird groß und verändert sich.

Das ist ein sehr spannendes Buch. Und ob der Wolf jemals ein lieber Wolf sein wird .... das müssen wir wohl selber fertig schreiben.

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 15. Dezember ist

"Mog feiert Weihnachten".

Mog feiert Weihnachten

Heute morgen ist nichts wie sonst. Mog fühlt sich nicht wohl. Niemand kümmert sich um ihn. Alle sind beschäftigt. Und als dann auch noch ein Tannenbaum mit ihm zu sprechen beginnt, ist es wirklich mit dem Spaß vorbei. 

Mog verzieht sich aufs Dach und kommt nicht mehr herunter. Auch nicht für ein Stückchen feine Wurst. ja, und wie diese Weihnachtsgeschichte weitergeht, und warum am Schluss alles wieder gut wird - das steht in diesem herzigen Buch.

Mog. Die Figur ist wieder da. Mit ganz vielen Geschichten. Eine süßer und lieber als die andere.



Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 14. Dezember ist

"Das Gnu im linken Fußballschuh"

Gedichte für neugierige Kinder.



Das Gnu im linken Fußballschuh

Was lieben Kinder jeden Alters? REIME!

Georg Bydlinski liefert einen entzückend, wundervollen, liebenswerten, kurweiligen Gedichteband. Gedichte für jede Lebenslage, kurze, lange und spannende. In grüner Schrift mit grünen Illustrationen gibt es Abwechslung pur.

Mein Favorit:

Wann Freunde wichtig sind.

Freunde sind wichtig
zum Sandburgenbauen,
Freunde sind wichtig, 
wenn andre dich hauen,
Freunde sind wichtig
zum Schneckenhaussuchen,
Freunde sind wichtig 
zum Essen von Kuchen.

Vormittag, abends
im Freien, im Zimmer ...
Wann Freunde wichtig sind?
Eigentlich immer!

(Georg Bydlinski. Das Gnu im linken Fußballschuh. Originalausgabe Copyright (c) 2014 by Bastei Lübbe AG, Köln)


Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 13. Dezember ist

"Das Hausbuch der Märchen"


Das Hausbuch der Märchen


Ein Märchenbuch gehört in jedes Haus. Und das ist eine besonders schöne Ausgabe. Der Verlag Gerstenberg kann wirklich schöne Bücher machen.

Die Sammlung ist wunderbar zusammengestellt und  - was mir gut gefällt - auf mattem Papier mit großem Zeilenabstand gedruckt. Was das Vorlesen und Selberlesen (im Volksschulalter) wesentlich erleichtert. 

Die Illustrationen sind fein, zu jedem Märchen gibt es ein Bild, manchmal zwei. Mal kleine, mal große Illustrationen. 

Eine Mischung der verschiedenen Märchenerzähler und Märchensammler. 

Ein gelungenes Weihnachtsgeschenk von 0-99, denn es macht auch als Erwachsener Freude, wieder einmal ein Märchen zu lesen.


Freitag, 12. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 12. Dezember ist

"Unser Apfelbaum"

Unser Apfelbaum

Die Geschichte von unserem Apfelbaum beginnt im Winter. Im Baum leben zwei Wichtel. Im Winter schlafen die Wichtel in den Ästen des Apfelbaums. Es ist kalt. Aber viele Vögel finden Schutz und Platz in seinen Zweigen.
Unser Apfelbaum
Unser Apfelbaum im Winter

Auf der folgenden Seite finden wir in vielen Details, welche Vögel im Winter Nahrung und Schutz bekommen.

Im Frühling erwacht der Apfelbaum, und mit ihm unsere beiden Wichtel. Er blüht in voller Pracht, die Wichtel binden sich Kränze aus den Blüten. Auf der nächsten Seite wieder schön gezeichnete Details, was genau im Frühling im und um den Baum passiert.

Und so erleben wir den Jahresablauf. Bis wieder der kalte Winter kommt. Und Baum und Wichtel ruhen.

Dieses Buch ist ein Klassiker, auch wenn es erst ganz neu ist. So schön habe ich die Jahreszeiten schon lange nicht mehr erklärt gesehen. Die Zeichnungen sind Kunstwerke, die Erklärungen  zur Natur einfach und detailreich. (Ja, das geht)

Die Bilder sind so gemalt, dass man lange in sie hineinversinken kann. Und trotz der Einfachheit und Schlichtheit immer neue Striche, Details, Farbflecken, Besonderheiten entdeckt.




Donnerstag, 11. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 11. Dezember ist

"Ich sehe was ... Geheimnisvolle Winterzeit"

http://www.buchwelten.at/list?back=a6fb4f44e4fefa2910328d3555685492&xid=2470412




Dichte Bilder, tolle Fotos, und daraus wird ein Such-Wimmel-Buch der höheren Klasse.

z. B. ein Bild mit goldglitzerndem Christbaumschmuck, darunter der Text. "Ich sehe ...." 

Ich find es aber nicht! Da muss ich schon ganz genau schauen.

Für alle Wimmelbildfans. Hier ist die Edelversion. Für alle, die gerne Weihnachtsauslagen, Stimmungsbilder, wie Elfenbilder und Geheimnisvolle Märchenartige Szenen lieben - hier ist ein Schatz!

Auf der letzten Seite gibt es gereimte Suchrätsel. Für Superspürnasen.

Ab 5 bis 10 Jahren. 




Mittwoch, 10. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 10. Dezember ist

"Die Schlittenfahrt von Matz, Fratz und Lisettchen"
Von Rose Pflock und Kazuo Iwamura


http://www.buchwelten.at/list?back=87dcaa898051fe642370a81c1a96e14f&xid=2163920




 Dieses Buch kommt aus Japan und heißt im Original YUKINOHIWA ATSUI ATSUI.

Matz, Fratz und Lisettchen sind drei Geschwister. Sie erleben viele Abenteuer. Und hier lesen wir vom Abenteuer der Schlittenfahrt.

Durchgängig gereimt, in einem 8er-Takt, was einen schönen Vorleserhythmus ergibt, erleben wir eine reale Geschichte, die Kinder wollen Schlittenfahren, die Mutter drückt sich - hat keine Zeit - und der Vater will sich nicht aus seinem bequemen warmen Plätzchen vor dem Ofen wegbewegen.

So alleine einen Schlitten zu ziehen ist ganz schön anstrengend - da muss der Papa dann doch herhalten. Und - sieh an! - er liebt es! Auf einmal fährt Papa selbst talab, inklusive Sturz in den weichen Schnee. So eine Schlittenfahrt macht Spaß!

Dann holt Papa auch noch Mama, die muss auch einmal mitfahren. Ab geht die Fahrt! Die Mama lacht, weil ihr die Sache Freude macht.

Textlich wunderbar lebt das buch natürlich von den Illustrationen, die über die ganzen Seiten gehen. Schön fein Bleistift aquarelliert.

Ja, und jetzt nocheinmal.!

Dienstag, 9. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 9. Dezember ist

"Mein Opa und Charley"
Von Amy Hest und Helen Oxenbury

http://www.buchwelten.at/list?back=14fdee031c40d360985e35d169a8b9f9&xid=8990185


Mein Opa und Charley. Wie entzückend!

