Samstag, 4. Oktober 2008

kalt wirds in Österreich

Jetzt können wir uns warm anziehen - und zwar in mehrerer Hinsicht!

1. der Zuspruch zu einfachen Lösungen, lässigen Kerlen und coolen Spaßmachern gepaart mit Ressentiments gegenübern den andern und einer "mirsanmir"-Polemik ist für alle jene, die das nicht repräsentieren (können) ein scharfer frostiger Gegenwind

2. das alles gepaart mit einer trägen Bequemlichkeit der Großparteien, die aus ihren Funktionen und Systemen nicht rauskommen, gleichzeitig aber hoffentlich noch Fähigkeiten zu einer evolutionären Entwicklung haben.

Ich wünsche Faymann und Pröll Vernunft, Durchhaltevermögen und eine ganze Regierungsperiode. Das sehe ich als einzige Chance, den rechtspopulistischen Wind abzuschwächen

3. Die Grünen. Bei einer Diskussion unter Politikjournalisten ungefähr eine Woche vor der Wahl hätten dieselben fast vergessen, auch Kommentare über die Grünen abzugeben. Das fand ich sehr bezeichnend.

Eva Glawischnig wünsche ich viel Kraft und viele gute Berater um das Umbauprogramm bei den Grünen durchzuziehen. Die nächsten zwei Jahre werden nicht leicht werden, die Grünen müssen als Organisation erst durch die Pubertät und haben systemimmanent den Kannibalismus gegen die da oben verinnerlicht. Und manchmal fressen sie auch die eigenen "diedaoben".


Auch wenn kalte Zeiten da sind - der Frühling kommt immer wieder.