Mittwoch, 17. Juli 2013

Vergiss mein nicht.






Vergiss mein nicht. David Sieveking. Filmemacher begleitet seine an Alzheimer erkrankte Mutter filmisch

David Sieveking auf youtube über seinen Film

und dann auch schriftlich.

David Sieveking hat eine unkonformistische, kluge, widerständige, intelektuelle, bewegliche Mutter. Alles ändert sich, als sich ihre Krankheit verschlimmert.

David Sieveking beschreibt unaufgeregt, mitreißend, eindeutig, wie ein Kind, ein Ehemann, ein Verwandtschafts- und Freundschaftssystem mit dem Verfall, mit der Veränderung einer Person und damit auch des gesamten gewohnten Gefüges umgeht.

Als Geschichte. So, wie es von Beginn weg war, so wie es jeden Tag ist.

Mit ganz vielen Informationen zu allen Fragen, die auftauchen, von denen man nicht will, dass sie auftauchen. Davon, dass man (die pflegenden Angehörigen, die Angehörigen, die Freunde, die Familie) trotzdem gewaltige Entscheidungen für jemand anderen treffen muss, und alle Entscheidungen erscheinen falsch.

Der Roman sagt mehr aus. Einfühlsam, entspannt, weg von dieser Bedrücktheit - und er nimmt das Grauen. Gemeinsam lachen und mit der Botschaft: nimm jeden Tag mit Humor. Jeder Tag wird zum Geschenk.

Sehr schönes, sehr gutes, sehr großes Buch.

Mir jedenfalls hat diese Umsetzung des Themas bessser gefallen als "Der alte Mann in seinem Exil".



Der Film "Vergiss mein nicht"

Das Buch "Vergiss mein nicht"



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