Die Geschichte stammt von Amy Hest, liebevoll übersetzt von Sophie Birkenstädt. Die Landschaft und Stimmung sind gemalt von Helen Oxenbury.

Alles beginnt mit einem Brief (mit einem Brief!). Henry schreibt seinem Opa einen Brief, in dem er ihm von seinem Hund erzählt. Er heißt Charley. Opa antwortet mit einem Brief (mit einem Brief!) und verspricht, die beiden bald besuchen zu kommen.

Opa kommt dann mit dem Zug und Henry holt mit Charley Opa vom Bahnhof ab. Welches Ereignis! Wie sich der kleine Hund freut! Der Weg ist genau beschrieben, alle Abläufe schön strukturiert erzählt. Und dann steigt Opa aus dem Zug aus! "Hier bin ich!"

Charley und Opa werden Freunde. Und ganz zum Schluss,... ja, da sind sie ganz dicke Freunde.

Lieb, lieb, lieb. Soooo schön gezeichnet, die Geschichte rund und abgeschlossen.

Ich würde es ab jedem Vorlesealter vorlesen. Und den 6jährigen selber lesen lassen. Der Aufbau des Buches ist so schön klar, links Text, rechts Bild. Ein paar Zeilen; beim Text findet sich auch immer ein Bild von Charley, das ist ein ganz Süßer.


Montag, 8. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 8. Dezember ist

"Hinter verzauberten Fenstern"
Eine geheimnisvolle Adventgeschichte. Von Cornelia Funke.





So jetzt aber einmal eine ganze Geschichte, in Kapiteln. Als Vorlesebuch und SELBST-Lesebuch. Beim Selbstlesen ab 2. Klasse bis 4. Klasse Volksschule. Darf aber gerne LeserInnen jeden Alters verzaubern.

Die Altmeisterin Cornelia Funke. In ihrem Element. Ein schön erzähltes Kinderbuch, voller Spannung, da sich die Fenster im Papieradventkalender als verzaubert herausstellen und ihr eigenes Leben entwickeln.

Cornelia Funke überzeugt mit ihrer feinen Sprache. Sie hat keine Rülpser, und keine Fäkalsprache notwenidg, sie muss in keine der Regionaltypischen Lokalkolorite verfallen. Sie spricht einfach schönes Deutsch. Für alle deutschsprechenden gutes Deutsch.

Ein Genuss, schön, zum pro Kapitel vorlesen, schön, um gleich einzusinken und nicht mehr loszukommen. Muss und wird nicht nach Kalendertagen gelesen. Feel free!

Und falls ich es noch nicht ausdrücklich erwähnt hätte: Die Sprache! So schön erzählt. Spannend kurzweilig. Weihnachtlich und verzaubert.


Sonntag, 7. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 7. Dezember ist:

"Wie sich die Weihnachtsgans vor dem Ofen rettete"

http://www.buchwelten.at/list?autor=Nathalie+Dargent 
.

Der Fuchs, der Wolf und das Wiesel wollen heuer einen wirklich guten Weihnachtsbraten haben. Sie beschließen, eine Gans zu fangen. Was der Fuchs auch tut.

Aber sie haben die Rechnung ohne die Gans gemacht. Die dreht nämlich den Spieß um und kommandiert die drei ganz schön herum. Und zu Weihnachten? Da wollen die drei ihr schönes, gemütliches, geordnetes Leben mit der Gans gar nicht mehr aufgeben. Naja, wird sie eben nächstes Jahr gebraten.

Ein lustiges Buch! So witzig, die Zeichnungen sind schräg, das Verhalten der Gans ... ja da kommen Verbindungen hervor .... die drei Jäger können einem fast leid tun.

Ein Vorlesebuch für viele Alter :-) 


Samstag, 6. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 6. Dezember ist

"Die wunderbare Weihnachtsreise"
Erzählt von Lori Evert, Fotografiert von Per Breiehagen, Deutsch von Tanya Stewner.

Dieses Buch lebt von den Fotos und der sanft erzählten Geschichte. Die Echtfotos sind so faszinierend und stimmungsvoll, dass man gar nichrt aus dem Staunen herauskommt.

Der Stil. "In einem Land hoch oben im Norden - so weit im Norden, dss die Wollmützen und warmen Handschuhe das ganze Jahr über nicht weggepackt werden - lebte vor langer, langer Zeit ein kleines Mädchen namens Anja."

Anja will dem Weihnachtsmann helfen. Sie will ein Elf werden. Dazu macht sie sich auf die Reise zum Nordpol. Und viele Tiere helfen ihr dabei.

Ein echtes Must. So eine schöne, liebevolle Geschichte - und vielleicht war alles nur ein Traum. Was glaubst du?



 

Freitag, 5. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 5. Dezember ist

"Großer Wolf & kleiner Wolf". Das Glück, das nicht vom Baum fallen wollte.

http://www.buchwelten.at/list?back=f0ce8945c51f44310b3dfccd6001e3ea&xid=1109583




Eine Geschichte von einer Sehnsucht von kleiner Wolf und ihrer Erfüllung durch Großer Wolf. Unter Anstrengungen, die es wahrscheinlich nicht wert waren. Unter Gefahren, die zu groß waren. Aber Großer Wolf tat es, um kleiner Wolf lächeln zu sehen.

Und so etwas Schönes hatten sie noch nie erlebt.

Das Glück. Ein Blatt in einem Baum.

Für alle, die gerne einmal lächeln mögen.



Buch-Adventkalender

Mein Buch zum 4. Dezember ist

"Kinder-Adventsbuch". Weihnachtsgeschichten für jeden Adventstag.


http://www.buchwelten.at/list?back=114364fb9db0538ba830a01d31f5f6eb&xid=1901173




Wie die Adventzeit eben ist. Auch turbulent und stressig, so ist sie auch bei mir. Deshalb kommt mein ausgewähltes Buch zum 4. Dezember - dem Barbaratag - heute Vormittag. Einen Tag später.

Diese Geschichtensammlung habe ich ausgewählt, weil es oft sehr schwierig ist, schöne Geschichtensammlungen zu finden. Meine ganz besondere Lieblingsgeschichte hier ist von Tim Krohn "Elisas ganz geheimer Weihnachtswunsch".

Es ist nie zu spät, gute, feine Geschichten Vorzulesen. Ob anderen oder sich selbst im Stillen. Dieses Büchlein ist ein Schmuckstückchen. Eine Mischung aus alten und neuen Autoren. Bekannten und bewährten und weniger bekannten Geschichten. Jede für sich ein Kleinod.

Das zahlt sich aus! .... und manchmal muss man an einem Tag zwei Geschichten lesen ....



 

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Buch-Adventkalender


Mein Buch zum 3. Dezember ist

"Herzchen für Mama"

http://www.buchwelten.at/list?back=1cb20a8a13a106534ff7caa9f823db04&xid=145718

Herzchen für Mama. Ein wunderschönes Vorlesebuch anläßlich der Geburt eines Geschwisterchens. Aus der Sicht von Emily, der Großen, erzählt.

Der Stil: "Das sind Papa und mein Bruder Philip. Und das ist Mama. Normalerweise ist sie nicht so dick, aber sie bekommt ein Baby."

