Freitag, 4. Mai 2012

Als Gott ein Kaninchen war. Von Sarah Winman.

Als Gott ein Kaninchen war.

Kennen Sie das? Sie schleichen um ein Buch herum, nehmen es zur Hand, legen es wieder weg. (Nach der Beschreibung auf der Rückseite gerade nicht Ihr Thema). Nehmen es wieder zur Hand. Eine Faszination geht aus. (Deshalb sind gute Cover so wichtig!) Nun. Mir ging es bei diesem Buch so. Warum soll ich ein Buch lesen, das heißt: "Als Gott ein Kaninchen war?" Was soll das?

Eine Beziehungsgeschichte zwischen Geschwistern. und deren Freunden.

JEDOCH! Sonntag habe ich angefangen, es zu lesen. Ich musste nach dem ersten Teil aufhören, da schon die Dämmerung über mir hereinbrach und ich den 2. Teil nicht anpatzen wollte, bevor nicht genug Zeit ist, ihn in einem Zug durchzulesen. Der 1. Mai bot sich an. Welch Vorfreude schon, bevor ich losstartete! Alles perfekt: Platz perfekt. Buch da. Brille da. Wetter briesig. alles perfekt.

Und dann nocheinmal in aller Ruhe reinfallen in die Geschichte des Mädchens, das später weitererzählt als erwachsene Frau. Ein spannendes Leben. Es geht um die Liebe und vor allem geht es um wahre Freundschaft, die gleichzeitig große Liebe ist. Es gibt Menschen in deinem Leben, die so prägend sind, dass selbst bei Trennung über Jahre kein Bruch im Verstehen auftaucht. In diesem Buch werden sowohl dem Bruder als auch der Schwester die besten Freunde entzogen. Was bei beiden einen großen Schmerz hinterlässt. Ansonsten ist die Familie so weit normal, das Leben so weit geregelt. Aber sie bekommens nicht mehr geregelt, im Außen schon, aber Innen, da fehlt etwas.

Und die Art, wie etwas fehlt, wie andere Menschen auftauchen, wie sich das Leben entwickelt - ja ein Lesegenuss. Mitfühlen, mittrauern, mitfiebern, mitfreuen.

Schade, dass es so schnell vorbei war. www.buchwelten.at
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