Dienstag, 9. März 2010

Charlottes Traum



Ein ganz normales Mädchen wird aus ihrem schönen, ganz normalen Leben gerissen. Die Eltern trennen sich, völlig überraschend für Charlotte, das Haus wird aufgelassen, binnen eines Jahres dreht sich ihr Leben völlig um. Sie wiederholt die Klasse, dort ist sie Außenseiterin, wo sie in ihrer alten Klasse keine Probleme hatte, wird sie nun geschnitten, die Mutter, damals Vollzeitzuhause, geht jetzt arbeiten, die kleine Brüder sind lästige Verpflichtung.

Und dann auch noch, dass der einzige, der mit ihr spricht, das Klassenekel ist, ein "verhaltenskreativer" junger Bursch. Der zugezogene Italiener macht zum Schluss alles noch komplizierter.

Besonders gut gefällt mir die flüssige Sprache, die Kürze des Werks, wirklich lesbar auch für Nicht-Leseratten, und vor allem die Normalität der Akteure. Wie erfrischend, dass Jugendliche in ihrem Sein einfach sein dürfen. Ohne Koketterie, ohne Coolness, wie das alltägliche Leben eben so ist.

Empfehle ich auch als Klassenlektüre.