Montag, 30. Juli 2012

Das Leben hält sich nicht an Rendezvous. Jaqueline Gillespie

Jaqueline Gillespie habe ich bei Literatur in Grün persönlich kennengelernt, eine ruhige, bodenständige, freundliche Frau. Dort las sie aus ihrem Buch

"Das Leben hält sich nicht an Rendezvous. Die Geschichte meiner Krebserkrankung."

Wenn Sie mit diesem Buch beginnen, dann können Sie eigentlich nicht mehr raus. Unmittelbar, trocken, echt, unverschnörkelt erzählt Jaqueline Gillespie von sich. Beginnend mit dem Tag, wo sie den Knoten in ihrer Brust spürt.

Man muss sich schon auf eine starke Frau einstellen, die sich völlig anders verhält, als man es so erwartet; oder kennt aus vielen Erzählungen. Frau Gillespie verweigert, sich fallen zu lassen. Und zwar absolut. Ganz absolut. Sie ist hart im Nehmen, war sie wahrscheinlich immer schon. Ihre Geschichte ist nämlich ziemlich heftig, aber sie gibt sich nicht auf, gibt ihre Selbständigkeit nicht auf, kämpft.

Ganze Passagen möchte man rausschreiben und an die Wand pinnen. Mich hat diese Trockenheit, der Humor und diese klare Analyse der Umgebung so angesprochen. (Plötzlich fühlen sich alle bemüßigt, einem gute Ratschläge zu geben ...)

Eine Lese- und Lerngenuss!

Danke, Frau Gillespie, dass Sie uns an ihrer Geschichte teilhaben lassen, Danke, dass wir mit ihnen diesen Weg so anders (erfrischend ist wohl ein unpassendes Wort) mitgehen dürfen.

Da können sich viele ein Stückchen abschneiden!


Zum Inhalt:
Frau Gillespie hatte innert drei Jahren aggressive Tumore in Brust und Lunge. Sie ist heute geheilt. 

Zitat seitens des Verlags:
Von der ersten bis zur letzten Zeile nimmt ihre Geschichte gefangen, und am Ende weiß man: Diese Frau lässt sich nicht unterkriegen. Das macht Mut, auch für das eigene Leben.

Dem kann ich mich nur anschließen.

Ein sehr lesenswertes Buch



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