Schöne große Schrift, auch für Erstleser wunderbar geeignet.

Mitten in der Adventzeit wird Mama ein Baby bekommen. Papa kümmert sich um die Kinder. Weil der kleine Bruder weint, beschließen sie, Kekse für Mama zu backen. Das ist eine Aufregung!

Am Schluss besuchen sie Mama im Krankenhaus und bringen die Kekse mit. Die freut sich aber! Der neue kleine Bruder ist auch schon auf der Welt.

Dieses Buch lebt von einer wunderschönen, klaren Illustration, einem schön durchgängigen, nachvollziehbaren Handlungsstrang (mit Schmunzlern zwischen den Zeilen), und einem glücklichen Ende.

Auf der letzten Seite finden Sie das Rezept für die Weihnachtsherzchen.


Dienstag, 2. Dezember 2014

Buch-Adventkalender


Mein Buch zum 2. Dezember ist

"Der Löwe und der Vogel"
http://www.buchwelten.at/list?back=44170d90c2e6bfd83d9f9d337675c4f5&xid=8989219

 Ein stilles, berührendes, sehr einfach gehaltenes Buch von der tiefen Freundschaft, Fürsorge und Achtsamkeit füreineinder. Zwischen einem Löwen und einem Zugvogel. Der Vogel stürzt und der Löwe nimmt ihn bei sich auf. Sie verbringen einen kalten, schneereichen Winter zusammen. In glücklicher Harmonie. Dann kommt der Frühling und der Vogel zieht mit seinen Artgenossen weiter.

Der Löwe durchlebt Frühling, Sommer und Herbst in Einsamkeit und großem Liebesschmerz.

Ein Buch von trauter Gemeinsamkeit und totaler Idylle, tiefem Liebeskummer, und dann - wieder Gemeinsamkeit. Tiefe, echte Freundschaft hält.

Das Buch lebt von reduziertem Text, und berührt anhaltend.

Freundschaft, Liebe, Treue, Annehmen und Akzeptieren des So-Seins, des Anders-Seins. Das sind doch Themen des Advent.




Montag, 1. Dezember 2014

Buch-Adventkalender

Heuer dachte ich mir, ich mache einen Adventkalender aus Buchempfehlungen.
 

Mein Buch zum 1. Dezember ist

"Malte und das schönste Geschenk der Welt"

http://www.buchwelten.at/list?back=1711a693e90bfcf43ba87aea480d7fdc&xid=9010490

Malte möchte seiner Mutter auch etwas zu Weihnachten schenken. Er hat aber nur 47 Cent in seiner Sparkasse. Gemeinsam mit seiner Schwester geht er von Geschäft zu Geschäft und bekommt kleine Dinge geschenkt.

Ein schönes Buch über den Sinn von Weihnachten. Lieb erzählt von Bettina Wendland, mit wundervollen Illustrationen von Nina Dulleck.  Für Kinder ab 4 Jahren.
 

Sonntag, 16. November 2014

Wolfram Pirchner. Nur keine Panik.

http://www.buchwelten.at/list?back=ae9bebc9c1e1ea776e83021f1ba09625&xid=5885
Wolfram Pirchner. Nur keine PANIK. Mein Weg zurück ins Leben.

Nach dem Vortrag, den wir mit Wolfram Pirchner hatten, nun doch: lesen. Die einzige, die kein signiertes Buch hat, bin ich. Darauf vergesse ich fast jedesmal.

Ist das ein Zeichen?

Wir sprechen hier ja nicht mit einem Profi. Sondern mit einem, der das erlitten hat, wo die Umgebung sagt: "Jetzt reiß dich einmal zusammen. Hintern zusammenkneifen. Durchhalten."

Kritisch gehe ich an das Buch heran. Man hat ja schließlich eine Bibliothek an entsprechender Literatur zuhause. Was kann da noch beeindrucken.

Und doch: Die Kombination aus eigener Betroffenheit und klaren Auflistungen des Krankheitsbildes. Die redundante Aufforderung, sich professionell behandeln zu lassen. Das wirkt. Das kommt gut an. Ich bin beeindruckt. Aus seinen Erfahrungen hat er gelernt. Auf sich achtzugeben. Und er hat auch das Fach gelernt. Wolfram Pirchner ist ausgebildeter Lebens- und Sozialberater. Neben seinem Hauptberuf. kurzweiliger Moderator im ORF.


Diese Thematik mit einer Leichtigkeit, Tröstlichkeit, versehen mit Witz und gespickt mit professioneller Ernsthaftigkeit anzugehen, ist sehr gut. Das hilft sicher! Menschen, deren Geist ihnen nicht immer folgt, brauchen auch Leichtigkeit. Somit PRIMAREMPFEHLUNG!!!!

Großartige Leistung, Herr Dr. Pircher!

Geht in meine Klassikliste und werde ich jetzt nämlich auch noch mit Eigenlesenerfahrung weiterempfehlen!

Hier gleich besorgen: www.buchwelten.at


Jane Goodall. Grund zur Hoffnung

Jane Goodall, Verhaltensforscherin.
"Grund zur Hoffnung". Welch ein Titel! Welch ein Lebensmotto!

Über Jane Goodall  wurde schon viel gesprochen. Sie ist weltberühmt. Mit ihrer Aktion roots&shoots ist sie Vorbild für uns alle. Mitmachen ist angesagt.

Eine bewundernswerte, starke, gebildete, herzensweise Frau steht da mit 80 Jahren auf der Bühne. Am 1.10.14 in Wien. Jane Goodall besucht auf ihrer Vortragsreise auch Österreich. Und ich habe Karten. Vielmehr: wir.
Die ganze Familie ist dabei - was für ein toller Abend!

Natürlich ist keine Zeit, Hochsaison, natürlich ist es umständlich. Regen und Kälte. Natürlich geht es nicht, deshalb nach Wien zu fahren. Doch wir tun es. Der Saal ist ausverkauft. Jane Goodall geht auf die Bühne und spricht. Über eine Stunde steht sie frei, gelassen, unbewegt. Und spricht. Von den Schimpansen, von ihrem Lebensweg, von Mut zu Entscheidungen, von Geduld und Mitgefühl. Von ihrer schweren Trennung von Gombe (Tansania), von ihren geliebten Schimpansen. Weil sie etwas zurückgeben will.

Sie kämpft.


 Die Autobiografie liegt seit über einem Monat am Kopfende des Bettes. Neben so vielen anderen. Das vergriffene Buch habe ich mir vor Ort gekauft. Die noch lieferbaren Bücher von Jane Goodall finden Sie hier .

Es zahlt sich aus. Sich selbst treu zu bleiben.

Ein Leben dem gewidmet, was für einen selbst Sinn ergibt. Und sie musste viel kämpfen. Sie musste hohe Berge erklimmen, sich in der wissenschaftlichen Community belächeln lassen, als Mädchen in der Nachkriegszeit alleine nach Afrika gehen. Ihre Familie ließ sie ziehen. Sie konnte immer mit Unterstützung rechnen. Sie wurde nicht fallen gelassen, auch wenn sie sehr unkonventionelle Wege gegangen ist.


