Mittwoch, 27. Juli 2011

Jean Ziegler - die nicht gehaltene Rede


Jean Ziegler, "Der Aufstand des Gewissens". Die Rede, zu der er Ein-Ausgeladen wurde, nun in Buchform. Büchlein.

Wer auch immer die Medienberatung der Festspiele inne hat. Bitte ins Lehrbuch aufnehmen unter dem Kapitel: "Womit sie die Sache ganz sicher in den Sand setzen".

Jean Ziegler spricht hier in Kurzform, was in all seinen Büchern nachlesbar ist. Dass die Weltbevölkerung die Rechnung für die Spekulanten und Hedgefonds, für das Oligopol einiger weniger Großkonzerne zahlt.

Dem Anliegen, der Sache selbst, konnte nichts besseres als die Ein-Ausladung passieren. Wie sonst hätten wir alle diese Rede, verschriftlicht, in Buchform, nachlesen können? Wie sonst wäre das Thema derart breit besprochen worden?

So gesehen - Dank an die Medienbetreuer der Salzburger Festspiele!



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Samstag, 16. Juli 2011

John Grisham - Das Geständnis


John Grisham. Das Geständnis

Ein dicker Schmöker. Man schafft ihn an einem Samstag. Selbst ausprobiert.

Die Geschichte beginnt im Vorzimmer eines Landpfarrers, Amerika, ein Herr möchte zum Herrn Pfarrer. Er empfängt ihn und der Mann legt ein Geständnis ab. Er sei krank, wolle noch vor seinem Tod sein Gewissen erleichtern. Ein anderer werde demnächst in Texas statt ihm ermordert. Todesstrafe durch vergiften, rechtmäßig durch den Staat Texas durchgeführt.


Der Pfarrer ist fällt in ein Dilemma. Was soll er tun? Die geheime Beichte einhalten? Oder einen Unschuldigen vor der Todesstrafe retten?

Die ganze Nacht über diskutieren seine Frau und er, es ist keine Ruhe, kein Schlaf zu finden. Bis jetzt hat er ein anständiges, geplantes, ruhiges, besonnenes Leben geführt. Und steht nun vor der Gewissensprüfung. Er muss in jedem Fall etwas unrechtes tun. Er hat Familie, zwei kleine Kinder. Ein Gelübde abgelegt.

Er entscheidet sich, dem Verbrecher zu glauben (übrigens ein vielfach bestrafter Vergewaltiger) und ein offizielles Geständnis von ihm zu bekommen.

Die Geschichte beginnt zu rasen. Dieser unzuverlässige Verbrecher treibt den Pfarrer vor sich her, gleichzeitig schalten sich die letzten 5 Tage des jungen Unschuldigen in der Todeszelle dazu. Ein Countdown beginnt.

atemlos blättert man wieder und wieder um.

......
John Grisham rollt in diesem großen Roman die Umstände der law and order Politik in Texas auf. Greift die Rechte offen an. Er schaffte ein Mahnmal gegen die Todesstrafe.
......

John Grisham hat ein Meisterwerk abgeliefert!


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Samstag, 2. Juli 2011

Die toten Gassen von Barcelona

Die toten Gassen von Barcelona. Von Stefanie Kremser

wow. Jetzt werde ich nach Barcelona reisen. Das habe ich jetzt gebraucht. Sagte ich schon, dass ich keine Krimileserin bin?

Weil ich eben keine bin, habe ich dieses Paperback von kiwi nicht angegriffen, nur ständig in die Hand genommen und wieder weggelegt. Und nur ein bisschen angefangen; ich brauch was spannendes, ich brauch was, das mich unterhält, ich brauch was für die Hängematte.

gebongt!

Stefanie Kremser beschreibt eine Deutsche, die auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Mutter nach Barcelona reist. Sie ist gerade leicht durcheinander, Vater, Mutter und Bruder sind bei einem Unfall gestorben, schon vor einem Jahr, aber sie kommt nicht heraus. Dankend nimmt sie das Angebot ihres Verlages an, einen Reiseführer über Barcelona zu schreiben. Der Heimatstadt ihrer Mutter. Freundlich aufgenommen von einem Journalisten-Kollegen kommt sie in der Stadt an.

Gleich eine Leiche. Dem Kollegen sehr peinlich, was für ein Anfang!

Stefanie Kremser schafft den Spagat zwischen einer tollen Stadtbeschreibung, der einfühlsamen Vermittlung der tiefen Orientierungslosigkeit der Protagonistin und - ein sozialkritisches Mahnmal der Wohlstandsverlierer zu zeichnen. All derer, die im Sturm der Konzern- und Profitwelt verlieren.

Der rote Faden, der sich durch die verschiedenen Morde zieht ... aber selber lesen, sonst ists nicht mehr so spannend!



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