Dienstag, 22. November 2011

Der Fremde und die schöne Frau

Pavel Kohout. Die schöne Frau lebt in S. S. hat schon viel erlebt. Die Monarchie, die Vertreibung der "anderen", die Zerstörung durch die Nazis, der Vertreibung der Deutschen, die Zerstörung durch die Kommunisten, die Zerstörung der Integrität der Einwohner, nochmals durch den Kommunismus. Die Befreiung von den Fesseln einer Diktuatur, die Zuwanderung von vielen neuen "anderen".

In dieser Umgebung lebt die Schöne Frau. Pavel Kohout beschreibt in diesem Roman des 20. Jahrhunderts - in diesem besonderen Ton, der die AutorInnen östlich der Donau ausmacht - mit diesem Gesang der Leichtigkeit, die im Hintergrund die schweren Töne des Moll verbergen möchte - Pavel Kohout also beschreibt ihr Leben.

Und dann dieser Mann, der plötzlich da steht, elegant, ehrlich, einfach und sie lässt sich (und dann doch nicht, woher und warum meint sie, so ablehnend, ja aristokratisch ablehnend sein zu müssen!) auf das Abenteuer ein. In dieser Stadt S., in der sie die Veränderung nicht bemerkt hat.


Und dann der Abschluss. Die mutige Schöne, die - ohne dass es viel erklärt wird - dann aufrecht und kompromisslos zu sich, zu ihren Gefühlen steht. Und der Fremde, der erstmals wieder ...

aber lesen Sie selbst!


Ein leise singender Roman von einem Leben, das "die Umstände" formten, aber nicht verformten.

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