Montag, 29. November 2010

Thomas Sautner, Fremdes Land


Thomas Sautner, Fremdes Land.

Wow. Sollte zur Pflichlektüre für alle Erwachsenen ernannt werden.

Die schleichende Entmündigung und Überwachung von Menschen durch moderne Technik. Die Ahnungslosigkeit und das fehlende Unrechtsbewusstsein einer herrschenden Kaste.

Menschen, in der Politik, die nur mehr von Schmeichlern umgeben sind, die den Bezug zu Menschenrechten, Persönlichkeits- und Freiheitsrechten verloren haben, abgehoben in Glaspalästen gesteuerte Marionetten von berechnenden Gierigen werden.

Sautner schreibt dies alles in einer Stille und Leichtigkeit dahin, die genau in den Kühlschrank passenden 7 Vitamingetränke, der Vorteil, immer elektronisch vernetzt zu sein. ... und dann kriecht die Kälte herauf.

Die herrschende Meinung, "Wer nichts zu verbergen hat, braucht sich ja nicht zu verstecken", wird hier vorgeführt. Wie schnell man in die automatisierte Falle gerät. Big brother stand Pate, Fahrenheit 451 wohl ebenso.

Spannend, fesselnd, aufhorchen machend.

Ich konnte mich einen Nachmittag lang nicht losreißen. Ja, ein großer Roman.