Samstag, 7. Februar 2009

Management Club Österreich


MC Präsidium
Mag. Markus Heingärtner, DI Herbert Paierl


DI Paierl wurde gestern in der ZIB2 zum Thema Managergehälter interviewt. Er sagte erwartungsgemäß, wir dürfen die Managergehälter nicht deckeln (Anmerkungvon mir: bitte, wer kann schon von mikrigen 35.000 monatlich leben), da uns sonst unsere verdienten großen Manager auswandern werden und wir gerade in der Krise unsere exzellenten Männer nicht verlieren dürfen. Das kann sich dieses Land nicht leisten.

(Ich zitiere aus dem Gedächtnis, für alle, die den genauen Wortlaut erfahren möchten, bitte unter orfondemand nachschauen.)

Diese Argumentation hat mehrere Haken

1.) wie kann ich davon ausgehen, dass wir Exzellenz verlieren? Wir reden gerade davon, dass exzellente Manager mit hohen Gehältern alles versenkt haben.

2.) wohin sollen denn all die hochbezahlten Manager auswandern?

3.) bin ich davon überzeugt, dass es exzellente Männer und Frauen in Österreich gibt, die um ein schreiend kleines Gehalt von 35.000 Euro im Monat arbeiten würden.

4.) ich glaube nicht, dass österreichische, große, (teil-)verstaatlichte Unternehmen ohne die Exzellenz eines Herrn Huber, eines Herrn Ötsch oder wie sie alle heißen, schlechter dastehen würden.

Fazit: die Argumentation wird nicht besser, selbt wenn wir sie schon seit 20 Jahren vorgeleiert hören. Natürlich vertritt der Management Club das Interesse seiner Mitglieder. Er vertritt aber nicht das Interesse aller Managerinnen, die nicht Mitglied sind und jedenfalls nicht das Interesse des Staates.

Ich habe schon beim Abgang des Herrn Huber (den man uns mit den gleichen Argumenten verkauft hat und deswegen ja auch die Ausgliederung aus dem Beamtenentlohnungsschema argumentiert wurde) gesagt, dass ich um den halben (Huber-)Gehalt eine exzellente Managerin in Österreich finde, von der wir ausgehen können, dass sie ihre Sache jedenfalls nicht schlechter machen wird.


Ich ersuche deshalb die Entscheidungsträger, sich von diesen Stehsätzen nicht beeindrucken zu lassen.