Samstag, 30. August 2008

Blumen im Garten

Diese Blumen habe ich von meinen lieben KollegInnen geschenkt bekommen - und sie gedeihen wunderbar

Donnerstag, 28. August 2008

Armin Thurnher im Falter - Lob des Greisenalters

Wie wohl der Kommentar von Armin Thurnher tut! Dieses merkwürdige "Fassade ist Programm", Schönheit und Jugend als einzig erstrebenswerte Tugend, diese Plattheit ist für mich unerträglich geworden. Hier enttäuscht ja auch derstandard, indem offenbar die Qualität von politischen Parteien über die Durchschnittsalter- und noch besser (!) über die Jugendquote bewertet wird.

Wo kommen wir da hin?

Ich kenne keine AG, deren Qualität über den Altersschnitt des Vorstandes definiert wird.

Ich erlaube mir ja schon zu vermuten, dass diese Festlegung auf Altersschnitte, Fun-Business, Marketingkonformität, ein Bild von der Bedeutung der Politik abgibt, nämlich von einer schwindenden Bedeutung. Wo man etwas nicht mehr ernst nimmt, definiert man über Äußerlichkeiten. Mein Entsetzen gilt aber den PolitikerInnen und politischen Parteien (das gleiche?), die sich in dieses Fahrwasser spülen lassen und natürlich den Sog dadurch noch verstärken.

In diesem Sinne ist der Kontrapunkt im Falter eine Wohltat im derzeitigen Medienmainstream.

Mittwoch, 27. August 2008

die SPÖ - jetzt nicht mehr in der Koalition

Der Zug, die merkwürdige nicht-Überstimmungsvereinbarung mit der ÖVP, die aus der Koalition ausgestiegen ist, jetzt zu ignorieren, ist die gute Erkenntnis, dass die SPÖ in keiner großen Koalition mehr ist. Hat zwar gedauert, aber immerhin. Die SPÖ Basis hat ja sehr gemurrt und das Verhalten Broukals gutgeheißen. Wahrscheinlich kann Faymann jetzt doch noch etwas retten.

... und überhaupt hat die FPÖ so viele Plakate. Zwei Sorten. Mit weißem Hintergrund und lachendem Strache und mit dunkelblauem Hintergrund. Ich konnte nur lesen OHNE KEINE. Das ist ein toller Slogan.

Freitag, 22. August 2008

Die rote Prinzessin

Ein lesenswertes Buch - die Biographie der Großmutter, penibel recherchiert von der gleichnamigen Enkelin. Ich habe diese Frau bei der Lesung zur Vorstellung des Buches gesehen, dann aber nicht auf das Buch reagiert. Erst jetzt, einige Monate später ist es mir wieder in die Hände gefallen.

Die Schilderung eines Lebens, das unkonventionell war, weil die Konventionen wie brüchiges Eis unzuverlässig in einem sich radikal ändernden 20 . Jahrhundert keinen Halt boten. Sofka auch in ihrer Persönlichkeit stark genug, sich selbst Halt zu geben.

Ernst von Glasersfeld schreibt in seinem Buch Unverbindliche Erinnerungen, "Ich danke meinen Eltern, weil sie sich nie darum geschert haben, was die Leute sagen."

Hier ist der hocharistokratische Einfluss, die Erziehung zu etwas besonderem m. E. so stark, dass automatisch auf sich selbst Bezug genommen wird. Sofka, die rote Prinzessin, Reisende, Gebildete und immer lustvoll Lebende.

Montag, 18. August 2008

"Widerstand" von Joe Stretch

Das Buch wurde im Kulturmagazin vorgestellt und nachdem ich kurz danach bei Thalia eingefallen bin, von mir mitgenommen.

Ziemlich hardcore. Doch stellt es die Oberflächlichkeit unserer "Jugend-fun-Gesellschaft" sehr gut dar. Sicherlich nicht jederfraus Sache, ich habe es aber sehr flüssig gelesen und trotz inneren Widerständen (wie passend!) bis zum Ende durchgezogen.

Samstag, 16. August 2008

Mit dem Fahrrad von Wien nach Budapest


Ein sehr erholsamer und spannener Urlaub! Vorige Woche sind wir (mein Mann und ich) mit dem Fahrrad in Wien losgestartet und "ins Blaue" Richtung Budapest gefahren. Immer der Donau nach, da werden wir irgendwann in Budapest landen.

Gestartet in der Lobau (mit dem kleinen Hund im Anhänger) sind wir an einem heißen Sommertag bis Orth an der Donau gekommen. Vielen kleinen Rastplätzen in den Auen konnten wir nicht widerstehen und mussten die Stille im Naturpark genießen. Orth an der Donau hat uns aber nicht so angesprochen, so sind wir gleich mit der Fahrradfähre nach Haslau, über die Donau drüber, wir fahren am Südufer weiter. Dort übernachtet und am nächsten Tag über Carnuntum, Bad Deutsch Altenburg, Hainburg nach Bratislava.

Dieses Streckenstück ist ganz besonders nett, weil man durch die Ortschaften fährt und immer wieder einen wunderbaren Blick auf die Donau hat. In Bad Deutsch Altenburg sind wir durch den Park bis direkt an die Donau gefahren, wo wir in einem "landestypischen" Gasthof den Blick auf dei Schiffe genossen.

Bratislava. Alles ist wie Wien.