Tief beeindruckt fahren wir von der Veranstaltung heim. Ich bin sehr froh, sie live erlebt zu haben.

Wiedereinmal über das Wesentliche gesprochen. Geerdet. Frisch ausgerichtet.

Jetzt lese ich alles von ihr.

Von dieser Frau kann man lernen. #rolemodel
Lassen Sie sich beeindrucken. Öffnen Sie ihr Herz.




Herta Emmer
Wir haben nur eine Erde.

Pannonische Felder.

http://www.buchwelten.at/list?back=b620c7bd53e0acec38064552618f07eb&xid=3213838

Pannonische Felder. Ein kriminalistischer Heimatroman. Von Beate Wendelin.

Was sagen Sie zuz diesem schönen Cover? Der Vogelflug am Neusiedler See.

Beate Wendelin schreibt einen gemütlichen, netten, naturnahen, witzigen typgerechten, ja typischen Roman über eine Wienerin, die von ihren Freunden zur Erholung einen Urlaub im Burgenland, am Neusiedlersee, geschenkt bekommt.

Voller innerer Monologe, Frauen verstehen das!, Zufälle, einer Leiche. Und ganz viel Lokalkolorit. Liebevoll erzählt, eine Hommage ans schöne Burgenland!

Leichtgängig, gut unterhaltend, witzig. Voller Augenzwinkern ob der Eigenheiten dieses Menschenschlags.

Sie wollen sich nach einem anstrengenden Tag nett entspannen? Aber was Gutes? Nicht zu aufregend aber nicht langweilig? - bittesehr!


Hier gleich besorgen: www.buchwelten.at

Das Geschenk. Von Maria Elisabeth Straub

http://www.buchwelten.at/list?back=3c0e93db9aaa6ba1c192400c23410446&xid=11313544
Maria Elisabeth Straub. Das Geschenk.

Ich kannte die Autorin nicht. Ich weiß auch nicht mehr, wie mir dieses Buch in die Hände viel.

Auf einmal war es da, in der Handtasche, abends bei mir am Nachtkastl.

Also ja, so einfach ist es nicht. Vorher lese ich rein. Und die Sprache ist so gut, die Geschichte ab der ersten Sekunde so dicht, dass es mitmusste. Tagsüber kann ich so schwer durchlesen. Aber nachts. Da ist Stille, ich mit mir und einer Geschichte. Mitleben mit ihr.

Vordergründig ist es die Geschichte eines jungen Mädchens in einer Welt, in der Männer und die Kirche das Sagen haben. Das tägliche Leben, die Zukunft, die Entscheidungen sind von diesen Institutionen bestimmt. Unhinterfragbar.

Sie muss sich auch fügen. All ihre Widerstände helfen ihr nicht. Auch ihre Mutter unterstützt sie nicht. Der Wille des Gesetzes, des Vaters, ist zu befolgen.

Zwangsverheiratet mit einem alten Mann, bereits geschwängert, bereits sichtbar geschwängert, begibt sie sich mit ihrem Anvertrauten, der ihr Großvater sein könnte in die andere Stadt. Ihre widerspenstige Freundin ist schon verheiratet und es wird Jahre dauern, bis sie sich wiedersehen.

Das Geschenk. So nennen sie viele Mädchen. Frauen legen nach der Geburt ihr Mädchen vor die Füße des Mannes. Als Geschenk. Es liegt an ihm, es anzunehmen.

In dieser Zeit, vor 2000 Jahren.

Und doch scheint mir die Geschichte so aktuelle. Geht es nicht noch immer vielen Frauen auf dieser Welt so? Ist das feministische Literatur? Wie eine Frau ihr Leben bewältigen kann, mit ihrem Bastard? Der zwangsangeheiratete Mann, der sie nicht verstößt, als er das gelegte Kuckucksei bemerkt. In der Hochzeitsnacht. Es steht Spitz auf Knopf. Er hätte das Recht sie des Hauses zu verweisen. Tut es dann aber nicht. Offenbar waren die Hochzeitsgaben ihres Vaters Überzeugung genug.

Ihr Bastard. Sie nennt ihn Mamser. Ein Mamser darf keine Kinder zeugen. Wie viel Schmerz ihm das bereiten wird.

Sie bekommt dann noch sieben weitere Kinder mit ihrem Mann. Sie leben gemeinsam mit den Schwiegertöchtern im Haus. Sie managt die Großfamilie. Ihre Töchter, bereits verheiratet, hat sie seitdem nicht mehr gesehen.

Maria Elisabeth Straub erzählt einen Tag in Marias Leben (Maria=Das Geschenk). Es ist der Sterbetag ihres Mannes, des Hölzernen, wie sie ihn nennt. Der Zimmermann. An diesem Tag reflektiert sie ihr Leben, erinnert sich. Und bereitet alles vor. So, wie es sich gehört. Wenn ein Mensch im Haus zum Sterben zusammenrichtet.

Ihre unterschiedlichen Kinder. Sie kennt die Charaktere und muss auch sein lassen. Der Mamser wird sie verlassen. Wenn der Hölzerne gestorben ist. Dies wird ihr größter Verlust sein.

Wir lesen die Geschichte von Maria, Mutter Gottes. Der Mamser ist Jesus von Nazareth, der Hölzerne Josef. Ein reelles Leben. Ein menschliches Leben. Ein Buch voll tiefen Zutrauens in Gott.
Sie hat alles gegeben, um ihr Kind in ihrem Leib zu retten. Ihr Leben. Er ist der Grund ihres Einfügens in die väterliche Gewalt. Er soll leben.

Eine kraftvolle Frau wird uns hier vorgestellt. Klug und pragmatisch. Eine Zeit, wo man mit den Menschen zusammenlebt, die in der unmittelbaren Nähe sind. Die wegziehen, sind nicht mehr erreichbar.


Aber was mich wirklich so beeindruckt hat, ist dieser Stil, die Tiefe, die Klarheit und Pragmatik dessen, was Leben ist. Die Endlichkeit. Die Seite der Frau.


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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wie der König seinen Feind verlor. Für alle Menschen

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Wie der König seinen Feind verlor. Von Jorge Bucay.

Ein Buch, voller Tiefgang, Hass, Liebe, Erkenntnis. Jorge Bucay erzählt diese Parabel in einem wundervollen Band. Die Bilder sind von GUSTI. Fischer KJB h at sich viel Mühe gemacht - und mit Erfolg! - diese besondere Geschichte auch in Grafik und Druck ordentlich zu würdigen.

Es zählt für mich zu den schönsten Büchern der Saison und ist zu meinem Lieblingsweihnachtsbuch gekürt.

Wie der König seinen Feind verlor ist aus dem Spanischen übersetzt von Stephanie Harrach, der auch ein besonders Lob gebührt.

Ein Buch zum Vorlesen für Kinder jeden Alters, für schöne gemeinsame Abende, für Vorträge zur Einleitung. Ein Buch, das den Wandel einer Feindschaft in eine Freundschaft  beschreibt. Ein Buch von Eitelkeit, Machthunger, Klugheit und Weisheit.

Kunstvoll. Klug. Tiefgründig. Ein Schatz.

