Sonntag, 9. November 2008

Jutta Treiber

Jutta Treiber war die Turnlehrerin im Gymnasium (sie unterrichtete auch Englisch und Deutsch), die immer außergewöhnlich war. Sie hat von uns Schülerinnen Sachen verlangt, die wir nicht gewohnt waren, damals in den 1980er-Jahren. Sie hat auch keine Peinlichkeiten aufkommen lassen.

Mit 40 hat sie den sicheren Job der AHS-Lehrerin auf den Nagel gehängt und sich als Schriftstellerin selbständig gemacht.

Nun, anläßlich ihres 60. Geburtstages bringt sie das Buch "Fleckerlteppich", ihr 30.? Buch ihr 40.? Buch (ich habe mir die Zahl nicht gemerkt, als sie bei der Premierenlesung all ihre Verbindungen und Summierungen zu ihrem 60. Geburtstag und 20jähriger Selbständigkeit und 40jähriger Ehe und und und aufgezählt hat) heraus, wunderbar.

Nach wie vor bin ich ja dabei das Buch "Die Zeit und Hannah" zu würdigen, davon ganz vielen Frauen zu berichten, wobei mir die Worte fehlen. Jutta Treiber bringt in diesem Buch die Geschichte und Realität von Frauen, die nicht ins Land-System passen, von Menschen, die mehr wollen, als normal zu sein, auf den Punkt, in einer Direktheit, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Ähnlich ging es mir bei der Inszenierung von "Das Dorf" von Peter Wagner, auch er traf den Nerv des Sozialsystems Dorf.

Nun - Fleckerlteppich.
Ein Summasummarum kurzer kurzweiliger Texte, für stille und traurige, lustige und amüsante Augenblicke - als Geschenk empfehlenswert!