Mittwoch, 23. Juli 2008

die ÖBB und der Tourismus

Die ÖBB hat heute in den Regionalnachrichten verkünden lassen, sie habe nun ein neues Preiskonzept, das internationalen Tourismus von/mit/nach Österreich erleichtern und fördern soll. Wer ein Ticket hat, dass über die Grenze geht (bis Bratislava z. B.) erhält dieses günstiger, als kürzere Strecken innerhalb Österreichs kosten.

Das freut mich als Pendlerin.

Mich freut auch, dass es einen Pendlerzug St. Pölten - Wien gibt, der sich als Langstreckenzug tarnt, mit 5 Waggons bestückt ist, da ab dem 6. Waggon ein 2. Schaffner eingesetzt werden muss (hier wird aufgrund Kosteneffizienz dies nicht getan) und der täglich mit "starker Reisetag, bitte Platz reservieren" im internet zu finden ist. Diese Information zu geben ist sehr nett von der ÖBB, da diese Züge täglich überbelegt sind, selbst der eine einzige Waggon erster Klasse, da manche statt eine 3/4 Stunde schlecht zu stehen, lieber um einen Aufpreis gut sitzen.

Ich fahre diese Strecke nun seit mehr als einem Jahr und - es hat sich nichts geändert! Hier sieht man die Stabilität und Zuverlässigkeit unseres monopolistischen Bahnbetreibers. Hier ist auf die ÖBB verlass. Ich weiß, dass ich täglich um einen Sitzplatz kämpfen muss, den ich bezahle und jetzt überlege ich mir, ob ichs billiger kriege, wenn ich bis Ungarn buche, oder ob diese neue Begünstigung wie beim Ferienticket für alle Strecken gilt, außer Wien-St.Pölten. Hier sollte ich mich noch kundig machen.

Anm.: Die Jugendlichen, die sich ein Ferienticket Österreich kaufen, müssen nämlich immer Wien-St. Pölten aufzahlen (die setzen sich am Westbahnhof mit dem Ferienticket in den Zug und der nette Schaffner informiert sie dann, dass dieses erst ab St. Pölten gilt.). Aber die sind ja kein Tourismus nach neuester ÖBB-Diktion.