Jorge Bucay erzählt die Parabel vom machtgierigen König in einer wunderschönen, märchenhaften Sprache. Die besonderen Bilder begleiten.

Gehört in jedes Bücherregal.


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Wer mehr zu Jorge Bucay erfahren möchte, kann hier gleich weiterlesen.

Jorge Bucay, geboren 1949 in Buenos Aires, Argentinien, ist Psycho- und Gestalttherapeut. Als Autor ist er in der spanischsprachigen Welt seit Jahren ein Begriff. Seine Bücher wurden in achtzehn Sprachen übersetzt. 2006 wurde er mit dem hochdotierten Premio Torrevieja ausgezeichnet.

Ein weiteres Buch von Jorge Bucay, das ich auch sehr schätze ist: "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte". Dies ist definitiv ein Erwachsenenbuch. Und ein Geschenkbuch (!)

Wie begegnet man den Wirrnissen des Lebens? Mit Geschichten, sagt Jorge Bucay, der die Gabe hat, das Komplizierte einfach werden zu lassen. Und er hilft seinem Zuhörer Demian, seine Ängste und Probleme besser zu verstehen, indem er ihm Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnisse, Zen-Weisheiten, antike Sagen, selbst Erfundenes erzählt.»Bucays Buch ist voll von zauberhaften Geschichten, die einem helfen, sich selbst zu helfen.« Bücher-Zeitung

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe.

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Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe.

Von A. J. Betts. Übersetzt von Katharina Diestelmeier und Anja Malich.

Unser Protagonist liegt in einem Krankenzimmer. Seine Mutter ist bei ihm. Nebenan zieht ein neuer Patient ein. Er erkennt es an den Schritten, dem Öffnen der Schranktüren. Ein lauter Nachbar. Oder eine sie?

Von der ersten Seite an bin ich bei ihnen. Bei Zac und Mia. Zac, der behütete, wohl umsorgte junge Bursch mit einer Knochenmarktransplantation, Mia, die Wilde mit einer alleinerziehenden Mutter, angespannes Verhältnis. Mia, die schreit und tobt und sich wehrt. Zac, der viel lieber ihren Krebs hätte. Der ist ja zu viel höherem Prozentsatz heilbar als seiner.

Zac und Mia lernen sich klopfend kennen. Klopf Klopf an die Wand. Klopf Klopf zurück. Zac ist in Quarantäne. Mia soll operiert werden.

Als Zacs Quarantäne endet besucht ihn Mia in seinem Bett. Irgendwann in der Nacht. Wer tröstet wen? Es tut gut, nicht allein zu sein, jemanden zu spüren.

Dann hören sie lange nichts mehr voneinander.

Zac, Kind einer Farmersfamilie, sieht eines Tages unter den Streichelzootouristen - Mia. Oder war sie es nicht?

Diese Mia, die sich so wehrt, die mit der schrecklichen Konsequenz ihres Fußtumors nicht umgehen kann, die sich verweigert, wegläuft. Und Zac. Der in seiner hoffnungslosen Situation Stütze ist. Bis - ja bis sich die Rollen tauschen.

Was für ein Roman! Welche Sprache! Welches Wissen!

Die Autorin hat diesen Roman in jahrelanger Arbeit mit krebserkrankten Jugendlichen geschrieben. Die Rollen sind verfälscht. Aber es gibt sie. Die Zacs und Mias und all die anderen.

Herzerwärmend.

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Das Testament des Herrn Napumoceno. Roman.

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Das Testament des Herrn Napumoceno
Roman von Germano Almeida

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann.

Warum ich dieses Buch unbedingt lesen musst, verstehe ich bis heute nicht. Es ist mir schon seit Längerem aufgefallen, wurde genommen, verworfen, wieder fast genommen, in Gedanken verworfen. Nach vielem und langem Hin und Her dann doch: Es muss etwas haben. Es soll wohl so sein. Es muss gelesen werden.

Auf in die Welt des Herrn Napumoceno, auf der Insel Sao Vicente. (Sao Vicente ist eine kleine Insel in der Inselgruppe der Kapverden. Nachdem ich den Roman gelesen habe. Weil. Man sollte bei der Beschreibung schon wissen, wovon man spricht. ... offenbar reichts beim Lesen, sich einfach in den Text hineinzugraben... Wobei: Direkt Bildungslesen.)

Sidestep. Für alle, die gerne mehr über Orte erfahren an denen sie schon gewesen sind, wo sie gerne hinfahren möchten, oder worüber sie einfach gerne mehr wissen würden - es gibt im Unionsverlag in der Reihe, in der auch "Das Testamen des Herrn Napumoceno" erschienen ist, noch viele Romane über interessante Inseln. Kapverden, Las Palmas, Färöer, Malediven, Orkney-Inseln, Kuba, und eine unbewohnte Insel ohne Namen. Und für alle, die es noch besser wissen: Der Unionsverlag hat überhaupt Erscheinungen zu Gegenden und Orten.

Wir lernen Herrn Napumoceno nach seinem Tod kennen. Alles beginnt mit der Verlesung des überaus umfangreichen Testaments. So umfangreich, dass den Notar nach drei Stunden die Stimme verlässt.
In Rückblenden der Hinterbliebenen erfahren wir den Werdegang eines armen Jungen, der mit Nichts auf der Insel gelandet ist, nicht einmal Schuhe hatte er und der dann zu einem der wohlhabendsten Händler von Sao Vicente wurde.

An und für sich unspektakulär. Die handelnden Personen teilen sich im Großen und Ganzen auf seinen Neffen, den Doch-Nicht-Nachfolger und eine plötzlich im Testament erwähnte Tocher auf. Der Neffe, der den Erblasser für einen schrulligen Alten hält und die Tochter, die von der Existenz ihres Vaters nach seinem Tod erfährt und nun versucht, ihn über ebendieses und den entsprechenden Nachforschungen zu den dort erwähnten Personen kennen zu lernen.

Ein stiller Text, fein, erzählend, schöne Sprache. Nichts reißerisches, aufregendes oder außerordentlich belastendes. Eher so ein Leben mit Aufs und Abs, mit unerfüllter Liebe, ein Charakter mit Schattenseiten, eine kleine Insel gespickt mit Gerüchten und Verrufungen. Fein fein.

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Der Autor. Germano Almeida, geboren 1945 auf Boavista, Kapverden, studierte Rechtswissenschaft in Lissabon. Er arbeitet als Anwalt und führt einen eigenen Verlag auf den Kapverdischen Inseln. Die Verfilmung von Das Testament des Herrn Napumoceno erhielt den ersten Preis auf dem Festival de Gramado.

Das Blubbern von Glück

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Das Blubbern von Glück. Von Barry Jonsberg. Übersetzt von Ursula Höfker.

Das Blubbern von Glück ist im Vorfeld schon mit großem Lob angekündigt worden. Welche nette Geschichte, welch gut durchdachter Text, wer will nicht glücklich sein?

Vordergründig - auch aufgrund des Covers - vermutet man eine leicht dahin "blubbernde" Geschichte. Seichte Kinderunterhalten. Weit gefehlt!

