Mittwoch, 30. Juli 2008

die rechten

nun ist die Politik schon etwas interessantes, aber zur Zeit bietet sie schon besondere Schmankerln, z B. die rote Richterverschwörung gegen Westenthaler, wo er doch einfach nur eh ein ganz sowieso wichtiger ist und da erlaubt sich nun jemand gegen ihn Recht anzuwenden. Das kann nur eine Verschwörung der linken internationale sein, und jetzt erst recht kandidieren.

Wir werden sehen, was die anderen Orangen dazu sagen.

Dinkhauser, der Tiroler Bergrebell holt sich alles ins Boot was in den Bundesländern an enttäuschten alten ehemaligen Politpromis herumschwirrt, aus dem Burgenland Kölly und Rauter. Spannend. Was an Dinkhauser neu oder aufregend ist, ist mir sowieso ein Rätsel. Der ewige Systembewahrer, immer Sozialpartner, fast ein Leben lang AK-Präsident, und er schafft es tatsächlich, sich als newcomer zu positionieren. Toll. Der Mann ist an die 70? Jahre alt - und andere Parteien lassen sich über eine Jugendlichenquote definieren.

So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr.

Sonntag, 27. Juli 2008

Liessmann - Theorie der Unbildung

Nun habe ich es doch geschafft, Liessmann fertig zu lesen. Die Kritik ist so dicht, in vielen Sätzen so gedrängt Erkenntnis, dermaßen viele Übereinstimmungen mit meiner Meinung, natürlich viel besser formuliert, umfassendst argumentiert - ein empfehlenswertes Buch!

Besonders:
"Was am Bildungsbereich exemplarisch sichtbar wurde, läßt sich als Tendenz generell beschreiben: Politik, die dem Markt die Regeln vorgeben sollte, wird selbst zu einem Spielfeld für Lobbys, die parlamentarische Kontrolle zurückgedrängt, die Verantwortung demokratisch legitimierter Institutionen in "unabhängige" Räte und Gremien ausgelagert; anstelle eines öffentlichen Diskurses treten die Ranglisten von Bewertungsagenturen, ..."

Wunderbar. Und somit wird alles monopolistischer kontrolliert. Und "sie" erzählen uns noch immer, das hätte etwas mit Kosteneffizienz zu tun. Ich glaube aber, dass sich schön langsam das Blatt wendet. Seit die Leute bemerken, dass alle Segnungen des freien Marktes an ihnen vorbeigegangen sind und - sogar! - das tägliche Leben teurer gemacht haben, also seit es am eigenen Leib spürbar wird, dass der heilige Markt nicht für alle da ist und sich schon gar nicht selbst reinigt, ja seitdem glaube ich, dass sich eine breite Bewegung bilden wird. Und zwar aus persönlicher Bedrängtheit heraus. Der Hausverstand - oft missbraucht - hat verstanden, dass die Versprechungen der Börsengurus und selbsternannten Finanzexperten, nicht halten.

Vielleicht braucht es noch etwas Zeit, aber nach Jahren des Sparens, um die Budgets zu sanieren, haben nur die "kleinen Leute" eingezahlt, und nun erkennen wir, dass man uns belogen hat. Fadenscheinige Argumente und inhaltsleere Worthülsen sind nun zu abgedroschenem Sprachmüll geworden. Es funktioniert nicht mehr.

Die ersten Anzeichen der Veränderung sind da. Ich hoffe, wir schaffen dies auch auf einem vernünftigen, moderaten Weg und nicht über Zugewinne der Rechten.

Mittwoch, 23. Juli 2008

die ÖBB und der Tourismus

Die ÖBB hat heute in den Regionalnachrichten verkünden lassen, sie habe nun ein neues Preiskonzept, das internationalen Tourismus von/mit/nach Österreich erleichtern und fördern soll. Wer ein Ticket hat, dass über die Grenze geht (bis Bratislava z. B.) erhält dieses günstiger, als kürzere Strecken innerhalb Österreichs kosten.

Das freut mich als Pendlerin.

Mich freut auch, dass es einen Pendlerzug St. Pölten - Wien gibt, der sich als Langstreckenzug tarnt, mit 5 Waggons bestückt ist, da ab dem 6. Waggon ein 2. Schaffner eingesetzt werden muss (hier wird aufgrund Kosteneffizienz dies nicht getan) und der täglich mit "starker Reisetag, bitte Platz reservieren" im internet zu finden ist. Diese Information zu geben ist sehr nett von der ÖBB, da diese Züge täglich überbelegt sind, selbst der eine einzige Waggon erster Klasse, da manche statt eine 3/4 Stunde schlecht zu stehen, lieber um einen Aufpreis gut sitzen.

Ich fahre diese Strecke nun seit mehr als einem Jahr und - es hat sich nichts geändert! Hier sieht man die Stabilität und Zuverlässigkeit unseres monopolistischen Bahnbetreibers. Hier ist auf die ÖBB verlass. Ich weiß, dass ich täglich um einen Sitzplatz kämpfen muss, den ich bezahle und jetzt überlege ich mir, ob ichs billiger kriege, wenn ich bis Ungarn buche, oder ob diese neue Begünstigung wie beim Ferienticket für alle Strecken gilt, außer Wien-St.Pölten. Hier sollte ich mich noch kundig machen.