Der bereits geplante Radfahrabbruch und Weiterfahrt mit dem Schiff ist an freien Schiffsplätzen gescheitert - somit "Nochmals rauf aufs Rad und weiter!". Gottseidank haben wir keinen Platz auf dem Schiff nach Budapest bekommen, da wir jetzt ins Naherholungsgebiet von Bratislava eintauchen und auf einem gut ausgebauten Radweg weiter immer weiter fahren, der Regen uns streifenweise begleitet, er taucht immer dann in Streifen auf, wenn wir gerade auf einem Rastplatz sind - timing ist eben alles! und dann fahren wir die rückgestaute Donau, am Damm entlang und haben eine Wahnsinnsaussicht.

Diese Route ist dann 60 km lang, da Wahnsinnsaussicht auch fern touristisch-ähnlicher Infrastruktur ist und wir bis zum Kraftwerk (nirgends eingezeichnet, dass da ein Staukraftwerk kommt) durchfahren (müssen). Gabcikova, der nächste Ort, das Zentrum der Region mit Hotel, mein slowakisches St. Martin, die Ähnlichkeit ist frappierend, ist unser nächster Übernachtungsstützpunkt. Es ist Samstag und die Jugend trifft sich in der Dorfdisco.

Dort haben wir uns mit Bier und einem Stamperl Schnaps versorgt. Interessant, wie die Slowaken ihren Schnaps trinken, nämlich mit einer Art Himbeersaft dazu.

Am nächsten Morgen wieder rauf aufs Rad und nach Györ, jetzt nach Ungarn. In Györ zieht uns der Bahnhof mit magischer Kraft an und wir sitzen bald in einem Regionalzug, der wie unser Talent aussieht, in Richtung Budapest. Wir landen am Budapester Südbahnhof und radeln gleich in Richtung Donau, Zentrum, Innenstadt. Ein Super-Radwegleitsystem hilft uns dabei.

Da wir wie schon so oft in unserem Leben ohne Landkarte unterwegs waren und jetzt endgültig wissen wollen, wo genau wir uns aufgehalten haben, kaufe ich nun zwei Karten: Ungarn und Budapest.

Budapest ist wunderschön.

Wir verbringen zwei Tage in der Stadt und reisen dann aufregend! mit dem Zug nach Wien zurück. Der Ostbahnhof keleti put wurde wahrscheinlich unter Kaiserszeiten erbaut und seiterher nicht mehr renoviert - ähnlich wie der begeisterte Schaffner, der mir in einem Erlebniszug nach St. Pölten voller Stolz gesagt hat, dass der Waggon Original 60er Jahre und nicht renoviert ist.

Jedenfalls gibt es einen einzigen Schalter für Auslandsreisende, wo sich eine unendliche Schlange an Menschen anstellt, die Beamtin händisch und ohne Durchschreibpapier Tickets ausfüllt und nur ganz wenige Züge Fahrradmitnahme erlauben. Total schräg und rückständig. Trotz allem schaffen wir es, in einen Zug zu gelangen und erschöpft aber angefüllt mit hunderten wunderbaren Eindrücken spät in der Nacht in Wien zu landen.

Fazit: mit dem Fahrrad ist es superbefreiend, Innenstadtsightseeing locker und stressfrei - wir machens wieder!

Sonntag, 3. August 2008

die Gummibärenbande

was mich jetzt immer mehr fasziniert ist die Erklärung zu all den letzten grauslichen Vorkommnissen in Familien, jetzt aktuell Jugendliche die auf geplante Diebstouren gehen, "aber das waren doch geordnete Verhältnisse!"

Dort schaut keiner hin, dort ist gebügelt und aufgewischt, dort ist Ordnung, und das ist eine Erklärung, nicht mehr hinzuschauen, denn dort ist "Alles-in-Ordnung". Dort erschießen dann Männer plötzlich Frau, Kind, Eltern, weil sie der Normalität nicht mehr stand halten, dort gehen Jugendliche auf Diebstouren, weil ?

Die einzige Reaktion die ich zur aktuellen Jugendkriminalität gehört habe ist, Verwahrlosung, da die Familien auseinanderbrechen (soll woll heißen, liebe Frauen bleibt zuhause, ihr mit eurem Egoismus seid schuld) und als Reaktion, EINSPERREN!

Die ÖVP hat hier ja immer wieder die crudesten Ideen wie Straflager und jetzt Gefängnis, da gibt es sicher wieder keine Schamgrenze nach oben.

Warum erscheint diese Art der Normalität gesund? Dieses Heucheln und Fassade bewahren? Dieser Reflex, dass das die althergebrachte, gewohnte, vertraute Ordnung ist. Das Patriarchat, wo einer oben ist und viele unten, das ist die Normalität - und manchmal bricht sie hoch, wie Löcher im Asphalt und gibt giftige Dämpfe ab.

Dann stehen sie da, die Systembewahrer und sind ganz - betroffen.

und tun - nichts.

Das System der alleinigen Herrschaft hat immer nur Unterdrückung, Verbergen und seelische Not vieler hervorgerufen.

und dann - wundern sie sich.

Ein ganz kleines bißchen Zeitgeschicht, ein ganz kleines bißchen Literatur würde schon helfen. z. B. Herbstmilch. Das ist zwar schon 100 Jahre her, aber viel hat sich nicht geändert, nämlich im Erdulden von bestehenden Verhältnissen - und manchmal brechen sie eben (aus).

Freitag, 1. August 2008

Blickwinkel

Das, was du als Wahrheit wahrnimmst, wird davon bestimmt, als wer
du schaust und von wo aus du schaust.


weils so gut ist

allen einen anderen Blickwinkel, neue Persepektiven
- und mal quergedacht!