Die Rezensionen auf der Rückseite "lustig" "witzig" finde ich nicht so passend. Obwohl. Meine Mutter hat sich wirklich abgelacht. Viele Szenen entbehren nicht eines gewissen grotesken Humors. Und vor allem - Candice ist ein starker Charakter.

Dieses Buch ist ein vorgelesenes Buch. Und somit wird dieses Buch ein Leben lang für mich ein ganz besonderes Buch sein. Ich habe es vorgelesen. In kleinen Tranchen. Und dafür eignet es sich ganz hervorragend! Nämlich vorne bei A wie Aufsatz beginnen und bei Z wie Zeitenwende enden. Meine Vorlesephase hat fast 2 Monate gedauert. Oft mussten wir auch ein Kapitel splitten. Und sehr interessant. Man verliert Candice und ihre Freunde, z. B. Erdferkel-Fisch nicht aus den Gedanken, weiß sofort worum es geht. Das zeichnet ein Buch schon aus. Nach Wochen oft wieder zur Hand genommen, und sie sind sofort wieder alle da und lebendig, die Freunde und Feinde, Familie und Lehrer unserer lieben Candice, auch Pumpkin genannt ("Warum bezeichnen Erwachsene ihre Kinder gerne mit Gemüsenamen? und meinen es auch noch nett.")

Das Blubbern von Glück beschreibt ein junges Mädchen, Candice. Sie ist etwas übergenau (was sich in hundertausendmaligen Erklärungen, warum sie dies so und nicht anders gesagt hat, was sie hier ganz genau gemeint hat, ausdrückt.), sie ist sozial zumindest etwas - gestört -  sie ist die Außenseiterin in der Klasse. Sie ist leicht intro. Sie kann sich schreibend gut ausdrücken, redend eher nicht so.

Ein Kind, auf sich alleine gestellt, eine Familie, schwer irritiert, um nicht auch zu sagen, ... gestört.

Nach dem Tod der kleinen Schwester fällt ihre Mutter in eine tiefe Depression, dazu gesellt sich eine Krebserkrankung. Der Vater, ein Schweiger, der seinem Bruder nie verziehen hat, reich zu sein. Die Familie selbst lebt in prekären Verhältnissen. Und dazwischen - Candice. Candice Phee. Ein hochbegabtes Kind, aber allein.

Aber das erzählt die Geschichte nicht. Die Geschichte beginnt bei A und endet bei Z. Jedem Buchstaben des Alphabets ist ein Kapitel gewidmet, weil nämlich die beste Lehrerin der Welt - was Candice betrifft - als Hausaufgabe gestellt hat, einen Aufsatz über sich selbst zu schreiben, wobei jeder Absatz mit einem anderen Buchstaben beginnen soll. Bei Candice ist das zu wenig. Ein! Absatz pro Buchstab!e und so wird aus jedem Absatz ein ganzes Kapitel. Und was wir erleben!

Candice ist wirklich schrullig, und ihr bester Freund ebenso. (Den lernst sie später kennen, die beiden Außenseiter der Klasse finden sich.). Sie schafft es, ihr Leben zu meistern. Sie möchte alle in ihrer Umgebung glücklich machen - was sie uns vorenthält sind die Vor-Gedanken und Planungs-Gedanken - und wie sie das macht! Da geht so einiges schief, und doch ... in the end ...

Aber: selber lesen. genießen, überrascht sein, ein vordergründig anstrengendes Kind aushalten, die Umwelt verstehen und auch nicht.

Barry Jonsberg, der Autor, ist australischer Kinder- und Jugendbuchautor und wird "als einer der Renommiertesten" beschrieben.

Dieses Buch ist mit dem Children´s Peace Literature Award ausgezeichnet worden. Das heißt ja schon was.

Nun denn: An die Seiten.
Empfohlen für 10-99 Jahre

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Dienstag, 2. September 2014

Die juristische Unschärfe einer Ehe. Von Olga Grjasnowa


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Die juristische Unschärfe einer Ehe. Was für ein Cover!

Dieses Cover hat mich gleich beeindruckt. Und das Buch ist umgehend auf meinem Nachtkastl gelandet. Dort hat es ein bißchen gewartet, muss ich zugeben, aufgrund Überfüllung. Doch mit jedem Sortieren ist es nach oben gewandert. Mit jeder Aussortierung (was jetzt schon zuuu lange liegt, könnte ich auch auf ein anderes Kasterl wegparken) ist es geblieben. Ich konnte es nicht weglegen.

Nun denn. Heute Nacht wurde das Werk vollendet. Ich habe nicht lange daran gelesen, vielleicht 3 Tage.

Olga Grjasnova schreibt leicht leserlich, die Geschichte dreht sich um eine junge Russin, gebürtig aus Baku . Baku ist aber in Aserbaidschan. Leyla studiert Ballett. Sie tanzt am berühmten Bolschoi-Theater

Doch das ist nur insofern wichtig, dass das Ballettanzen Leyla unempfindlich gegen Schmerz gemacht hat.

Olga Grjasnova zeigt uns die Entwicklung junger Russen/Sowjetunion-Kinder/russische Förderation, jedenfalls von Menschen, die jetzt zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, in ihrer Heimat keine Zukunft sehen. Unser Ehepaar. Sie leben in Berlin. Lernen dort die westliche Freiheit.

Und doch: Leyla bleibt unverbunden. Sie findet ihren Platz nicht.

Ein literarisches, wunderbares Buch über eine Weltecke, die unserem Fokus entglitten ist. Der asiatische Teil Russlands. Welche Landschaft, welcher Blickwinkel. Welch Leben in "demokratischer Diktatur". Und wieder. Der Umgang mit Korruption, Bestechung. Ein Sich-Zurechtfinden in einer verlogenen Welt.

Leyla und Altay.

Sie haben sich gefunden, weil zwei Paradiesvögel besser miteinander als alleine leben.

Wie es mir ergangen ist:
Der Einstieg ist die Mitte. Kapitel 0. Leyla in Polizeigewahrsam. Gefoltert.
Dann der erste Teil. Berlin. Die Kapitel zählen runter. Berlin beginnt mit -29 und geht bis -1. Zweiter Teil. Startet mit 1 und geht bis 29.

Ich mag Olga Grjasnova. Sie hat auch den von mir sehr geschätzten Roman, "Der Russe ist einer, der Birken liebt" geschrieben, den ich in diesem Blog schon besprochen habe. Das war 2012. Nun ist ihr zweiter Roman da.

Es geht um Sex, Liebe, Orientierungssuche, auch homosexuell. Die Gefahr im Westen, Der Schein, die Gefahr im Osten, die Korruption. Wo ist man frei? Leben. Wie geht das.

Wirklich sehr lesenswert. Beeindruckt. Tief. Berührend. Noch einmal lesen?

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Montag, 1. September 2014

rumba congolaise

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Rumba congolaise. Von Harald Friesenhahn.

Ein Krimi. Ein Thriller. Ein Provinzkrimi. Und dann auch anders. Die Verknüpfung mit einem anderen Ort, mit einer Problematik, die uns betrifft, das Einbinden einer Verhaltensweise (das Nutzen neuer Technologien) in den Alltag. Wenn plötzlich die große, mafiose, dikatorische, geldgierige Welt in unseren Alltag einbricht. Dass das möglich ist. Und wie.