Anm.: Die Jugendlichen, die sich ein Ferienticket Österreich kaufen, müssen nämlich immer Wien-St. Pölten aufzahlen (die setzen sich am Westbahnhof mit dem Ferienticket in den Zug und der nette Schaffner informiert sie dann, dass dieses erst ab St. Pölten gilt.). Aber die sind ja kein Tourismus nach neuester ÖBB-Diktion.

Montag, 21. Juli 2008

Rätselspiel: wer mit wem?

Bartenstein will nicht mit Faymann, dafür will Faymann nicht mit Molterer, aber alle wollen eine große Koalition. Setzen Sie sich ihre Wunschregierung zusammen. Das erinnert mich an die Puppenbilder aus Karton, wo man die Kleidung darauflegen und durch umbiegen der Laschen fixieren kann, oder auch diese dreigeteilten Kinderbücher, wo man Füße, Mittelteil und Kopf variabel verändern kann.

Leider ist dieses Spielchen Realität. Wer soll das noch ernst nehmen?

Bis jetzt habe ich keine inhaltliche Ansage vernommen. Die Alten stecken noch immer in ihren Intrigenspielchen und Personal-Job-zuwendungspoker und es schaut so aus, als ob sie da nicht rauskommen können. So eine abgehobene Klientel, abstoßend.

Zum Glück für die Großparteien ist der Wahltag vor den Lohnabschlüssen. Ich bin auf die Mikrosätze gespannt, mit denen man "die Inflation bremsen" will. Und da gibts tatsächlich Leute, die diesen Mumpitz glauben. Ein vorgeschobenes Argument, notwendige Lohnerhöhungen nicht zuzulassen. Gleichzeitig verändert sich nichts beim - seit Amerikas staatlicher Stütze der Banken zur Farce gewordenen - freien Kapitalmarkt.

Auf eine heiße Politwoche!

Sonntag, 20. Juli 2008

Liebeserklärung an die Großmutter

Mit großem Genuss habe ich das Buch von Henisch, "Eine sehr kleine Frau" gelesen, was für eine Liebeserklärung an die Großmutter! Er schreibt sanft und fließend, blendet die (damalige) Gegenwart nicht aus, manchmal versucht er verstärkt ins Heute zu kommen, hierbei sind Schwächen zu finden, was aber am Gesamteindruck keinen Schaden erzeugt.

Habe viel an unseren verstorbenen Ur-Opa denken müssen, der sich auch so intensiv, liebevoll und ungeteilt seinen Enkeln und Urenkerln angenommen hat.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Klimawandel - Atompolitik

An und für sich ist es unfassbar, wie die Atomlobby gezielt, professionell und offenbar erfolgreich Atomenergie als neue (!) Alternative zu erneuerbaren Energien verkauft. Als Marketering würde ich gerne das Werbebudget kennen, als Kämpferin für eine gesunde Gegenwart und Zukunft für uns und unsere Kinder, würde ich gerne 1/10 des Geldes für die weitere Effizienz von Solarstrom investieren.

Die Rendite wäre doch Wahnsinn!

Sowohl ideell und gesundheitlich, als auch fürs Geldbörserl

Leider glauben noch immer viele Systembewahrer, dass mehr vom selben hilft. Schade, sollten mal systemisches Fragen üben.

Fazit: Weitermachen, Weiterkämpfen, denn wenn wir das nicht tun, wirds noch einfacher für die alten Besitzer, die ihren Profit weitersteigern


ps: Es gibt gar nicht so viele Rohstoffe, wie Atompläne - hihi - auf die Preiseentwicklung sprich Preiserhöhung könnten wir options abschließen

Dienstag, 15. Juli 2008

und wir wählen wieder

alle Jahre wieder ... kommt eine Nationalratswahl. Anstatt ordentlich zu arbeiten, flüchten die Großparteien in eine neue Wahlauseinandersetzung. Mir ist bis jetzt schleierhaft, was sie sich an Verbesserung erwarten. Meine Wetten im Jänner sind eingetreten, da ich aber immer davon ausgehe, dass ich Wetten verliere ...

Nun hat der Herr Finanzminister genug. Ich auch. Kein Wort von Entlastung der Arbeit, die Herren hatten wohl keine Zeit die Steuern auf Arbeit zu senken, natürlich schaut das dann im ÖVP-Ressort Finanzen nicht so schön aus, wenn gewisse Steuereinnahmen, die jetzt wie ein unendlicher Quell sprießen, ausfallen und eventuell die "Wirtschaftspartei" (ha!) ihren Slogan, wir wirtschaften gut, nicht über besonders schöne Budgetzahlen argumentieren kann. Leider haben sie vergessen, dass es die Menschen sind, für die sie wirtschaften sollen und nicht das eigene Ego mit Budgeteinnahmenstatistiken zu füttern.

Keine der beiden Parteien nimmt das Thema des Nettowohlstandsverlustes von so großen Teilen der Bevölkerung auf. Ach ja, es könnte ja der Vorwurf kommen, sie hätten das heuer schon lösen können.

Auf einen spannenden Sommer und Frühherbst!

Sonntag, 13. Juli 2008

Sonntag im Burgenland

Ein guter Tag, wieder mit einem Roman zu beginnen. Ausgeglichenes Wetter, warm, keine stechende Sonne.

Peter Henisch, "Eine sehr kleine Frau". Trage das Buch nun schon länger mit mir herum, bin schon gespannt, die Kritiken sind ja ausgezeichnet.

Ella und Amanda - unsere Cocker Spaniel Hündinnen, 11 Jahre und 1 Jahr alt.