Mittwoch, 20. Februar 2013

Elsa Ungeheuer. Von Astrid Rosenfeld

Ich wusste gleich, dass es gut ist. Als ich im Diogenes Magazin einen ersten Auszug las. Da wollte ich gleich weiterlesen, nichts anderes dazwischen machen. Aber das Buch war nicht da. Noch nicht. und ich sollte viele Tage warten müssen.

Und nun hielt ich es endlich in Händen. Vorfreude!

Mir war Astrid Rosenfeld mit ihrem ersten Buch zwar aufgefallen, aber ich hatte "Adams Erbe" nicht gelesen (was ich nachholen werde, das weiß ich jetzt).

Meine Anspannung, der Wunsch, dieses Buch unbedingt zu lesen, war gut und richtig und ich bin reichlich belohnt worden. Zwar entwickelt sich die Geschichte des 10jährigen Mädchens, Elsa, das von ihrer Mutter in einem kleinen Dorf bei ihrem Vater zurückgelassen wird, gänzlich anders, als ich den ganzen ersten Teil lang vermutete.

Eine Geschichte um den Zauber der Liebe. Elsa ist eine so prägende Gestalt, dass sich die beiden Brüder Lorenz und Karl nicht entziehen können. Elsa und Lorenz sind nur ein Jahr auseinander, Karl ist der jüngste. Sie sind, als Elsa kommt, alle noch Volksschulkinder. Nach dem Sommer wechseln Elsa und Lorenz ins Gymnasium.

Lorenz ist es, der die Geschichte erzählt. Er versteht vieles nicht, weiß nicht, was ihm passiert. Er folgt Elsa überall hin.

Eine intensive Kinderfreundschaft, Liebe. Kinder, die trotz schwieriger Umgebungsverhältnisse (Elsas Mutter lädt diese einfach ab und geht, Lorenz und Karls Mutter war verwirrt und nahm sich das Leben.) finden sie einen Menschen, der im Herzen für sie sorgt. Ein alter Mann, von den Wirren des Lebens in dieses Dorf gespült.

Bis Elsa alle verlässt. Da ist sie 14.

Lorenz bricht das Herz.


Zweiter Teil.
Ein Leben ohne Elsa. Doch sie ist immer präsent. Karl vermisst sie sehr. Lorenz wird großer Künstler. Über die Verwandten der Mutter lernen sie eine große Kunstkennerin (auch in ihrem Schicksal verhangen) kennen, und Karl wird den Verdacht nicht los, dass sie Lorenz sehr fördert.

Überhaupt merkt Karl nicht viel. Das nicht, was im Verborgenen passiert, dafür hat er keinen Sinn.

Beide Brüder stürzen ab, verfangen sich in den Freuden der "Medizin". Koks.

Bis Karl eines Tages nach Texas fährt um Elsa zu besuchen. Ziemlich kaputt ist er da schon. Als er sie sieht, ist es richtig, er kann sie noch immer fassen. Und Elsa, Elsa schenkt im Erkenntnis. Sie öffnet seine Augen.

Er geht wieder in sein ursprüngliches Leben zurück. Erkennt.



Ein Buch, das sich öfter zu lesen lohnt.



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