Und doch: sehr erdig. Erinnert entfernt an den Stil von Viveca Sten. Leicht zu lesen, viele Dialoge, grausliche Machenschaften im Kongo. Und dazwischen Wiesen. Mit den Festivals, Mattersburg, mit dem Kommissar. Alles mögliche, was den Alltag eines Beamten in Österreich trifft. Neid, Eifersucht, Rangordnungsstörungen.

Bleibt manchmal etwas oberflächlich, berührt aber und lässt immer weiterblättern.


Für alle, die gerne gute Krimis lesen. Für alle, die gerne einen sozialkritischen Hintergrund haben. Für alle, die "Provinzkrimis" lesen.

Gut leserliche Lektüre, die Verknüpfung des dunklen afrikanischen Kontinents mit dem hellen europäischen Kontinent wird deutlich. Wir sind miteinander verbunden.

Sehr schön lesbar.  Gut zur Ent- und Anspannung. Ohne Widerspruch.

Eure Herta Emmer

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Dienstag, 19. August 2014

Der Dirigent.

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Der Dirigent. Von Sarah Quigley

... und sofort drinnen...

er kommt über den Tod seiner Frau nicht hinweg. Er gilt als Egoist, großes Genie, seine Frau hat ihn gerade wieder verlassen. Wer kann schon mit ihm leben? Er ist Zyniker, hoch gebildet und umgeht die stalinistische Repression. Er ist Muttersöhnchen, überpünktlich und verklemmt.

Vier verschiedene Männer. Jeder in seinem Leben gebunden. Wir steigen 1941 ein. Sommer 1941. St. Petersburg. Zu der Zeit: Leningrad.

Was sie verbindet: die Musik. Allesamt der Musik verbunden, verfallen möchte man sagen. Doch dies nur als - Luft zum Atmen - wir erleben sie in ihrem Alltag. Im alltäglichsten Alltag.

Die Gefahr kann man schon riechen, fühlen, sie dringt durch die Haut. Die Deutschen werden kommen. Werden die russischen Heere sie zurückhalten können?

Sie können es nicht. Leningrad wird belagert. In einem der kältesten Winter. Und sie sind im Schicksal um Leningrad dabei. Schostakowitsch, der große Komponist, der nicht weichen will. Iwan Sollertinski, der Kritiker, Chef des Konservatoriums, der sich mitsamt den berühmten Philharmonikern und wichtigen Künstlern nach Sibirien ausfliegen lässt, Nikolai Nikolajew, nicht mehr und nicht weniger als genialer Geiger, er bleibt in Leningrad, und last but not least Karl Iljitsch Eliasberg, auch Elias genannt, der Dirigent des Rundfunkorchesters. Ein Leben lang im Schatten des großen Dirigenten Mawrinski, der die berühmte Leningrader Philharmonie dirigiert.

Gewöhnliche Leben, die außergewöhnliche Umstände zusammentreiben.

Was ist das besondere an diesem Roman?

Ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass ich sehr lange an ihm gelesen habe. Weil ich immer wieder zurückgeblättert habe, um nochmals zu lesen. Um nochmals zu lesen, was Musik bedeutet. Wie Schostakowitsch diese Synphonie entwickelt, wie Elias über seinen Partituren sitzt, wie sie die geschriebenen Noten hören. Wie wichtig die Kunst ist, was sie aus ihnen macht.

Getrieben von einem Schreckensregime, gelandet in einem unsäglichen Krieg. Kälte, Hoffnungslosigkeit, Tod. Und innen die Musik. Viel Not, viel Verlust. Und dann das Durchhalten. Welche Kraft.

Und jetzt muss ich mir diese Synphonie anhören."Die Leningrader Synphonie
„Ich widme meine Siebente Sinfonie unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem unabwendbaren Sieg über den Feind, und Leningrad, meiner Heimatstadt ...“
Schostakowitsch am 29. März 1942 in der Prawda.
 

Eine wahre Geschichte, tatsächliche gelebt habende Personen. Und darum herum die Gedanken, Gefühle, der Alltag. Eine wunderbare Komposition. Immer unterschiedlich erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen der vier Männer. Und ihrer Leben.

Was ist wichtig? Was macht dich zum Menschen? Was hält dich? Hier: Musik.

Wie schön zu lesen. Wie aktuell. Wie ewigwährend. Immer wieder.

Hier hat sich jemand ein Denkmal gesetzt, hier ist ein Mensch ganz besonders aus sich heraus gewachsen. Eliasberg. Der verklemmte Dirigent. Das Muttersöhnchen. Der Ausgelachte. Er hat das Meisterwerk dirigiert. Mitten in der Besatungszeit. Welche Leistung. Und welche Veränderung hat es gebracht. Was ist mit ihm passiert? Er ist ein anderer geworden. Im ersten Jahr der Besatzung. Wie sagt die Angebetete. Du hast gezeigt, dass du verletzbar bist. Jetzt folgt dir das Orchester.


Sarah Quigley, Australierin, beschreibt in ihrem Nachwort, dass ihr die Nähe des Krieges, dieses Krieges, in Berlin bewusst geworden ist. Und dann hat sie - die Musikerin - sich der Geschichte der Leningrader Synphonie angenähert.

Was soll ich sagen: lesen!
und: hören Sie Musik!

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Samstag, 16. August 2014

Sophies Tartes, Quiches und Salate

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 Sophies Tartes, Quiches und Salate

Es ist ja sonst nicht so meine Art, über Kochbücher zu schreiben. Aber dieses hier hat eine Erwähnung verdient.

Nicht dass ich nicht schon längere Zeit an diesen Sophies... Büchern vorbeigeschlichen wäre, wie die Katze um den heißen Brei. Warum sollte ich. Und noch eins, aber wirklich. All diese üblichen Gedanken, wenn es um ein Kochbuch geht. Man hätte ohnehin schon genug davon zuhause, und würde ja aus diesen nicht und so weiter.

Trotz aller inneren Widerstände. Heute musste es in meine Hand. Und gleich etwas daraus machen. (Ich wusste ja schon länger von den besonderen Inhalten...)

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

Sophie Dudemaine beschreibt nicht nur ihre Tarte und Quiches, nein, es gibt auch noch zu jedem Rezept den passenden Salat dazu! Und was für welche!

Heute Aubergine-Tarte mit Pinienkernen und dazu Friséesalat mit Geflügelleber gemacht! Wow! Die Geschmackskombination. Der Gelingenseffekt! Die Freude der Gäste!

Und was da noch alles drinnen ist!

Feine französische Küche, superleicht (zu kochen). Mit besten Zutaten. Fein abgeschmeckt. Auch zum Träumen.

... und als Nächstes gibt es Apfel-Himbeer-Kompott aus "Sophies Marmeladen & Kompotte". ... Das habe ich nämlich auch gleich mitgenommen... hm.

Sodann. Auf ans Kochen, Genießen, Schmecken, Träumen.



Hier gleich besorgen: Sophies Tartes, Quiches und Salate. Und: Sophies Marmeladen & Kompotte.


Fortsetzung folgt!

Sonntag, 3. August 2014

Das Geräusch der Dinge beim Fallen.

