Mittwoch, 24. Juni 2009

gleicher Lohn für gleiche Leistung

an und für sich hängt mir dieser "Sager" nun schon bei den Ohren raus. Ich habe ihn schon gehört, als ich noch ein kleines Mädchen war. Im späteren Berufsleben habe ich dann gelernt, dass man mindestens um einen (Ausbildungs)-Grad besser sein muss um - beweisbar! - den gleichen Lohn wie schlechter qualifizierte Männer zu erhalten.

Heute ist es noch schlimmer geworden. Auch das nützt nichts mehr. Da wir ja in einer "offenen" Gesellschaft leben und "Schulzeugnisse wirklich eh niemanden" mehr interessieren. Das heißt nämlich noch mehr Beliebigkeit dort wo es um Vergleichbarkeit gehen könnte.

Auf in die Leistungsgesellschaft!

Wenn man nun in verschiedenen Foren Diskussionen zum Thema beobachtet (z. B. xing-Froum Politik) muss man leider mit Erschrecken feststellen, dass ja die jungen Frauen diese Problematik ignorieren. Gleichzeitig ist es auch schön mitanzusehen, wie sie glauben, wenn sie doch nur gut genug sind usw usf. ... Sie brauchen auch keine Babypause machen. Alleine die Tatsache, dass eine Schwangerschaft überhaupt technisch möglich ist, reicht zur Diskriminierung.


Und nun bitte nicht die drei Vorzeigefrauen vor den Vorhang, die "es geschafft" haben. ... Wenn man sich einfach nur genug bemüht ...
Umkehrschluss: alle anderen haben sich wahrscheinlich nicht genug bemüht (Falle!)


Wiedereinmal möchte ich an die Studie der WU Wien zum Thema Frauenkarrieren erinnern.

Ein Frauen-Karrier-Tip-link zum drüberstreuen.
Frechkommtweiter und wer glaubt, dass diese Tips hilfreich sind... Ich vermute ja, dass viele Frauen mit "das ist es mir nicht wert" argumentieren, weil man irgendwann den Kampf gegen unsichtbare Grenzen aufgibt. Menschen müssen sich irgendwann der normativen Kraft des Faktischen unterwerfen. Das ist nichts geschlechtsspezifisches, das ist etwas menschliches.