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Das Geräusch der Dinge beim Fallen.

Von Juan Gabriel Vásquez.

Kolumbien jetzt und in den 90er Jahren.

Unser Protagonist hat einen Blick für die feinen Nouancen. Und erzählt uns. Von dem Menschen, von diesem Einzelgänger, man sagt, er wäre im Gefängnis gewesen, das würde wohl schon seinen Grund gehabt haben. Ohne Grund kommt keiner ins Gefängnis.

Doch er ist unscheinbar. Still, spielt beim täglichen Billardspiel mit. Sie lernen sich näher kennen. Man redet nicht so viel. Spielt Billard, geht seiner Arbeit nach. Er, unser Protagonist unterrichtet.

Und dann holt sie die Geschicht ein. Viel -was wäre wenn- und -warum habe ich nicht- und eine Zeit bricht auf, in der es so war ..."...die Gewalt jenseits der kleinen Missgunst, der kleinen Rache kleiner Leute, die Gewalt, die von einem Kollektiv ausgeht, bei dem man im Geist auch den Artikel groß schreibt: Der Staat, Das Kartell, Die Armee, die Front. Wir in Bogotá hatten uns an sie gewöhnt..." (Seite 17)

Und: er will uns nicht sein ganzes Leben erzählen. Nur ein paar Tage davon. Es beginnt mit einer Fernsehmeldung. Ein Tier aus dem großen Anwesen des ehemaligen Diktators Pablo Escobar war entlaufen und erschossen worden. Und da schreit der Unbekannte auf: "Die Tiere können doch nichts dafür!"

Und unser Mann schreibt, dass er damals nicht wusste, "dass sich mit dem Tod des Nilpferds ein Kreis in seinem Leben schloss". (Seite 13)

Juan Gabriel Vásquez beschreibt mit einer Dichte, die seinesgleichen sucht, einige Zeit im Leben des Juristen. Vor langer Zeit. Alltäglichkeiten, Schrecklichkeiten. Ein Leben in Armut, Menschen, die sich kennen- und lieben lernen. Und wie die Umstände zuschlagen.

Eine Seite der Welt, die wir nicht so oft anschauen, die nicht in usnerem unmittelbaren Focus ist. Und doch. Vertraut. Südamerika.

Die Feinheit der Sprache, die Satzformuierungen, so als ob jemand einfach so vor sich hin denkt, und dieses so vor sich hindenken auf Papier bringt. Still, sachte. Und was für eine Geschichte. Voller Leidenschaft, die vielen Zitate, dass die Vergangenheit vorbei ist, besser sei es, nicht darüber nachzudenken. Glaubenssätze einer Generation.

Leben. jetzt und hier.

Nachdenken, Hinterfragen, Forschen. Sehr gefährlich. Auch an Leib und Leben. Auch jetzt noch?

Ein geniales Buch. Gegenwärtig. Immergültig.

Sehr schön zu lesen. Tief berührend. Das Schicksal. Und darin Menschen.

Für alle, die eine schöne Sprache lieben, die Tiefgang lieben und einsinken möchten in eine andere Person.


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Freitag, 25. Juli 2014

Ein ganzes Leben. Von Robert Seethaler

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ein ganzes Leben. Von Robert Seethaler. 

Robert Seethaler. Ein stilles Buch. Ein Buch von einem jungen Mann Anfang des vorigen Jahrhudnerts. Pragmatisch. Enfach.

doch in seinem Fluss so einzigartig. Und einfach. Realistisch und begleitend. Jedes Wort sitzt, wie berührend er von seinem Schicksal erzählt. Eines, das auch andere hatten. Einer, der es nicht an die Spitze der Gesellschaft geschafft hat. 

Aber in Frieden zu sich selbst ist. 

Robert Seethaler beeindruckt mit einer leichten Schreibweise, einem beschwingen Erzählton, in dem er alles einpackt. Die Kindheit ohne Liebe, die Jugend in Not, aber brav und fleißig und schwer arbeitend. Die große Liebe, der Verlust. Ein Krieg, in dem ihn keiner will und Jahre später wird er doch geholt. Das Gefangenenlager und die Rückkehr in die Heimat, wo nichts mehr ist, wie es war. Wieder Fuß fassen.

Das Leben leben.



Mittwoch, 16. Juli 2014

Leben. von Karl Ove Knausgard

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Leben. Von Karl Ove Knausgard

Ich muss mich outen. Ich bin ein Knausgard-Fan. Sehnsüchtig habe ich auf den 4. Teil seiner Biografie gewartet. Sehr sehnsüchtig. Und als er endlich da war, der vierte Teil, "Leben" habe ich alles (alle anderen Bücher) liegen und stehen gelassen und mich ganz hineinversunken. In sein Leben. Wie es weitergeht.

Hier beschreibt er die Jahre seiner frühen Adoleszenz. Von Schulende bis Ende seines ersten Arbeitsjahres als Lehrer in Nord-Norwegen. Wo es den ganzen Winter schwarzfinster ist.

Auch hier. Ein relativ normales, unspektakuläres Leben. Mit allem, was so ein junges Leben hat. Erste Erfahrungen in Liebe un Sexualität. Oder auch Nicht-Erfahrungen in Liebe und Sexualität. Weggehen. Alkohol. Arbeiten. Abgrenzung. Und bei ihm: Schreiben.

Aber was das Buch wirklich ist, und was Knausgard so gut kann. Wir leben einfach mit. Jeden Tag in dieser genauen Betrachtung, in dieser feinfühligen Beschreibung, in dieser offenen Detailliertheit.

Eine Wucht!

Langsam lesen, sonst ist es zu schnell vorüber. Und dann heißt es wieder warten. Auf den nächsten Teil.


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... übrigens auch hymnisch beschrieben in der "Zeit"

Interview in der Welt mit Karl Ove Knausgard "Die totale Freiheit gibt es nur in der Literatur"

Besprechung im Bayrischen Rundfunk

Samstag, 21. Juni 2014

6 Uhr 41

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 6 Uhr 41. Von Jean-Philippe Blondel.

Was für ein Ereignis! Welches Eintauchen!

Sie und er. Vor vielen Jahren, als sie noch jung waren, waren sie beisammen, haben sich unglücklich getrennt. Und jetzt. Sitzen sie im Zug zusammen. Nach ... 27 (ja 27!) Jahren. Und? Hat er sie erkannt? Hat sie ihn erkannt? Ein kurzes Nicken. Ist der Platz noch frei? Was jetzt? Ansprechen. Nicht ansprechen?

Im Frühzug nach Paris. Um 6.41 sitzen ein Mann und eine Frau nebeneinander. Jeder spielt in Gedanken die gemeinsame Liebesgeschichte durch.

Ein Buch, getragen von inneren Monologen. Welches Leben! Was ist damals passiert. Warum so. Jetzt Mitte 40. Er. Sie.


Ich bin ganz gepackt, hingerissen, hineingeglitten in diese beiden Erwachsenen mit den Kindern, die am Flügge werden sind.

LESEN!!!!! EINTAUCHEN!!! ERLEBEN!!!

Ein wunderbares Buch. Für alle, die die leise Stimme auch gerne hören.

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